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111. Sonntagsspaziergang

Treffpunkt: Sonntag, 15. Februar, 14 Uhr, Bahnhof, Ahaus

Unser 111. Sonntagsspaziergang startet schon vor der Karnevalswoche unter dem Motto: "De CASTOR kümp` noah Ahues - dat Mönsterland steiht Kopp !"

Achtung: Treffpunkt ist um 14.00 Uhr vor dem Ahauser Bahnhof. Unser Weg führt diesmal durch die Innenstadt zum Rathaus. Bunt und vielseitig soll der bevorstehende CASTOR-Transport von Rossendorf nach Ahaus in den Straßen der Stadt dargestellt werden. Gruppen und Wagen von Traktoren gezogen wechseln sich ab. Die Teilnehmer werden ideenreich demonstrieren.


>wegbeschreibung.


Münsterland Zeitung, 12. Februar 2004

Kfd gegen Castor: "Wir wollen das nicht!"

Ahaus. Die Katholische Frauengemeinschaft im Dekanat Ahaus wird am Sonntag, 15. Februar, unter dem Motto "Wir wollen das nicht!" am "Sonntagsspaziergang" gegen Castortransporte beteiligen. Die kfd, die bereits früher Prosteste unterstützt hatte, wolle auf diesem Weg "ihre Sorgen zu Atommülltransporten zu bekunden", heißt es in einer Pressemitteilung der kfd-Dekanatsteams Ahaus. Die Frauengemeinschaft wolle "in christlicher Schöpfungsverantwortung" deutlich machen, dass sie nicht eine Energie unterstützen will, die "und sei das Risiko noch so gering" irreparable Schäden an Mensch und Natur in Kauf nimmt". Mitglieder des kfd-Dekanatsteams Ahaus würden am kommenden Sonntag auf dem Protestzug "mit kfd-Plakaten und kfd-Schals" Flagge zeigen, kündigt die Frauengemeinschaft an. Treffpunkt ist um 14 Uhr in Bahnhofsnähe an der Einfahrt zum Parkplatz der Post.


Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Pressemitteilung, 15. Februar 2004

Rund 350 Teilnehmer beim Sonntagsspaziergang in Ahaus

von Felix Ruwe

Viele Demonstranten beim Sonntagsspaziergang in Ahaus beweisen, dass sich der Widerstand gegen den geplanten Castortransport immer besser formiert. Wie ist zu erklären, dass die Ahauser CDU und der Grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin das gleiche Ziel verfolgen, fragten Sprecher auf der Kundgebung.


Rund 350 Menschen nahmen teil.
Der Bundesumweltminister behauptet, dass das Transportbereitstellungslager in Rossendorf nicht als sicheres Zwischenlager geeignet ist. Warum verstößt er dann seit mehr als fünf Jahren gegen seine jetzt aufgeführten Sicherheitsrichtlinien? Außerdem verweist er auf den mangelhaften Schutz des Rossendorfer Lagers gegen Flugzeugabstürze. Für das BZA stünden diese Untersuchungen kurz vor dem Abschluss. Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V. bezweifelt, dass überhaupt zusätzliche wirksame Sicherheitsvorkehrungen für das BZA umgesetzt wurden. Die Sicherheitsmängel, die nach dem 11.September 2001 erkannt wurden, sind in einem GRS- Gutachten zusammengefasst.

Das Gutachten wird aber seit über einem Jahr als geheime Verschlusssache der Öffentlichkeit vorenthalten. In diesem Gutachten sind erhebliche Sicherheitsmängel von Kernkraftwerken und den Zwischenlagern Gorleben und Ahaus aufgeführt. Das BZA sollte eher aufgelöst, als durch weitere Einlagerungen zu einer tickenden Zeitbombe entwickelt zu werden. Trittin verhöhnt die Ahauser und Münsterländer, wenn er für die Rossendorfer Transportbereitstellungshalle eine Absicherung gegen Flugzeugabstürze fordert, wohl wissend, dass dieser Schutz für das BZA nie beabsichtigt ist.

Auch sind die Sicherheitsbedenken gegen den Castor MTR-2 Behälter nicht ausgeräumt. Von 40 geforderten Jahren ist den Herstellern nur ein Sicherheitsnachweis für 15 Jahre gelungen. Obwohl die Castor- Behälter schon beladen sind, soll nur durch Nachbesserungen beim Anstrich und neue Anträge dieser Sicherheitsnachweis auf die erforderlichen 40 Jahre umgeschrieben werden. In einem Telefongespräch am 10. 2. 2004 in dieser Sache sagte Prof. Dr. Köhnlein von der Strahlenschutzkommission SSK und Vorsitzender des Risikoausschusses der SSK zu diesen Absichten: "Da muss einer fürchterlich gepfuscht haben! Es ist nicht möglich, die Sicherheit eines beladenen Castor- Behälters nachträglich derart zu verbessern."

Die BI Ahaus teilt diese schwerwiegenden Bedenken und wird beim zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz BfS Einspruch gegen die geplante Transport- und Einlagergenehmigung für den Castor MTR-2 einlegen.

Die Ratssitzung am 5.2.2004 hat gezeigt, dass die Ahauser CDU ausschließlich geldgesteuert arbeitet. Ausführliche Hintergrundinformationen und erhebliche Sicherheitsbedenken vieler Ahauser reichten nicht einmal zu einer sachkundigen Diskussion.


Karnevalistisch gestaltete sich die Demo...


Münsterland-Zeitung, 16. Februar 2004

Ahaus Bunter Protestzug gegen Castor

von Stefan Grothues


Unter die Demo mischte sich auch dieser Teilnehmer
Ahaus. Ein Protestzug mit rund 300 Atomkraftgegnern ist gestern durch Ahaus gezogen, um gegen den geplanten Castortransport von Rossendorf nach Ahaus zu demonstrieren. Gegen 14 Uhr formierte sich der bunte Zug am Bahnhof. In der Auftaktkundgebung riefen Burkhard Helling und Felix Ruwe von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" sowie Matthias Eickhoff von der Münsteraner Initiative "Widerstand gegen Atomanlagen" die Bundes- und Landesregierung auf, den geplanten Transport zu stoppen.

Der Transport sei risikoreich; zudem könnten die Behälter in Ahaus nicht sicherer als in Rossendorf gelagert werden. Für den Verbleib der 18 Castorbehälter haben sich jetzt auch sächsische Atomkraftgegner ausgesprochen. In Rossendorf werde in Kürze ein erster "Sonntagsspaziergang" nach Ahauser Vorbild stattfinden. Die teils karnevalistisch verkleideten Atomkraftgegner zogen über die Bahnhof- und Königstraße zum Rathaus, wo eine Abschlusskundgegebung den Protest beendete.


Vor- und Rückblick

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Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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