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Ute Lainck-Kuse

Ute Lainck-Kuse

58 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Diplom-Soziologin
Politischer Schwerpunkt: Innenstadtsanierung, Frauen- und Schulpolitik, Ausländerpolitik
Wahlbezirk 1 - Ahaus, Rathaus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

In Ihrem Wahlbezirk steht die Innenstadtsanierung (Wallstraße/Kirmesplatz) an. Ein Wettbewerb für Stadtplaner sollte Voraussetzung sein, denn eine phantasiereiche architektonische Gestaltung könnte der Ahauser Innenstadt ein im Münsterland originelles Profil geben. Diese Chance darf nicht vertan werden!

Ahaus muß sich als attraktives Schul- und Ausbildungszentrum weiterentwickeln, um zukunftsfähig zu sein. Mehr Aufstiegschancen für Frauen setzt zwar eine Bewußtseins- und Verhaltensänderung bei den Frauen selbst voraus, muß aber durch strukturelle Verbesserungen wie mehr Kinderbetreuungsplätze über Mittag in Kindergärten und Schulen ermöglicht werden.

Die Ausländerpolitik der Stadt muß realistischer werden. Sie darf weder blauäugig noch fremdenfeindlich sein.

In den Rat der Stadt Ahaus müssen neue, kompetente Fachleute. 50 Jahre CDU-Mehrheit sind genug.

Ihre Ute Lainck-Kuse

 


Interview Sommer '99

blickpunkt. Frau Lainck-Kuse, was veranlaßt Sie, in die Politik zu gehen?

Ute Lainck-Kuse: Der ausgezeichnete Geschichtsunterricht in der Schule und Gespräche im Elternhaus waren die Auslöser dafür, daß ich mich schon relativ früh für politische Fragen interessierte. In den 60iger Jahren habe ich dann neben meinem Hauptfach Soziologie an der Freien Universität Berlin auch Politische Wissenschaften studiert. Da bleibt was hängen.

Dass ich von der UWG gefragt wurde, ob ich für die Kommunalwahl 99 kandidieren wolle, verdanke ich vermutlich meinem ältesten Sohn Béla, der vor 5 Jahren als jüngster Ratsherr von Nordrhein-Westfalen über die UWG-Liste in den Rat der Stadt Ahaus einzog. Zufällig hat man mich auf den gleichen Listenplatz gewählt wie damals meinen Sohn, der inzwischen in Norddeutschland studiert und deshalb sein Mandat abgeben mußte.

blickpunkt. Werden Sie auch dieselben Themen vertreten wie Ihr Sohn?

Ute Lainck-Kuse: Natürlich nicht, das kann der UWG-Jugendvertreter, Ulf Kemper, besser als ich.

Zunächst möchte ich dazu beitragen, das demokratische Klima in unserer Stadt zu verbessern. Man konnte in der Vergangenheit erschreckende Beispiele undemokratischen Verhaltens, vor allem in der Auseinandersetzung um die Atomfrage beobachten: wer eine andere Meinung vertritt, wird als Person abgelehnt. Diese Vermischung von Sach- und Beziehungsebene ist ein zutiefst undemokratisches Verhalten.

blickpunkt. Sie haben sich in der Vergangenheit sehr intensiv für die Belange der Ausländer in Ahaus engagiert. Wo liegen hier Ihre Motive?

Ute Lainck-Kuse: Durch meine eigene Berufstätigkeit in der Entwicklungspolitik und die journalistische Tätigkeit meines Mannes haben wir mehrere Jahre im Ausland gearbeitet und gelebt, waren also Ausländer. Eine differenzierte und realistische Ausländerpolitik, die weder blauäugig noch fremdenfeindlich ist, gehört deshalb zu meinen Themenschwerpunkten. Für die Gruppe der Flüchtlinge konnte auf Initiative eines privaten Arbeitskreises die Stadt bereits davon überzeugt werden, die Wohnsituation zu verbessern und eine Sozialarbeiterin einzustellen. Als Nächstes steht die Schulfrage an. Schließlich leben wir in Europa, wo jedes Kind ein Recht auf Bildung haben sollte, auch wenn es Deutschland wieder verlassen muß. Der Dialog mit den Ahauser Bewohnern türkischer Herkunft muß intensiviert werden.

blickpunkt. Wo sehen Sie weitere Schwerpunkte Ihrer politischen Arbeit?

Ute Lainck-Kuse: In der nächsten Legislaturperiode steht die Innenstadtsanierung an. Mittelmaß sollte nicht das Maß aller Dinge sein. Ein Wettbewerb für Stadtplaner sollte unbedingt Voraussetzung sein, denn eine phantasiereiche architektonischeGestaltung könnte der Ahauser Innenstadt ein im Münsterland originelles Profil geben. Diese Chance darf nicht vertan werden.

Ahaus muß sich als attraktives Schul- und Ausbildungszentrum weiterentwickeln, um zukunftsfähig zu sein. Mehr Aufstiegschancen für Frauen setzt zwar eine Bewußtseins- und Verhaltensänderung bei den Frauen selbst voraus, muß aber durch strukturelle Verbesserungen wie z. B. mehr Kinderbetreuungsplätze über Mittag in Kindergärten und Schulen ermöglicht werden.

blickpunkt. Was sehen Sie als persönliche Herausforderung für die nächste Legislaturperiode an?

Ute Lainck-Kuse: Grundlage jeder Kommunalpolitik muß eine solide Finanz- und Wirtschaftspolitik sein. Sichere Arbeitsplätze, saubere Umwelt und eine gute Lebensqualität für Jung und Alt sind als Herausforderung in einer schnellebigen Zeit zu verstehen. Demokratie lebt vom Wechsel. 50 Jahre CDU-Mehrheit sind genug. Neue kompetente Fachleute müssen in den Rat der Stadt Ahaus, denn: es kann nur bestehen, wer sich verändern will.

blickpunkt. Frau Lainck-Kuse, wir bedanken uns für dieses interessante Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Kommunalwahl!

 

 

 

 

update
08.11.2009

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