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Westfälische Nachrichten - Gronauer Nachrichten, 16. Januar 2001

Protest gegen Castor auf breite Basis stellen

UWG und Bündnisgrüne wollen aktiv sein

Ahaus. In einem Schreiben an Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Ministerpräsident Wolfgang Clement hat sich die Unabhängige Wählergruppe Ahaus (UWG) mit Nachdruck gegen die Planung und Durchführung weiterer Castor-Transporte nach Ahaus ausgesprochen. Ein solcher Transport diene nicht dem proklamierten Ausstieg aus der Atomenergie, sondern einem langfristigen Weiterbetreib, so UWG-Vorsitzender Dieter Homann in einer Pressemitteilung. Ein Transport, so Homann weiter, sei auch deshalb nicht verantwortbar, weil die Frage der Endlagerung weltweit ungelöst sei und nach dem Jahresgutachten 2000 des Umweltsachverständigenrates das Problem der Atommüll-Entsorgung als "wohl unlösbare Frage" gelte, so die UWG weiter. Die Wählergruppe, die die Transporte nach Ahaus als eine sinnlose Verschiebung von Atommüll ansieht, appelliert in ihrem Schrieben an Trittin und Clement, mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einen weiteren Transport zu verhindern. Die UWG Ahaus kündigte in ihrem Schreiben an, dass sie und an ihrer Seite zahlreiche Umweltverbände und kirchliche Organisationen auf ihre Weise deutlich machen würden, dass sie nicht gewillt seien, die Risiken weiterer Castor-Transporte und der Einlagerung im BZA zu dulden.

Auch die Bündnisgrünen im Kreisverband Borken wenden sich in einer Pressmitteilung gegen die Castor-Transporte nach Ahaus. In der Mitteilung erklärt sich der Kreisvorstand der Grünen solidarisch mit der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" und unterstützt deren Aufruf zum Sonntagsspaziergang am 18. Februar. Die Mitgliederversammlung der Bündnisgrünen werde am 1. Februar eine Resolution zu den Castor-Transporten verabschieden, so die beiden Vorstandsvorsitzenden der Bündnisgrünen, Ingrid Thuilot und Manfred Epping.


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