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Die Tageszeitung, 20. Februar 2004

Sachsen soll Castoren behalten

Grüne warnen vor hohen Kosten für NRW, Atomkraftgegner kritisieren Trittin scharf

von Andreas Wyputta

Düsseldorf/Ahaus. Die geplanten Castor-Transporte aus dem sächsischen Rossendorf nach Ahaus werden Nordrhein-Westfalens Landeshaushalt mit mindestens 50 Millionen Euro belasten. "Sachsen will die Sicherungskosten für den Transport auf NRW und die Transitländer Thüringen und Hessen abwälzen", kritisiert Rüdiger Sagel, atompolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

Für Sachsens CDU-Umweltminister Steffen Flath dürfte die Atommüll-Entsorgung nach Ahaus tatsächlich ein gutes Geschäft werden: Für Genehmigung und Castor-Stellplatzmiete in Ahaus fallen nur rund sechs Millionen Euro an. Eine Lagerung auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Forschungsreaktors Rossendorf bei Dresden dagegen "würde 20 Mal teurer werden als die Ahauser Lösung", rechnet Flaths Sprecher Dirk Reelfs vor. Sagel fordert deshalb, der Bund müsse eine Lagerung vor Ort finanziell unterstützen - "ähnlich wie bei den Forschungsreaktoren Jülich und Karlsruhe, wo 90 Prozent der Entsorgungskosten getragen werden." Bisher hatte der Bund eine Kostenübernahme mit Hinweis auf die DDR-Vergangenheit des Rossendorfer Reaktors verweigert.

In Ahaus wächst unterdessen die Kritik an Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne): Dessen Planungen seien "rücksichtlos, unbegründet und gefährlich", schreiben Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland in einen offenen Brief. Trittin solle wie 2001 "seine Kompetenzen nutzen" und die Transporte stoppen - "mit einer bundesaufsichtlichen Weisung". Auch die sächsischen Grünen forderten zur Vermeidung unnötiger Transporte eine Lagerung in Rossendorf."


Westdeutscher Rundfunk, 20. Februar 2004

NRW wehrt sich

Proteste gegen geplanten Atommüll-Transport

Eine breite Front der Ablehnung formiert sich derzeit in NRW gegen den für Anfang März geplanten Atommüll-Transport aus Sachsen ins Zwischenlager Ahaus. Innenministerium, die Grünen-Fraktion und Bürgerinitiativen protestieren immer lautstärker gegen den Atommüll.

In NRW formiert sich eine Protest-Front

Selten war man sich in Nordrhein-Westfalen so einig: SPD und Grüne, Innenministerium und Bürgerinitiativen gegen Atomkraft - niemand will den Atommüll aus dem sächsischen Rossendorf bei Dresden. Adressat des Protestes: die sächsische Landesregierung. Rüdiger Sagel, atompolitischer Sprecher der Grünen im NRW-Landtag, formuliert den Unmut im Westen am Donnerstag (19.02.04) so: Der beabsichtigte Transport werde "immer fragwürdiger und unsinniger." In NRW wird befürchtet man, dass die Kosten für die Sicherung des Transportes vor allem NRW zu tragen habe. Sagel weiter: "Allein auf NRW kämen dann 50 Millionen Euro zu."

NRW-Innenministerium: "Neun Wochen Ausnahmezustand"

Auch NRW Innenminister Fritz Behrens (SPD) hatte bereits "erhebliche Zweifel" an der Notwendigkeit der Transporte angemeldet. Zudem warnte Behrens vor den hohen Kosten für NRW, denn der ehemalige Forschungsreaktor Rossendorf verfüge über keinen eigenen Bahnanschluss. Deshalb müssten die 18 Atommüll-Behälter per Lkw transportiert werden. "Das würde neun Wochen Ausnahmezustand bedeuten", stellte Ministeriumssprecher Ludger Harmeier fest.

Planungen für einen Polizeieinsatz zur Sicherung der Transporte liegen im Innenministerium noch auf Eis, erklärte Harmeier: "Trittin soll klären, ob es nicht doch Alternativen gibt."

Auch die münsterländischen Anti-Atomkraft-Initiativen haben in einem offenen Brief an Bundesumweltminister Jrügen Trittin (B90/Grüne) gegen die geplanten Nuklear-Transporte protestiert. Unter anderem verweisen sie darauf, dass es keine sachliche Begründung gebe, da die Lagerhalle in Ahaus nicht sicherer als die in Rossendorf sei. Zudem sei das Ahauser Lager nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert.

Damit das Nein nicht ungehört verhallt, tragen die Anti-Atomkraft-Gegner aus dem Westen den Protest nun auch in den Osten: Der traditionelle Sonntagsspaziergang durch Ahaus findet am kommenden Sonntag (22.02.04) am Forschungszentrum Rossendorf in Sachsen statt.


Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.

Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005
Mahner in der Stadt

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.

Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
"Ruhe in der Innenstadt"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
NRW-Landesregierung hat kein politisches Mandat mehr für Castoren

Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Castor: Transporttermin noch im Nebel

Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
600 Kilometer für Protest

Die Tageszeitung, 28. April 2005
Anti-Atom spaltet die Bewegung

Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Circus contra Castor am Zwischenlager

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Atomkraftgegner demonstrieren direkt vor Zwischenlager Ahaus

Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
BI meldet Proteste an

Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Stört Castor Kirchenchöre?

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Am 4. Juni soll zweiter Castor-Transport nach Ahaus rollen

Die Tageszeitung, 10. März 2005
Störfall in Ahauser Atomlager

Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Grüne im Schnellwaschgang

Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
Rollen Castoren durch Heek?

WDR, 20. Februar 2005
Atomkraftgegner machen mobil

Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
"Enttäuschte Freundschaft"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Atomtransporte von Dresden nach Ahaus direkt nach Landtagswahl

Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
1000 Kerzen

Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Konkrete Schritte mit keiner Silbe erwähnt

Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Castor-Stopp - Atommüll bleibt vorerst in Rossendorf

Die Tageszeitung, 09. November 2004
Der Tod ist kein Hindernis

Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
Castor: Appell an die Politik

WDR, 21. Oktober 2004
Castor-Transporte oder die Frage nach dem Schnee

Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Wortgefechte um Castoren

Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Grünes Licht für den Castor

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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