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Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castorvon Stefan GrothuesAhaus. Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird voraussichtlich mit einer Verwaltungsklage gegen die umstrittenen Castortransporte aus Sachsen ins Atom-Zwischenlager Ahaus vorgehen. Eine entsprechende Entscheidung des Kabinetts wird nach gestrigen Aussagen von Ministerpräsident Peer Steinbrück für heute erwartet.Steinbrück warf Bundesumweltminister Jürgen Trittin erneut vor, seinen Ermessensspielraum bei der Genehmigung der insgesamt 18 Transporte auf der Straße nicht genutzt zu haben. Das Trittin unterstehende Bundesamt für Strahlenschutz hätte durchaus auf einen Transport des Amtommülls auf der Schiene nach Ahaus bestehen können, meinte Steinbrück. Felix Ruwe, Sprecher der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" forderte die Politiker auf, sich nicht aus Kostengründen, sondern aus Sicherheitserwägungen gegen den Castortransport zu wehren. Ruwe: "Ministerpräsident Steinbrück weist darauf hin, dass die Halle in Rossendorf die gleiche Qualität wie die in Ahaus habe. Und das Bundesamt für Strahlenschutz betont immer, dass die Castoren nicht in Rossendorf bleiben können, weil die Sicherheit der Halle in Rossendorf gegen Flugzeugabstürze nicht geprüft worden sei. Im Umkehrschluss heißt das, dass auch die Sicherheit der Ahauser Halle in Frage zu stellen ist." Für die Ahauser, so Ruwe weiter, müsse aber der gleiche Sicherheitsstandard gelten wie für die Menschen in Rossendorf.
Flath: Es gibt viele Straßen nach AhausDresden (ddp-lsc). Umweltminister Steffen Flath (CDU) hat die geplanten Castor-Transporte von Rossendorf ins westfälische Ahaus gegen Kritik der PDS-Opposition verteidigt. "Was kann ein vernüftiger Mensch dagegen haben, dass wir den Forschungsreaktor in Rossendorf zurückbauen", fragte Flath am Freitag im Landtag. Er nannte es zugleich unumgänglich, dass der Transport von 18 Castoren auf 18 Lkws vonstatten gehen müsse.Hohe Sicherungskosten entstünden allerdings nur, wenn Demonstranten nicht nur demonstrierten, sondern den Versuch unternähmen, den Transport zu unterbinden, betonte Flath. Der PDS warf er vor, sich an der Organisation des Widerstands gegen den Transport zu beteiligen und damit dafür sorgen zu wollen, dass die Überführung nicht sicher werde. Aber es gebe viele Straßen, die nach Ahaus führen. PDS-Fraktionsgeschäftsführer André Hahn nannte es indes nicht nachvollziehbar, warum die Castoren nicht noch weitere 10 bis 15 Jahre in Rossendorf lagern könnten. Der Transport gefährde ohne Not Menschen und Umwelt und sei politisch und finanziell "absolut unverantwortlich". Die CDU-Abgeordnete Uta Windisch warf Hahn daraufhin vor, mit den Sorgen der Menschen Schindluder zu betreiben. Die SPD-Fraktion stellte sich ebenfalls vor den Transport. Ihre Umweltexpertin Simone Raatz sagte, ihr wäre ein Bahntransport lieber gewesen, aber das Bundesamt für Strahlenschutz habe bestätigt, dass der Transport über die Straße offenbar die sicherste und kostengünstigste Variante sei. Der PDS hielt sie vor, mit dem Thema Wahlkampf betreiben zu wollen. Der Freistaat rechnet für Anfang Juni mit dem Beginn der vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigten Straßentransporte. Insgesamt sollen 18 Castor-Behälter mit 951 Brennstäben ins Münsterland rollen. Die rotgrüne Landesregierung Nordrhein-Westfalens will dagegen allerdings juristisch vorgehen. O-Ton des sächsischen Umweltministers, Stefan Fladt in der Münsterschen Zeitung bereits in der letzten Woche: "Eine Regierung hat die Aufgabe die Bevölkerung aufzuklären und zu beruhigen."
Mehr Castor-Transporte wegen fehlender StoßdämpferDüsseldorf (ddp-nrw). Wegen fehlender Stoßdämpfer muss alter DDR-Atommüll in 18 Einzeltransporten von Sachsen in das NRW-Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Grund für diese hohe Zahl der Einzeltransporte ist, dass die Firma Nuclear Cargo + Service (NCS) nur einen Satz der für Castor-Transporte vorgeschriebenen Schockabsorber zur Verfügung hat, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag vorab berichtet.Für die grüne NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn ist es "ein Unding", dass wegen dieser fehlenden Stoßdämpfer, Wert pro Satz 90 000 Euro, allein ihrem Land 50 Millionen Euro Transport- und Sicherungskosten entstehen sollen. Zudem werde es wohl gegen jeden Transport große Demonstrationen geben. NCS will die fehlenden Stoßdämpfer, mit denen sich die Zahl der Transporte reduzieren ließe, nicht kaufen, weil die Firma fürchtet, dass die Beschaffung länger dauern könnte, als ihre Transportgenehmigung gültig ist, berichtet der "Spiegel" weiter. NRW versucht, den Transport juristisch zu verhindern, da laut Paragraf 4 des Atomgesetzes ein "überwiegendes öffentliches Interesse" dagegen bestehe. Für den letzten Castor-Transport nach Ahaus 1998 waren 16 000 Polizisten tagelang im Einsatz.
Portionierter AtommüllSachsen will Zahl der Castor-Transporte nach Ahaus halbieren und Fahrten nach Nordrhein-Westfalen begleitenDresden/Düsseldorf (ddp). Im Länderstreit um die Castor-Transporte von Rossendorf nach Ahaus legt Sachsen den Nordrhein-Westfalen ein Kompromissangebot vor. So will der Freistaat die Transporte von 951 Brennstäben aus einem ehemaligen Forschungsreaktor auf dem Straßenweg ins münsterländische Zwischenlager mit eigenen Polizeibeamten begleiten und die Zahl der Fahrten halbieren. So sollen jetzt noch neun Transporte losgeschickt werden, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Thomas Uslaub, am Donnerstag in Dresden. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen wies beide Angebote zurück.Sachsen hatte bisher 18 Einzelfahrten vorgesehen. Als Grund führte die Landesregierung bislang einen speziellen, 90 000 Euro teuren Stoßdämpfer an, der für den Transport auf der Straße notwendig ist. Hiervon gebe es nur zwei in Europa, betonte Uslaub. Die Regierung bemühe sich jetzt um die zusätzliche Technik. Nordrhein-Westfalen und einige Transitländer hatten auf eine Bündelung der Fahrten gedrängt. Das zweite Angebot des Freistaates sieht vor, die Transporte von sächsischen Polizisten begleiten zu lassen. Die anderen Länder wären somit noch für die Sicherung der Strecke zuständig, sagte Uslaub. Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD) wertete den Vorschlag als unseriös. Damit sei das Problem «in keiner Weise» gelöst. Eine Begleitung des Transports durch die sächsische Polizei mache allenfalls zehn Prozent des gesamten Einsatzes aus. Sachsen schätze den Aufwand für die Castor-Transporte «völlig falsch» ein. Der Vorschlag ändere zudem nichts am polizeilichen Einsatz in Ahaus, wo der größte Protest zu erwarten sei. Ende März hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) grünes Licht für die Straßentransporte gegeben. NRW kündigte daraufhin Klage gegen den Beschluss an. Sachsen rechnet für Juni mit dem Beginn der Transporte. (Quellen: Uslaub auf ddp-Anfrage; Behrens in einer Mitteilung)
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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