| Ahaus | Alstätte | Graes | Ottenstein | Wessum | Wüllen | ||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
|
||||||||||||||||
![]()
|
>april
00. |
|||||||||||||||||
Westfälische Nachrichten - Gronauer Nachrichten, 17. April '00 Augenmerk auf Beginn der Spirale richtenDemonstration vor der UAA - Anti-Atomkraft-Bewegung verlagert ProtesteGronau. - mb.- Offiziell angemeldet war sie nicht, die Demonstration am Samstagnachmittag; doch Polizei, Bundesgrenzschutz und nicht zuletzt die Urenco selber wussten schon seit einiger Zeit, dass es Aktionen vor dem Tor der Urananreicherungsanlage geben würde. Im Internet und auf Plakaten, die in den vergangenen Tagen in Gronau und Umgebung geklebt worden waren, war zu der Demo aufgerufen worden. Am Samstagmittag hatte in Münster die "Zweite bundesweite Urankonferenz" der Atomkraftgegner getagt. "Wir wollen eine Kampagne gegen die Uranwirtschaft aufbauen", so Sprecher Hoffmeister gegenüber den WN. Analog zu den Aktionen gegen Castortransporte sollen künftig auch Urantransporte behindert werden. Mit den Aktionen soll das Augenmerk stärker als bisher auf den Beginn der Brennstoffspirale gelenkt werden. Die Anti-Atom-Bewegung reagiert damit auf die Entwicklung, dass es künftig weniger Castortransporte gibt, weil abgebrannte Kernbrennstoffe an den Atomkrafterken zwischengelagert werden. Kritik geht in die Richtung der Bundesregierung. "Rot-grüner Etikettenschwindel" sei es, wenn der Atomaussteig proklamiert werde, gleichzeitig durch die Urananreicherung in Gronau aber der Export von angereichertem Uran weitergehe. Den Worten lassen die Konferenz-Teilnhemer anschließend in Gronau Taten folgen. Rund 70 Demonstranten ziehen mit Transparenten über die Max-Planck-Straße in Richtung UAA. Bis zum Tor kommen sie aber nicht: Über 80 Einsatzkräfte der Polizei - aus dem Kreis Borken, Münster und Gelscenkirchen - stellen sich ihnen in den Weg. Die Demonstranten weichen auf die Straße zurück. "Wir haben mit einem derartigen Aufgebot gerechnet", kommentiert Hoffmeister. "Aber es ist ja auch gut, wenn die Polizei uns ernst nimmt." Im Internet war auch zur Aktion "Maschendrahtzaun" und zu Beschädigungen von Gleisen aufgerufen worden. "Unser Grundsatz ist Gewaltfreiheit", betont der Sprecher. Das schließe aber symbolische Blockadeaktionen auf der Straße und - wenn die Uranhexafluoridtransporte auf die Schiene verlagert werden - auch von Gleisen nicht aus. Unter den Augen der Polizei pinseln die Demonstranten ihre Forderungen nach dem Atomausstieg auf die Straße. Bevor die Farbe verblasst ist, wollen die Demonstranten wiederkommen. Die "Urankonferenzen" sollen künftig alle sechs Wochen stattfinden. Exkursionen Richtung UAA nicht ausgeschlossen.
|
||||||||||||||||||
| update |
|
|||||||||||||||||