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AP-Agenturmeldung,
01. Februar 2001Streit über Atomtransporte nach Frankreich beigelegtWiederaufnahme im Frühjahr - Erste Fahrt Ende März/Anfang AprilBerlin/Paris (AP) Erstmals seit drei Jahren wird es im Frühjahr wieder deutsche Atommülltransporte geben. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Premierminister Lionel Jospin legten ihren monatelangen Streit über Fahrten in die Wiederaufbereitung in La Hague bei, wie beide Regierungen am Donnerstag mitteilten. Damit kann nicht nur der für Ende März/Anfang April genehmigte Transport aus Frankreich nach Gorleben stattfinden. Auch in die Gegenrichtung sollen deutsche Atomkraftwerke ihren Müll kurz darauf wieder schicken dürfen. Die Atombetreiber RWE und Energie Baden-Württemberg (EnBW) begrüßten die Einigung. «Wir sind sehr froh, dass die Irritationen jetzt beigelegt sind», sagte EnBW-Sprecher Klaus Wertel. Nun könne der genehmigte Transport vom EnBW-Kraftwerk Philippsburg nach La Hague vorbereitet werden. Einen voraussichtlichen Termin könne er noch nicht nennen. Auch RWE will nach Angaben von Sprecher Manfred Lang in den nächsten Monaten von Biblis nach Frankreich transportieren. Die deutsch-französische Einigung sieht den Angaben zufolge vor, dass nach dem März-Transport in diesem Jahr mindestens noch ein weiterer von La Hague nach Deutschland stattfindet. Auch in den Folgejahren sollen die deutschen Atombetreiber jeweils mindestens zwölf Behälter aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage abholen, wenn möglich künftig in einem Transport statt bisher in zwei. Bereits nach dem ersten Transport nach Gorleben seien «die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Transporte von deutschen Kernkraftwerken nach Frankreich erfüllt», erklärte die Bundesregierung. Die Frage hatte zu deutsch-französischen Verstimmungen geführt, da in La Hague schon seit 1997 sechs zum Transport bereite Behälter stehen. Frankreich hatte die Rücknahme zur Vorbedingung dafür gemacht, weitere Brennelemente aus deutschen Kraftwerken zur Wiederaufarbeitung anzunehmen.
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