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02. |
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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, 19. März 2002 Protestaktion am Tschernobyl-Jahrestag in Gronau26.April 1986: Super-GAU in Tschernobyl - Millionen Menschen werden verseucht und leiden bis heute an den Folgen. Mit einer gemeinsamen Protestaktion in der Gronauer Innenstadt erinnern die Bürgerinitiativen aus dem Münsterland an die Atom-Katastrophe von Tschernobyl. Der Ort Gronau wurde ganz bewußt gewählt. In Gronau steht die einzige Urananreicherungsanlage in Deutschland. Das Festhalten der Bundesregierung am Ausbau dieser Atomanlage widerlegt das "Gerede" vom Atomausstieg. Das neue Atomgesetz ist nur eine Mogelpackung. Es erlaubt den Atombetreibern mit staatlicher Rückendeckung in den nächsten 3 Jahrzehnten den ungestörten Weiterbetrieb und potenziert damit die Gefahr einer weiteren Atomkatastrophe mitten in Europa. Gleichzeitig wird der Atommüll verdoppelt und den kommenden Generationen ein gigantisches Umweltproblem hinterlassen. Am Beginn der Atomspirale steht der Uranabbau und über die Zwischenstationen wie der UAA in Gronau oder der Brennlementefabrik in Lingen gelangt der notwendige "Lebenssaft" in die Atomkraftwerke. ![]() Ein weiterer Grund für unseren Protest ist die Tatsache, dass aus dem abgereicherten Uran, also dem Abfall der Atomindustrie, sog. DU-Munition (depleted uranium) hergestellt wird. Diese wurde schon zu Kriegszeiten im Irak und im Kosovo eingesetzt und wie jetzt aktuell bekannt wurde auch in Afghanistan. Neu entwickelte schwere Lenkwaffen (sog. Bunker-Buster GBU-28) werden von der US-Luftwaffe in den afghanischen Bergregionen eingesetzt. Munition mit einem Mantel aus abgereichertem Uran durchdringt in wenigen Sekunden dutzende Meter Beton und Felsgestein, es explodiert in einer vorprogrammierte Tiefe oder im Freien. Was immer sich dort befindet, wird innerhalb weniger Sekunden zu feinem schwarzem Staub. Das Uran verwandelt sich in Uranoxidpulver. Der fortdauerne Krieg in Afghanistan eröffnet den Rüstungsherstellern damit auch ideale Testmöglichkeiten für DU-Waffen, die in künftigen Kriegen immer wichtiger werden. Nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" und des UN-Umweltprogramm (Unep) besteht die große Gefahr einer gesundheitlichen und ökologischen Katastrophe! Wir Bürgerinitiativen fordern von der Rot-Grünen Bundesregierung die sofortigen Anweisungen zur Stilllegung der Uranfabriken in Gronau und Lingen und das Verbot aller Urantransporte!Wer ein zweites Tschernobyl verhindern will, muß sich den Ausbauplänenan der UAA in Gronau widersetzen.Kommt alle und mobilisiert für die Protestaktion in Gronau. Bringt Transparente, weiße Schutzanzüge, Gasmasken, Trommeln, Trillerpfeifen und was Euch sonst noch so einfällt mit. Treffpunkt ist am Freitag, den 26.April um 18.00 Uhr in der Gronauer Innenstadt, parallel zum internationalen Jazzfest in Gronau! http://www.aktionsbuendnis-muensterland.de
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