| Ahaus | Alstätte | Graes | Ottenstein | Wessum | Wüllen | ||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
|
||||||||||||||||
![]()
|
>august
01. |
|||||||||||||||||
Münsterland Zeitung, 10. August '01 Biblis drängt auf Castor-TransportSechs beladene Behälter stehen bereit - Bürgerinitiative kündigt Widerstand anAhaus. Heftige Kritik an den Plänen für einen neuen Castor-Transport nach Ahaus hat die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" geübt. Einer Mitteilung des hessischen Umweltministeriums zufolge stehen auf dem Gelände des Atomkraftwerks Biblis sechs mit Brennelementen beladene Castor-Behälter bereit zum Abtransport nach Ahaus. Hessens Umweltminister Dietzel drängt auf einen Transport bis spätestens zum 25. Januar 2002. "Über ein Jahr lang haben die Betreiber von Biblis vergeblich versucht, Castor-Behälter vorschriftsgemäß zu beladen und die erforderliche Dichtheit zu erreichen. Kaum ist ihnen dies jetzt auf Grund eines neuen Verfahrens (Verwendung von Silber- statt Aluminiumdichtungen) einigermaßen gelungen, soll die sinnlose Verschieberei von Atommüll wieder losgehen. Das werden wir nicht hinnehmen", so der Sprecher der Bürgerinitiative, Hartmut Liebermann. Auf Unmut stößt auch der Umstand, dass der hessische Umweltminister exakt an dem Tag einen neuen Transport angekündigt hat, an dem es nach Angaben der BI erneuten Störfall bei der Beladung eines Transportbehälters in Biblis gegeben habe: "Ein Brennelement ist am 6. August bei der Handhabung abgestürzt und beschädigt worden. Dies zeigt, wie wenig selbst vermeintlich einfache Vorgänge bei Beladung und Transport von Castor-Behältern beherrscht werden. Nun versucht das hessische Umweltministerium offenbar, die ungelösten Probleme von Biblis durch einen Transport nach Ahaus auf uns abzuwälzen", ergänzt BI-Vorsitzender Burkhard Helling. Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" hat jetzt in einem Schreiben die nordrhein-westfälische Landesregierung aufgefordert, klar Stellung zu beziehen und sich den Plänen aus Hessen zu widersetzen. Die BI kündigt ihrerseits breiten Widerstand vor Ort gegen einen erneuten Castor-Transport nach Ahaus an. Dazu will sie mit anderen Organisationen und Interessengruppen in Ahaus und Umgebung, insbesondere auch mit dem Aktionsbündnis der Bürgerinitiativen im Münsterland, zusmmenarbeiten.
|
||||||||||||||||||
| update |
|
|||||||||||||||||