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01. |
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ap-Agenturmeldung,
05. Dezember 2001Protestaktion gegen Atomtransport nach La HagueKöln (AP) Umweltaktivisten haben den Atommülltransport in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague am Mittwoch kurzzeitig aufgehalten. Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Hamburg mitteilte, besetzten die Atomkraftgegner eine Bahnlinie bei Köln und zwangen so den Zug für rund 50 Minuten zum Anhalten. Das Bahnpolizeiamt Köln bestätigte die Aktion, die gegen 11.00 Uhr stattfand, wollte jedoch keine weiteren Einzelheiten nennen. Der zwölfte Atomtransport dieses Jahres war am frühen Morgen in den norddeutschen Kernkraftwerken Stade und Brunsbüttel gestartet. Der Zug, der um die Mittagszeit Rheinland-Pfalz erreichte, sollte in Koblenz mit Transportbehältern aus dem Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich zusammen gekoppelt werden. Anschließend soll der Atomzug ins pfälzische Wörth rollen, wo ein weiterer Waggon mit Atommüll aus dem badischen Atomkraftwerk Philippsburg angehängt wird. Das Bündnis der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen hat für den späten Nachmittag zu Protesten am Wörther Bahnhof aufgerufen. Am Abend soll der Atomzug über den nahe gelegenen Grenzübergang Lauterburg nach Frankreich rollen.
CASTOR-Stopp in WahnDer aus Stade und Brunsbuettel kommende Atommuelltransport wuerde im Koelner Stadtteil Wahn ueber eine halbe Stunde durch DemonstrantInnen aufgehalten. Die als NikolaeusInnen verkleideten AktivistInnen besetzten mit einem "STOPPT DEN CASTOR (IN) WAHN"-Transparent die Gleise. Der aus Stade und Brunsbuettel kommende Atommuelltransport wuerde im Koelner Stadtteil Wahn ueber eine halbe Stunde durch DemonstrantInnen aufgehalten. Die als NikolaeusInnen verkleideten AktivistInnen besetzten mit einem "STOPPT DEN CASTOR (IN) WAHN"-Transparent die Gleise. Besonders um auf die Gefahr aufmerksam zu machen, die von den Transporten ausgeht, hatten die AtomkraftgegnerInnen ihre Aktion in den Ballungsraum Koeln verlegt. Kritisiert wurde von den AktivistInnen ausserdem, dass der Transport trotz der vielen Baustellen auf der Strecke in sehr hohem Tempo durch Koeln rast. Um ihre eigene Sicherheit und die des Transportes zu gewaehrleisten, war die polizei im Vorfeld ueber eine Blockarde unterrichtet worden, ausserdemgab es Notsignale um dem Zugfuehrer nochmals zu warnen. Nachdem ein Gueterzug, der vor dem Atommuelltransport gefahren war, aus den BlockiererInnen unerfindlichen Gruenden gebremst hatte, spazierten die NikolaeusInnen zum Ende des Gueterzuges, um sich dort auf den Gleisen zu postieren. Nach ein paar Minuten waren dann ganze zwei (!) BGS-BeamtInnen zur Stelle, die mit netten Bitten und Verstaendnisaeusserungen die Aktion betreffend versuchten, die DemonstrantInnen zum Verlassen der Gleisen zu bewegen. Das Versprechen, dass nach dem freiwilligen Verlassen der Gleise den Beteiligten die Personalien NICHT aufgenommen wuerden, wurde (natuerlich) nicht eingehalten, sondern die Beteiligten durch herangezogene Einsatzkraefte gezwungen, sich identifizieren zu lassen. Trotz dieses Aergernisses erkaerten sich die AtomkraftgegnerInnen mit ihrer spontanen Aktion sehr zufrieden und betonten auch, dass die BeamtInnen sich erfreulicher Weise sehr friedlich verhalten haetten. Ob dieses im Zusammenhang mit der Anwesenheit eines WDR-Filmteam stand, ist allerdings unklar. Als letzes wuenschten alle Beteiligten den BlockirerInnen im weiteren Verlauf der Strecke viel Erfolg. Erfreut waren sie besonders, als sie die Nachrichtr erreichte, dass der Atommuellzug erst ca 1 1/2 Stunden spaeter als geplant den Koblenzer Hbf durchqueren konnte. In Koblenz Luetzel waren die Behaelter aus Stade und Brunsbuettel mit zwei Behaeltern aus dem ausrangierten Schrottreaktor Muelheim-Kaerlich zusammen gekoppelt worden. Nach Koblenz ueberquerte der Transport erneut den Rhein, um dann rechtsrheinisch nach Woerth weiter zu fahren. In Woerth wird ein Behaelter aus dem AKW Philippsburg an den Transport angeschlossen. Ziel des Transportes ist die franszoesische WAA La Hague.
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