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Westfälische
Rundschau, 26. Januar 2001Möllemann: Castoren sollen per Zeppelin fliegenvon Wilfried GoebelsDüsseldorf/Ahaus. NRW-Innenminister Behrens (SPD) will auch künftig unnötige Castor- Transporte ins Zwischenlager Ahaus verhindern. Es lohne sich in jedem Einzelfall, nach Alternativen zu Transporten zu suchen, sagte Behrens gestern im Düsseldorfer Landtag. Gleichzeitig machte Behrens aber deutlich, dass wirklich erforderliche Transporte von der Polizei gesichert würden, weil NRW ein verlässlicher Partner im Atomkonsens sei. Zur Ankündigung des Energiekonzerns RWE, noch 2001 abgebrannte Brennstäbe aus dem hessischen Kernkraftwerk Biblis nach Ahaus zu schicken, sagte Behrens, er gehe fest davon aus, dass es auch für Biblis ähnliche Lösungen wie in Neckarwestheim gebe. In Neckarwestheim werden die abgebrannten Brennstäbe vorerst in einem vorläufigen Zwischenlager aufbewahrt, bis spätestens 2005 ein neues Zwischenlager am Kraftwerk fertig gestellt sein wird. Zuvor hatte der Grünen-Abgeordnete Sagel weitere Atomtransporte nach Ahaus grundsätzlich abgelehnt. Der Transport von radioaktivem Müll durch die Republik sei eine Herausforderung für den Rechtsstaat, sagte Sagel. FDP-Fraktionschef Möllemann schlug den Einsatz von Cargo-Liftern (große Zeppeline) für Castor-Transporte vor. Damit könnten 120 Tonnen schwere Castoren durch die Luft ohne Behinderung durch Demonstranten vom Kernkraftwerk ins Zwischenlager transportiert werden. "Der Atomkonsens erlaubt den Betrieb von Kernkraftwerken in den nächsten 32 Jahren", sagte Möllemann. Das NRW-Innenministerium wies den Vorstoß als irrwitzigen Plan eines Fallschirmspringers zurück. Die Castoren seien nicht geeignet für Lufttransporte und würden bei einem Absturz eine Katastrophe auslösen.
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