
 Manfred
Lück
65 Jahre, verheiratet, 3 Kinder
Betriebswirt
UWG-Fraktionsvorsitzender
Kreisvorsitzender der UWG
Kandidat für den Kreistag Borken
Politischer Schwerpunkt: Wirtschafts- und Finanzpolitik, Umwelt und Natur, Bildung
Wahlbezirk 6 - Ahaus, Bernsmannskampschule
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Vor 20 Jahren haben Sie mich in den Rat der Stadt gewählt. Meine
Beweggründe und die meiner Freunde waren seinerzeit die geplante Atommüll-Lagerung,
Mitsprache bei der Stadtsanierung, der Verschleuderung von Steuergeldern vorzubeugen, die
Verfilzung von Verwaltung und Mehrheitsfraktion transparent zu machen, aber auch die nicht
vorhandene Jugendarbeit voran zu bringen.
Seit ihrer Gründung hat die UWG aktiv an der Entwicklung der Stadt
mitgearbeitet. Unser Anliegen ist es, noch mehr Arbeitsplätze zu fördern und die
Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Der hohe Stand des Ahauser Schulwesens muß gehalten
und ständig verbessert werden.
Um die Innenstadt sicherer und attraktiver zu machen, trete ich dafür
ein, dass der LKW-Verkehr aus der Innenstadt herausgenommen wird.
Ihr Manfred Lück

Interview Sommer '99
blickpunkt. Die UWG in Ahaus besteht nun 20 Jahre was
bedeutet das für Sie?
Manfred Lück: Wir haben frischen Wind ins Rathaus gebracht und
Politik fern von Parteizentralen gemacht, da wir nur dem Ahauser Bürger verpflichtet
sind!
blickpunkt. Wie sehen diese 20 Jahre aus?
Manfred Lück: In dieser Zeit hat die Stadt einen großen
Bevölkerungszuwachs erlebt. Es sind neue Schulen, Gewerbe- und Wohngebiete, Kindergärten
und Sportplätze entstanden. Dank dem Gewerbefleiß von Unternehmern und Arbeitnehmern
sind viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Überall hat die UWG mit Augenmaß
mitgewirkt. Eine starke Opposition ist vorteilhaft für den Bürger.
blickpunkt. Sie erwähnen nicht das BEZ?
Manfred Lück: Ohne uns stände schon die zweite Halle und die
Förderer aus der CDU wären Ehrenbürger der Stadt! Seit 1979 leisten wir aktiven
Widerstand. Wer die Ratssitzungen und Presseberichte verfolgte, weiß dies. Mit der
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" haben wir an allen
Anhörungsterminen teilgenommen. Auch ist die UWG bei den vierzehn Klagen ein sehr hohes
finanzielles Engagement eingegangen.
Wie erwähnt, ohne uns und die Bürgerinitiative wären die deutschen
Atomkraftwerke schon durch Ahaus entsorgt. Egal, wie auch die Konsensgespräche ausgehen
werden, die Castorbehälter, welche in Ahaus stehen, und noch kommen, bleiben ewig hier.
Ich hoffe sehe, daß die, welche hierfür die politische Verantwortung tragen, bei den
Kommunal- und Kreistagswahlen einen kräftigen Denkzettel erhalten.
blickpunkt. Herr Lück, Sie kandidieren erneut. Was bewegt Sie zu
diesem Schritt?
Manfred Lück: In Ahaus ist noch viel zu tun. Die Innenstadt ist
neu zu beleben und zu entwickeln. Hier sollte nichts überstürzt werden und der neue Rat
sollte auch erfahrene Planer zu Rate ziehen. Es gilt, die Attraktivität der Stadt zu
verbessern. Es soll wieder Spaß machen, in Ahaus zu bummeln und einzukaufen. Im Vergleich
zu anderen Städten wirkt es im Augenblick alles etwas langweilig.
Innerstädtisch gilt es, auf Sicht die ehemaligen Flächen der Jute und
Zündholz zu entwickeln. Das ist eine Herausforderung.
Wichtig ist auch eine Verbesserung des Wohnumfeldes. Hierzu gehört u. a.
die alte Forderung der UWG, die B 70 vom Durchgangsverkehr freizumachen. Zukunftsbezogen
bedeutet dies, daß eine Südumgehung der Stadt erforderlich ist.
blickpunkt. Außerdem halten Sie Bildung und Ausbildung für
wichtig?
Manfred Lück: Ja, im globalen Wettbewerb kann ein rohstoffarmes
Land wir unseres nur bestehen, wenn wir vorzüglich ausgebildete Menschen haben. Für
Ahaus bedeutet dies, daß der Standard der Ahauser Schulen auf einem hohen Stand bleiben
muß und ständig zu verbessern ist. Dies gilt ebenso für die Berufsbildenden Schulen des
Kreises sowie die BBS mit ihren Einrichtungen. Wir dürfen nicht vergessen, daß
Arbeitslosigkeit auch häufig auf geringe Qualifikation zurückzuführen ist.
blickpunkt. Auch wollen Sie sich in dem Bereich Wirtschafts- und
Finanzpolitik engagieren?
Manfred Lück: Durch leitende Tätigkeit in der Industrie bringe
ich gute Erfahrungen mit für meine politische Tätigkeit. Auf Dienstreisen habe ich nicht
nur fast alle europäischen Länder, sondern auch China, Japan und Australien
kennengelernt.
Ich bin sachkundiger Bürger im Wirtschaftsbeirat für den Kreis Borken
mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wirtschaftsförderung
u.a.
Zu den Finanzen: Das Geld wird knapper. Die Belastungen für die Bürger
und die Unternehmen durch Steuern und Abgaben sind sehr hoch. Der sorgsame Umgang mit den
Steuergeldern ist unerläßlich. Künftig ist sicher nicht mehr alles machbar. Wir dürfen
uns nicht weiter verschulden auf Kosten nachfolgender Generationen!
blickpunkt. Herr Lück, wir bedanken uns für dieses Interview
und wünschen Ihnen bei der Kommunalwahl viel Erfolg!
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