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Im April sind die Atomtransporte in die WAA La Hague und Sellafield wieder aufgenommen worden, insgesamt demonstrierten mehrere tausend Menschen entlang der Transportstrecken. Die süddeutschen AKWs haben damit jetzt genug Platz zum ungestörten Weiterproduzieren von Atommüll.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die "Einweihung" des Atommüllagers Greifswald-Lubmin. Mehr Infos über den Widerstand gegen den Transport (voraussichtlich 08./09. Mai) aus dem AKW Rheinsberg in Brandenburg beim
Anti-Atom-Plenum Berlin

Nach dem Castor ist vor dem Castor

Gegen die Wiederaufnahme der Atommülltransporte nach Frankreich!
Foto (c) B'90/Die Grünen KV Borken

Aufruf der südwestdeutschen Anti-Atom- Initiativen zu dem anstehenden Atommüll-Transport in die WAA La Hague http://www.hessenbaden.de
http://www.i-st.net/~buendnis/waa01/waa01.html


Nächster CASTOR 10.4.! +++  3 Transporte nach La Hague

RotGrün hat jetzt nach dreijähriger Pause den ersten CASTOR-Transport nach Gorleben durchprügeln lassen. Doch damit nicht genug, der Gorleben- CASTOR soll nur der Türöffner für eine Lawine von Atommülltransporten in die Wiederaufarbeitungsan-lagen La Hague und Sellafield sein. Bereits für Dienstag, den 10. April, ist die Wiederaufnahme der WAA-Transporte von Philippsburg, Biblis und Grafenrheinfeld geplant. Der Konsens wackelt, kippen wir ihn endgültig! Der breite Widerstand gegen den Gorleben-CASTOR hat gezeigt, daß das rotgrüne Projekt "Stillegung der Anti-AKW-Bewegung" gescheitert ist. Von der Grenze bis ins Wendland haben viele tausend Menschen gezeigt, daß sie nicht bereit sind, den Weiterbetrieb der Atomanlagen zu akzeptieren! Zeigen wir, daß dies auch an den AKW-Standorten der Fall ist!

Während der letzten drei Jahre haben sich in den Abklingbecken der AKWs ungeheure Mengen an Atommüll aufgestaut. Die verbrauchten Brennelemente können nicht mehr entladen werden. Biblis B und Neckarwestheim konnten ihre letzten Revisionen schon nicht mehr routinemäßig durchführen. Ohne Transporte stände im Laufe dieses Jahres die Abschaltung an.

Der CASTOR nach Gorleben soll als Türöffner dienen, um die Weigerung der französischen Regierung aus dem Weg zu räumen, weiteren Atommüll aus Deutschland anzunehmen. Hier wird die Heuchelei in den Propagandasprüchen offensichtlich, wir dürften uns nicht gegen den Castor nach Gorleben wehren, da dies unserer nationalen Verantwortung der Müllrücknahme widerspreche. Nach den offiziellen Planungen soll sich Ende des Jahres mehr deutscher Atommüll in Frankreich befinden als jetzt.

Also statt nationaler Verantwortung: internationale Solidarität! Werden wir unserer Verantwortung gegenüber den Menschen um die WAAs gerecht. Sorgen wir dafür, daß die Atomindustrie nicht noch mehr Nuklearmüll dorthin verschiebt, verhindern wir jetzt die WAA-Transporte. Denn die Betreiber würden am liebsten zur Normalität von der Zeit vor dem Transportestopp zurückkehren und mindestens jede Woche einen Transport rollen lassen, um ihre überquellenden Abklingbecken zu lehren.

Das können und müssen wir verhindern. Der Widerstand in Ahaus und Gorleben hat die Zahl der tatsächlich durchgeführten gegenüber den geplanten Transporte drastisch reduziert. Das kann uns auch bei den Transporten in die WAA gelingen, indem wir die Kosten so in die Höhe treiben, daß es nicht mehr möglich sein wird, diese Transporte in beliebiger Zahl durchzuführen. Es liegt an uns zu verhindern, daß mit dem Transport nach Gorleben die Verstopfung der AKWs beendet wird.

Deshalb: Kommt nach Philippsburg und stellt Euch quer - genauso wie bei dem CASTOR nach Gorleben. Zeigen wir, daß die erstrebte Normalität wöchentlicher WAA-Transporte und des schier endlosen Weiterbetriebs der AKWs auf unseren entschiedenen Widerstand treffen wird!

Außerdem: es scheint so zu sein, daß Frankreich nur einer begrenzten Zahl von WAA-Transporten zugestimmt hat. Wichtig ist für die französische Regierung, daß auch der zweite Gorleben-CASTOR im Herbst rollt! D.h. je mehr Druck wir jetzt bei den WAA-Transporten machen, desto schwieriger wird die Durchführung des zweiten CASTORs in diesem Jahr und desto wahrscheinlicher, daß Frankreich die WAA-Transporte wieder stoppt.

Die südwestdeutschen Anti-AKW-Gruppen setzen bei diesem Drei-Standorte- Transport den Schwerpunkt ihrer öffentlichen Mobilisierung auf das AKW Philippsburg und rufen auf, dort massenhaft präsent zu sein. Aber die Strecken quer durch Deutschland sind lang... Alle drei Transporte sollen in Wörth bei Karlsruhe zusammengekoppelt werden und als ein Zug in Lauterbourg die Grenze nach Frankreich überqueren. Unser Streckenkonzept: Nach den Aktionen in Philippsburg gehen wir zur Strecke Wörth - Lauterbourg und zeigen ein weiteres Mal, daß wir die Wiederaufnahme der WAA-Transporte nicht akzeptieren.


Auftaktdemo So, 8. April 14.00, Philippsburg Marktplatz
Voraussichtlicher Start des Castor-Transportes Di, 10. April, 04 Uhr

>Infotelefon: 0175/7112894
>EA: 0721/3545741
http://home.t-online.de/home/anti-atom
http://www.sortirdunucleaire.org
http://neckarwestheim.antiatom.de

Alarmliste: Tel.: 0175/7112894 - per email: anti-atom@t-online.de

Zentrale Treffpunkte: Bhf. Philippsburg (Info-Bus) - Bahnübergang Landstraße L 555/AKW-Gleis

Arbeitskreis gegen das AKW Philippsburg
Infotel: 0721/9663977
email: anti-atom@t-online.de
Postadresse: c/o M. Mauser, Ludwig-Wilhelm-Str. 19, 76131 Karlsruhe

Widerstand kostet Geld, also spendet: Koordinationskreis Ph.-burg, VoBa Karlsruhe, Kto-Nr.: 6633370, BLZ 66 19 0000

>> Castor stoppen, Atomanlagen stillegen - SOFORT!

Aktionsbuendnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
anti-akw.neckarwestheim@s.netic.de
Info-tel 07141 / 903363 * fax / 923991
http://neckarwestheim.antiatom.de

Mit Wut und Witz gegen jeden Castortransport!

dpa-Agenturmeldung, 04. April 2001

Neue Atommülltransporte in Deutschland

Salzgitter/Philippsburg (dpa) - Mit Hochdruck werden in Deutschland neue Atommülltransporte aus und nach Frankreich vorbereitet. Die deutsche Atomindustrie will noch in diesem Jahr einen zweiten Castor-Transport nach Gorleben schicken. In Süddeutschland rüsten sich nach dpa-Informationen unterdessen Polizei, Betreiber und Atomkraftgegner für den kommenden Dienstag.

Geplant ist der seit 1998 erste Atommülltransport aus einem deutschen Atomkraftwerk zur Wiederaufarbeitung. Aus dem badischen Philippsburg sollen drei Atommüllbehälter in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague rollen.

Atomkraftgegner planen von Sonntag an massiven Protest und Widerstand gegen diesen Transport. Auftakt ist eine Demonstration in Philippsburg am Sonntagnachmittag. Der Sprecher des Aktionskreises gegen das Atomkraftwerk Philippsburg, Matthias Mauser, erwartet zwischen 300 und 500 Teilnehmer. Auch die bundesweite Anti-Atom- Kampagne «X-tausendmal quer» hat Aktionen geplant. Die Polizei kündigte für Freitag Informationen zur Einsatztaktik an.

Nur eine Woche nach dem von heftigen Auseinandersetzungen mit Atomkraftgegnern begleiteten jüngsten Castor-Transport hat die Atomindustrie beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter für die zweite Jahreshälfte erneut eine Transportgenehmigung beantragt. Wie in der vergangenen Woche sollen wiederum sechs Castor- Behälter mit hochradioaktiven Glaskokillen aus La Hague nach Gorleben gebracht werden.

Eine Entscheidung über den Antrag ist nach Angaben des Bundesamtes voraussichtlich in einigen Monaten zu erwarten. BfS- Präsident Wolfram König teilte mit, dass Fragen der Kontaminationssicherheit und die übrigen gesetzlichen Genehmigungsvoraussetzungen geprüft würden. Eine Genehmigung könne erst erteilt werden, nachdem eine Stellungnahme des niedersächsischen Innenministeriums vorliege und geprüft sei. Innenminister Heiner Bartling (SPD) hat mehrfach betont, dass er einen zweiten Castor-Transport in diesem Jahr ablehnt, weil dieser die Polizei in Niedersachsen überfordern würde.

In Philippsburg stehen fertig gepackt ein Behälter vom Typ TN 13 mit 12 abgebrannten Brennelementen sowie zwei TN 17 mit je 17 Brennelementen. Im Gegensatz zu Castoren haben die TN-Behälter eine stachelige Oberfläche, um die Wärme abzuführen. Der Betreiber des Meilers, die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW/ Karlsruhe), hält sich auf Wunsch der Polizei aus Sicherheitsgründen bisher bedeckt mit Auskünften über einen Transport.

Das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim rechnet mit einem weiteren Transport aus Baden-Württemberg am 23. oder 24. April. Dann sollen nach Informationen des Bündnisses drei Behälter aus Neckarwestheim ins britische Sellafield geschickt werden.


Mi, 05.09.01 Frankfurter Rundschau
Bundesregierung verabschiedet Atomnovelle

Mo, 06.08.01 Reuters-Agenturmeldung
Umweltverbände und Industrie lehnen Atomnovelle ab

Mi, 02.08.01 Pressemitteilung Aktionsbündnis Castor-Widerstand
Vielfältiger Widerstand begleitet den Atommülltransport in Frankreich

Mi, 02.08.01 Süddeutsche Zeitung
Atommüll Castor-Zug erreicht erstes Ziel

Di, 05.06.01 Verlagsprojekt Tolstefanz
Fragen und Antworten zum AtomNonsens

Mi, 16.05.01 Potsdamer Neuste Nachrichten
Abschied von der Kernkraft ist nicht endgültig

Mo, 14.05.01 Kommentar, Hartwig Berger, MdA Berlin, Bündnis '90/Die Grünen
Wie "demokratisch" ist der Atomkonsens?

Mo, 14.05.01 Reuters-Agenturmeldung und andere
Atommülltransport von mehreren Blockaden unterbrochen

Do, 26.04.01 Die Tageszeitung
"Jedes zweite Atomkraftwerk macht Verlust"

Do, 26.04.01 Frankfurter Rundschau
Der GAU lässt grüßen

Mi, 25.04.01 Badische Zeitung
Sellafield setzt auf die Deutschen

Mi, 25.04.01 Berliner Zeitung
Transporte widersprechen dem Atomkonsens

Mi, 11.04.01 Frankfurter Rundschau
Kommentar: Kreislaufmüll

So, 08.04.01 Aktionsbündnis Castor-Widerstand
Aufruf: Nach dem Castor ist vor dem Castor

Mo, 02.04.01 Frankfurter Allgemeine Zeitung
Operativer Erfolg, strategische Niederlage

Fr, 30.03.01 Der Spiegel online
Antritt gegen das Stromkartell

Do, 29.03.01 Le Monde
Un guepier pour les relations franco-allemandes - Ein Wespennest für die dt.-frz. Beziehungen

Do, 29.03.01 redaktion@uwg-ahaus.de
Rückblick Tag X im Wendland '01


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