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01. |
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Pressemitteilung
Arbeitskreis Umwelt Gronau/Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Bonn, 24. Januar
2001BBU und AKU Gronau: Jetzt auch den Widerstand gegen Urantransporte verstärkenKundgebung und 175.Sonntagsspaziergang am 04. Februar an der Gronauer UrananreicherungsanlageDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. und seine Mitgliedsorganisation "Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau" haben jetzt auch zum verstärkten Widerstand gegen Urantransporte, sowohl im Münsterland, als auch im gesamten Bundesgebiet, aufgerufen. Der BBU und der AKU Gronau vertreten die Auffassung, daß die rund 500 Urantransporte mit LKW, die jährlich im Zusammenhang mit dem Betrieb der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau (20 km nördlich von Ahaus gelegen) erfolgen, aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Bevölkerung verboten werden müssen. Weitere Urantransporte erfolgen im Zusammenhang mit dem Brennelementewerk der SIEMENS AG /ANF im emsländischen Lingen. Zur Zeit wird ein Gleisanschluß zwischen der Gronauer Atomfabrik und der nahe liegenden Bahntrasse von Gronau nach Münster gebaut. Zukünftig sollen die hochgefährlichen Urantransporte nicht nur mit LKW, sondern auch direkt mit der Bahn zur UAA, bzw. wieder von ihr weg, transportiert werden. Nach Auffassung von BBU und AKU Gronau wissen viele Städte im hauptsächlich betroffenen Landkreis Steinfurt noch nicht, daß bald die Urantransporte auch durch ihre Bahnhöfe und vorbei an Schulen und Wohngebiete führen werden. Aus Schutzgründen halten der BBU und der Gronauer Arbeitskreis Umwelt Urantransporte generell für nicht verantwortbar. Der Arbeitskreis und sein Bundesverband hoffen, daß es in der nächsten Zeit besonders im Kreis Steinfurt gelingen wird, Protestaktionen gegen die Urantransporte durchzuführen. Erstmalig wurde 1999 ein LKW-Konvoi mit Uran aus Frankreich bei der Einfahrt in die Gronauer Atomfabrik blockiert. Damit die Gefahren der Urantransporte und die der Gronauer Urananreicherungsanlage insgesamt verstärkt zur Kenntnis genommen werden, rufen für den 4.Februar Bürgerinitiativen und Aktions- gruppen zu einer Kundgebung an der UAA auf, Beginn ist um 13.30 Uhr. Neben dem AKU Gronau unterstützen u.a. auch die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" und das "Aktionsbündnis Westmünsterland gegen Atomanlagen" den Kundgebungsaufruf. Ebenfalls am 4.Februar wird der 175.Protest-Sonntagsspaziergang rund um das UAA-Gelände führen. Die Spaziergänge finden seit Ende 1986 an jedem ersten Sonntag im Monat statt. Hinsichtlich eines möglichen Castortransportes nach Ahaus bleiben der Gronauer Arbeitskreis Umwelt und der BBU weiterhin wachsam. Grundsätzlich fordern sie die sofortige Stillegung aller Atomanlagen, damit der bereits vorhandene Atommüllberg nicht weiter anwächst. Den Bau dezentraler Atommüllzwischenlager an den Standorten der Atomkraftwerke hält der AKU Gronau und der BBU für Augenwischerei. Die Lager dienen nicht dem Atomausstieg, sondern dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Deutlich wird dies in Lingen: Hier wird ein Zwischenlager gebaut, ein Betrieb-sende für das Atomkraftwerk ist jedoch nicht in Sicht. Im bevorstehenden Genehmigungsverfahren ab Ende Januar für Zwischenlagerbauten an den Atomkraftwerken Brokdorf, Brunsbüttel und im März / April für RWE AKW Biblis A + B werden daher auch der Gronauer Arbeitskreis und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. Einsprüche erheben. Nähere Informationen über Urantransporte und über die Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) gibt es beim Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau. Informationen zu den Genehmigungsverfahren in Brokdorf und Brunsbüttel gibt beim BBU e.V., Eduard Bernhard, Tel.: 06027 / 8404
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