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Die Tageszeitung, 28. April 2005
Anti-Atom spaltet die Bewegungvon Andreas WyputtaNordrhein-Westfalens Anti-Atom-Initiativen wenden sich frustriert von den Grünen ab - und rufen zum Boykott der Landtagswahlen auf: "Der rot-grüne Ausstieg gleicht schwarz-gelber Atompolitik"
Die Atomkraftgegner kritisieren vor allem den Ausbau der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau, den im Sand verlaufenen Protest des rot-grünen Kabinetts gegen die Castortransporte nach Ahaus und die immer noch laufende Kernenergie-Versuche im Forschungszentrum Jülich. "Der rot-grüne Atomausstieg gleicht der schwarz-gelben Atompolitik", so Matthias Eickhoff, Sprecher der Initiative Widerstand gegen Atomanlagen aus Münster. Für einen glaubhaften Ausstieg aus der Atomkraft stehe keine der zur Wahl angetretenen Parteien. Das Ende der Kernenergie könne "nicht in der Wahlkabine, sondern nur auf der Straße" erreicht werden, sagt Eickhoff. Am Wahltag sollten Atomkraftgegner besser an den Protesten rund um das Brennstoffzwischenlager (BZA) Ahaus, dem Sonntagsspaziergang, teilnehmen. Schon die häufig durch Nordrhein-Westfalen rollenden Castortransporte aus deutschen Atomkraftwerken in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague zeigten, dass die Grünen in Bund und Land nicht energisch genug an einem Ausstieg arbeiteten, findet auch Wolfgang Porrmann von der Waltroper Gruppe Menschen gegen Atomanlagen - erst gestern rollte wieder ein Transport mit letzten Brennstäben aus dem Atomkraftwerk Stade mitten durch Münster, das nördliche Ruhrgebiet und dann weiter durch Köln und Bonn. Porrmann findet das "geschmacklos": In Stade gestartet war der Transport ausgerechnet am 19. Jahrestag der Reaktorkatastrophe im heute ukrainischen Tschernobyl. Auch das Anti-Atom-Forum Ostwestfalen unterstützt deshalb den Protestaufruf: "Wer die Landtagswahlen gewinnt, ist doch ziemlich schnuppe" - auch Sprecherin Anja Gärtner setzt nicht mehr auf die Grünen.
Auch er kritisiere die drohenden Castor-Transporte aus Forschungsreaktoren ins BZA Ahaus wie den Ausbau der Gronauer UAA - Nordrhein-Westfalens sozialdemokratischer Energieminister Axel Horstmann hatte im Februar den Ausbau der Anlage genehmigt. Statt 1.800 sollen dort künftig 4.500 Tonnen spaltbares Material aufbereitet werden, die Kapazität der UAA reicht dann für den Betrieb von 36 großen Atomkraftwerken. "Leider konnten wir uns gegen die SPD nicht durchsetzen", sagt Sagel dazu. Vor Ort reagieren die Grünen dagegen gespalten. Während sich der Ortsverband Gronau aus Protest gegen die UAA-Erweiterung in der vergangenen Woche auflöste, verweist Claudia Scholz, Sprecherin von Sagels Kreisverbands Münster, auf die Koalitionsraison und "laufende Verträge". Zwar habe sie "grundsätzlich Verständnis" für die Kritik, doch sei die Anti-Atompolitik im Parteienspektrum "ohne Alternative". Den Initiativen reicht das nicht: "Wer sechseinhalbjahre in der Bundes- und zehn Jahre in der Landesregierung sitzt", sagt Atomkraftgegner Eickhoff, "der trägt Verantwortung".
Kommentar: Atomausstieg - Letzte Hoffnung Oppositionvon Andreas WyputtaVor Ort protestieren, in der Landesregierung zähneknirschend zustimmen: Die grüne Anti-Atompolitik geht immer weniger auf. Der Protest der Basis gegen die grüne Strategie, die sich an der ach so bösen SPD immer wieder die Zähne ausbeißt, wird lauter. Bisher letzter Akt: Der Aufruf zum Wahlboykott durch die Anti-Atom-Initiativen. Der ist zumindest aus Sicht der Atomkraftgegner nur konsequent. Zwar läuft in Nordrhein-Westfalen kein Atomkraftwerk mehr. Doch nach zehn Jahren grüner Regierungsbeteiligung stockt der Ausstieg. Völlig unnötig wird hochgiftiger Atommüll aus Forschungsreaktoren nach Ahaus gekarrt - auf Bundesebene drückt sich die Partei schlicht um die Endlagerfrage. Ebenso enttäuschend der Streit um den Ausbau der Urananreicherungsanlage Ahaus: Dass der SPD 150 Arbeitsplätze wichtiger sind als der Koalitionspartner, spricht Bände über den Düsseldorfer Einfluss der Grünen. Nicht umsonst scheint die Landesregierung ihren Protest gegen die Castor-Transporte leise beerdigt zu haben. Die Atomkraftgegner setzen jetzt auf die Regeneration ihrer einstigen Partei - in der Opposition.
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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