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Annette Lange

Annette Lange

35 Jahre, in Kürze verheiratet
Diplom-Sozialarbeiterin
Politischer Schwerpunkt: Frauen-, Familien- und Jugendpolitik, Schulpolitik, Umweltpolitik
Wahlbezirk 7 - Ahaus, Alexander-Hegius-Gymnasium
lange-roettger@uwg-ahaus.de

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Junge Familien in Ahaus brauchen junge Vertreter im Stadtrat. Neue Wege und unabhängige Ideenvielfalt durch Bürgernähe und Bürgerentscheid, gerade bei uns in Ahaus, sind Eckpfeiler für eine lebendige Kommunalpolitik.

Was macht unser Ahaus so lebenswert?

Fehlende Mitbestimmungsmöglichkeiten von Bürgern in wichtigen Belangen? Belästigung und Gefährdung durch Schleichwege? Einsatz von Wasserwerfern? Unzureichende Mobilitätsangebote für Senioren und junge Leute? Lärm und Abgase durch geplante Umgehungsstraßen? Fehlende Fußgängerüberwege für unsere Kinder und Senioren? Strahlende Castoren als tickende Zeitbombe? Mangelnde Unterstützung im Bereich Frauenberatung?

Das kann und darf nicht unser Ziel sein und deshalb beantworte ich all‘ diese Fragen mit einem klaren NEIN!

In der UWG setze ich mich seit nunmehr 13 Jahren für ein wirklich "Lebenswertes Ahaus" ein. Als gebürtige Ahauserin ist es mir wichtig, für unsere Stadt neue und sichere Wege, besonders auch in bezug auf die BZA-Politik, zu gehen. Es ist mir ein Anliegen, eine vernünftige Familien-, Frauen- und Jugendpolitik zu gestalten mit dem Ziel, flexibel und direkter auf Probleme, Mißstände und Notlagen reagieren zu können. Nur so kann es uns gelingen, veraltete Strukturen aufzubrechen und unser Ahaus neu zu gestalten.

Ihre Annette Lange

 


Interview Sommer '99

blickpunkt. Frau Lange, stellen Sie sich doch einmal persönlich kurz vor!

Annette Lange: Ich wurde 1964 in Ahaus geboren, also sozusagen eine richtige Ahauser "Poalbürgerin". So sehr mit meiner Familie und Ahaus verbunden, habe ich es letztendlich geschafft, meinen zukünftigen Mann nach Ahaus zu locken. Beruflich bin ich als Diplom Sozialarbeiterin beim Amt für Jugend und Familie des Kreises Coesfeld tätig. Da dieser Job häufig auch sehr anstrengend ist und Nerven kostet, treffe ich mich in meiner Freizeit gerne in geselliger Runde mit guten Freunden zum plaudern, spielen und häufig auch zum feiern. Darüber hinaus nehme ich gerne kulturelle Veranstaltungen, wie Kabarett, Musikveranstaltungen und Musicals in und um Ahaus wahr. Wenn es meine vielen politischen Termine zulassen besuche ich auch öfter den "offenen Ahauser Frauenstammtisch", der mit seiner Themenvielfalt sehr interessant ist.

blickpunkt. ...und Ihr politischer Werdegang ?

Annette Lange: Im Jahre 1986 bin ich in die Unabhängige Wählergruppe Ahaus eingetreten. Dort war ich zunächst einige Jahre gemeinsam mit Dieter Homann aktiv mit dem Aufbau der UWGjugend beschäftigt, in der ich als "Oldie" auch heute noch Mitglied bin. Zunächst für zwei Jahre Stellvertreterin, begleite ich als Mitglied des Jugendhilfeausschusses seit 1989 das Wirken des Jugendamtes der Stadt Ahaus. Seit der Kommunalwahl im Oktober 1994 wurde ich als jüngste Ratsfrau in den Ahauser Stadtrat gewählt. Seitdem bin ich auch im Schulausschuß, Kulturausschuß, Ausschuß für Gleichstellungsfragen und im Gesamtschulverband aktiv tätig. Seit 1997 bin ich ehrenamtliche Jugendschöffin beim Amtsgericht Ahaus.

blickpunkt. Wo lagen Ihre Motive politisch tätig zu werden?

Annette Lange: Bereits in meiner frühen Jugend. Im Alter von 13 Jahren trat ich in die Christliche Arbeiter Jugend, die CAJ St. Josef in Ahaus ein. Nachdem ich im August 1980 eine Ausbildung zur Maler- und Lackiererin begann, wurde ich erstmalig persönlich mit der Arbeiterschaft und vorhandenen Mißständen konfrontiert. Wie bekannt ist, setzte sich die CAJ als kirchliche Jugendvereinigung auch zum damaligen Zeitpunkt besonders intensiv mit politischen Themen, wie Arbeits- , Sozial und Umweltpolitik auseinander. Dies war für mich Ansporn genug, daß ich ebenfalls im Jahr 1980 in die Abteilungsleitung der CAJ St. Josef und auch schließlich 1985 in mein Sozialarbeiterstudium wechselte. Während meiner Studienzeit richtete sich mein Augenmerk auf die, in Ahaus ach so verkümmerte "offene Jugendarbeit", das HOT (Haus der offenen Tür). Die damals defizitäre Lage und die fehlende Unterstützung von seiten der Stadt haben mich dazu veranlaßt, mich für die "offene Jugendarbeit" , gemeinsam mit der UWG stark zu machen um das zu erreichen, was wir nunmehr auch bald mit der Fertigstellung des Kulturcafe´s Logo haben. Ich denke es hat sich gelohnt.

blickpunkt. Durch Ihren Beitritt in die UWG vertreten sie auch eine Grundeinstellung zum Brennelementezwischenlager, oder?

Annette Lange: Ich habe mir nicht ohne Grund die UWG ausgesucht, um politisch aktiv zu werden. Bereits zum damaligen Zeitpunkt betrachtete ich das Geschehen in Ahaus, besonders in bezug auf die BZA Politik, sehr kritisch. Das hat und wird sich für mich nie verändern, da Atomkraft und Zwischenlagerung derartige Risiken für uns Erwachsenen, Kinder, Jugendlichen und alten Menschen in sich birgt, deren Ausmaß nicht zu ermessen ist. Ich halte die Entwicklung in Ahaus für nicht absehbar und mache einzig und allein die CDU, die ihr Fähnchen im Winde dreht, und die Verwaltungsspitze dafür verantwortlich. Dies ist absolut kein verantwortlicher Umgang mit den Interessen Ahauser Bürger. Die Konsensgespräche der Bundesregierung machen deutlich, daß Widerstand wichtiger denn je ist.

Ziel und Aufgabe der UWG für die Zukunft muß deshalb sein, die Ahauser Bevölkerung dazu zu mobilisieren, weiteren Castortransporten deutlichen und vehementen Widerstand entgegen zu setzen.

blickpunkt. Ihre politischen Schwerpunkte sprachen Sie bereits an. Worin sehen Sie die besondere Problematik in Ihrem Wahlkreis?

Annette Lange: In dem Wahlkreis 7, in dem ich kandidiere leben vorrangig junge Familien mit Kindern im Kindergarten und Grundschulalter, aber auch ältere Mitbürger. Aus diesem Grunde ist es wichtig, vor Ort Sicherheiten zu schaffen, die es Kindern und Senioren ohne Angst und Gefährdung ermöglichen sich frei zu bewegen. Ich denke da konkret an gefährliche Schleichwege, die z.B. von Berufsschülern genutzt werden. Im gleichen Bereich ist es dringend notwendig, daß sichere Fußgängerüberwege vor allem im Bereich der Schulen geschaffen werden müssen. Es besteht Uneinigkeit im Meinungsbild bezüglich des Baues der Nordtangente. Ich habe mich in der Beratung und den bisherigen Entscheidungen des Stadtrates gegen den Bau ausgesprochen, da diese meiner Meinung nach nicht die erhoffte Entlastung (z.B. Rosental/Kusenhook/ Fuistingstraße) bringt, die Anwohner des gesamten Wohngebietes einer deutlichen Lärm- und Abgasbelästigung, sowie einer weiteren Verkehrsgefährdung ausgesetzt sind. Darüber hinaus ist es mir wichtig, aufgrund des zu erwartenden Bevölkerungszuwachses, die Kindergarten-, Spielplatz- und Schulsituation hier intensiv zu beobachten, um entsprechend frühzeitig mit erweiterten Angeboten reagieren zu können.

blickpunkt. Bisher war die UWG im Rat der Stadt Ahaus in der Opposition, wie wahrscheinlich ist es das Mehrheitsverhältnis zu kippen?

Annette Lange: Die UWG hat in der Vergangenheit, auch in der Rolle der Opposition, deutliche Akzente gesetzt und Bewegung in die Ahauser Politik gebracht. Wenn dies nicht so wäre, wäre mir meine 5jähre Tätigkeit im Stadtrat schwer gefallen. Ich hoffe jedoch sehr, daß sich die Mehrheitsverhältnisse ab dem 12.September diesen Jahres ändern, aber allein wird es der UWG wohl nicht gelingen. Ich kann mir jedoch gut vorstellen in Koalition mit der SPD die 50jährige Alleinherrschaft der CDU abzulösen, veraltete Strukturen aufzubrechen und unser Ahaus neu und lebendig zu gestalten.

blickpunkt. Frau Lange, wir bedanken uns für dieses interessante Gespräch und wünschen viel Erfolg bei der Kommunalwahl!

 

 

 

 

update
08.11.2009

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