
 Hermann
Dües
44 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Zahntechniker
Kandidat für den Kreistag Borken
Politischer Schwerpunkt: Energie- und Umweltpolitik
Wahlbezirk 5 - Ahaus, Franziskusschule
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Demokratie lebt vom Wechsel, 50 Jahre CDU sind genug!
Die Bürger der Stadt brauchen eine Politik, die sich um Ihre Interessen
kümmert und zwar durch Verhinderung weiterer Prestigeobjekte. Vernunft und Sachverstand
sollten in allen Bereichen Vorrang vor Parteizugehörigkeit haben.
Wenn Sie möchten, dass Ihre Anregungen und Wünsche nicht nur zur
Kenntnis genommen, sondern überzeugend vorgetragen und durchgesetzt werden, dann geben
Sie mir und der UWG am 12.09.1999 Ihre Stimme.
Ihr Hermann Dües

Interview Sommer '99
blickpunkt. Herr Dües, Sie kandidieren bei der
Kommunalwahl am 12.9.99 als Direktkandidat der Unabhängigen Wählergruppe Ahaus im
Wahlbezirk 5. Bitte stellen Sie sich doch erst einmal kurz persönlich vor!
Hermann Dües: Ich wurde 1955 in Ahaus geboren, bin verheiratet
und habe einen Sohn und eine Tochter. Beschäftigt bin ich als Zahntechniker in einem
Praxislabor in Ahaus. In meiner Freizeit gehe ich gerne mit unserem Hund spazieren, treffe
mich mit Freunden oder entspanne mich bei einem guten Krimi, egal ob als Buch oder im
Fernseher.
blickpunkt. Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend in der
Kommunalpolitik aktiv zu werden?
Hermann Dües: Als ich 1989 nach 14jähriger, beruflich bedingter
Abwesenheit wieder nach Ahaus zurückzog, stellte ich fest, daß sich an den alt bekannten
Strukturen nichts geändert hatte. Es waren immer noch die gleichen Personen mit dem
gleichen Parteibuch, die die Kommunalpolitik bestimmten. Anstatt wie so viele zu sagen,
"die machen ja sowieso was Sie wollen", hörte und schaute ich mich um und so
kam es, daß ich 1992 in die UWG eintrat.
blickpunkt. Warum gerade die UWG?
Hermann Dües: Weil nur die UWG sich erlauben kann, eine Politik
für die Bewohner der Stadt zu machen, die unabhängig ist von irgendwelchen Beschlüssen,
die auf Landes- oder Bundesebene getroffen werden. Dieses erlebten wir ja im letzten Jahr
vor und nach dem Castortransport ins BZA, die Ahauser SPD schwenkte von der Linie der
Bundespartei ab und forderte einen Verzicht der Transporte, die CDU erklärt jetzt
"so haben wir das nicht gewollt oder uns vorgestellt".
blickpunkt. Was ist denn bei der UWG anders als bei den Parteien?
Hermann Dües: Gerade in der heutigen Zeit hängen
Parteiprogramme der Realität des Lebens oft weit hinterher. Die UWG ersetzt
Parteiprogramme durch den gesunden Menschenverstand. In der UWG ist es erlaubt und
erwünscht quer zu denken, und alle Dinge und Sachen zu hinterfragen.
Meinungsverschiedenheiten werden offen und ehrlich ausgetragen, um dann eine Entscheidung,
in Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Stadt, in deren Sinne zu treffen.
blickpunkt. Wie sieht denn die Arbeit der UWG in Ihrem Wahlbezirk
aus?
Hermann Dües: Ich kandidiere in einem Wahlbezirk der sich aus
den drei Wohngebieten Vestert, Krefters Busch, Bussard-, Falken-, Habicht- und Adlerweg
zusammensetzt. Insgesamt läßt sich sagen, daß die Planung und Gestaltung dieser
Bereiche sehr gelungen ist. Wobei jedoch anzumerken ist, daß die bisher vorgenommenen
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Temporeduzierung aufgrund andauernder Nachfragen und
Anträge mit zustande gekommen sind.
blickpunkt. Welche Pläne haben Sie für sich nach der Wahl
vorgenommen?
Hermann Dües: Da gibt es einige Sachen, für die ich mich nach
der Wahl im neuen Stadtrat einsetzen möchte. Am wichtigsten ist allerdings für mich,
daß die Belastungen für die Bürger so gering und gerecht wie möglich gestaltet werden.
Ich denke z.B daran, daß die Strom- und Wasserpreise verbrauchsorientiert berechnet
werden sollen.
blickpunkt. Wie soll so etwas denn aussehen?
Hermann Dües: Nehmen wir als Beispiel den Wasserpreis. Eine
4-köpfige Familie bekommt den durchschnittlichen Verbrauch zu einem günstigen Grundtarif
geliefert. Verbraucht sie mehr Wasser, hat sie für dieses mehr auch einen deutlich
höheren Preis zu zahlen. Verbraucht die Familie weniger Wasser, kann Sie es im nächsten
Abrechnungsjahr zu einem noch günstigeren Tarif beziehen. Genauso kann es sich bei den
Stromtarifen verhalten.
blickpunkt. Gibt es noch weitere Schwerpunkte, die Sie uns jetzt
noch kurz erläutern können?
Hermann Dües: Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Dingen die
ich jetzt aufzählen könnte, aber ich möchte nur kurz die Punkte aufzählen, die mich
besonders interessieren. Da ist als erstes die stärkere Förderung und Nutzung
erneuerbarer Energien, die Sicherheit der Schul- und Radwege sowie das gesamte
Verkehrskonzept in Ahaus.
blickpunkt. Was sollte Ihrer Meinung nach denn an der
Verkehrssituation in Ahaus geändert werden?
Hermann Dües: Durch eine vernünftige und sinnvolle Planung der
Umgehungsstraßen ließe sich die Lärmbelästigung der Bewohner, gerade von Ahaus und
Wüllen, deutlich reduzieren. Die Schul- und Radwege sollten möglichst nicht durch den
Autoverkehr beeinträchtigt werden. Erneuerbare Energien müssen stärker als bisher von
der Stadt gefördert werden. Hierdurch werden bestimmt neue Arbeitsplätze gerade bei
kleinen und mittleren Betrieben geschaffen, die in Ahaus immer schon eine wichtige Rolle
gespielt haben.
blickpunkt. Wie sollen solche Vorhaben, angesichts der
Haushaltslage, denn finanziert werden?
Hermann Dües: Mit sinnvoller Planung meine ich, daß Vorhaben
erst gründlich überlegt und mit den Bürgern geplant werden müssen. Dann ließe sich
garantiert das verhindern, was wir zur Zeit in Wüllen erleben. Vor Jahren wurde die
Ortsdurchfahrt der B70, gegen die Bedenken vieler Bürger, verbreitert und nun für viel
Geld wieder zurückgebaut. Weiteres Geld läßt sich auch dadurch einsparen, wenn auf
unnütze Prestige- und Imagebauten verzichtet wird, die manche Kommunalpolitiker gerne als
Ihr persönliches Denkmal sehen würden.
blickpunkt. Ist es nicht höchst unwahrscheinlich, daß die UWG
die Verhältnisse im nächsten Stadtrat kippt, zumal auch für die CDU Leute kandidieren,
die sich gegen weitere Castor-Transporte aussprechen?
Hermann Dües: Das hat es in den letzten Jahren immer wieder
gegeben, daß die CDU irgend jemanden hervorzaubert, um der UWG Stimmen abzunehmen. Aber
nach der Wahl änderten diese Kandidaten plötzlich ihre Meinung oder aber sie legten
resigniert ihr Mandat nieder und alles war wieder beim Alten.
Trotzdem glaube ich, daß nach der Wahl neue Mehrheitsverhältnisse
möglich sind, da sich die Ahauser SPD in den letzten Jahren zu einer Partei gewandelt
hat, die die Forderungen der UWG nach einem Atom-Ausstieg unterstützt und sich auch für
einen Wechsel in den verkrusteten Strukturen nach 50-jähriger CDU-Alleinherrschaft in
Ahaus ausspricht.
Außerdem denke ich, daß Ahaus, eine schnell wachsende Stadt mit vielen
Kindern und Jugendlichen, eine Kommunalpolitik braucht, die nicht von Personen gemacht
wird, die entweder das Pensionsalter schon erreicht haben oder kurz davor stehen.
blickpunkt. Herr Dües, wir bedanken uns für dieses interessante
Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Kommunalwahl!
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