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Münsterland
Zeitung - Ahauser Zeitung, 13. Januar 2001Verkehrskonzept soll Ablauf am "Tag X" regelnAmmelner Landwirte von Einsatzleitung der Polizei über Maßnahmen beim Castor-Transport in Kenntnis gesetztAhaus (sp). Nähere Informationen über den bevorstehenden Castor-Transport standen im Blickpunkt der Generalversammlung der Ammelner Landwirte. Die Höfe einiger Ammelner Landwirte liegen unmittelbar am BZA. Ortsverbands-Vorsitzender Bernhard Rickert hatte daher auch Vertreter der Polizei in die Gaststätte Enning-Barriere eingeladen, um Konkretes über mögliche Betriebsbehinderungen anlässlich des Transportes zu erfahren. Für die einsatzleitende Polizei Münster stellte Peter Schwab das Ziel des Einsatzes von bis zu 30000 Polizisten dar. Es gehe darum, die Beeinträchtigung der Ahauser Bevölkerung zu minimieren, den Castortransport und die friedliche Demonstration zu schützen (Schwab: "Auf den Schienen stehen bleiben und Schotter entfernen ist nicht friedlich"). Über die Zahl der zu erwartenden Demonstranten konnte Schwab keine Angaben machen, eine solche sei nur spekulativ. Probleme würden auch nur gewaltbereite Demonstranten bereiten. Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werde ein Verkehrskonzept entwickelt, das am 22. Januar vorgestellt werden soll - einschließlich der "versammlungsfreien Zone", deren genaue Größe aber erst zwei bis drei Wochen vor dem Tag X bekannt gegeben werde. "Versammlungsfreie Zone" heiße nicht, dass diese nicht betreten werden dürfe, sondern nur, dass dort keine Zusammenkünfte stattfinden dürften: "Hof, Büro und Krankenhaus müssen und werden erreichbar bleiben." Deshalb soll es wie 1998 eine Passierscheinregelung geben. Diese müsse nach Forderung der Landwirte aber anders gestaltet werden als 1998, damit Nutzfahrzeuge wie Milchsammelwagen oder landwirtschaftliche Maschinen bewegt werden könnten. Schwab sagte zu, ortskundige Polizisten einzusetzen und Durchfahrhilfen zu organisieren. Die Fahrten der Schulbusse sollen ebenfalls von ortskundigen Polizeikräften geregelt werden. Die Abgrenzung durch Zäune wird in etwa gleicher Größe wie 1998 erfolgen. Die Landwirte müssten wie beim damaligen Einsatz davon ausgehen, dass Flurschäden entstehen. Ausgeglichen würden nur "die von uns verursachten Schäden", so Schwab. Wie 1998 werde ein Bürgertelefon eingerichtet - diesmal mit wesentlich größerer Kapazität, denn 1998 war es derart überlastet, dass viele Anrufer keine Verbindung bekamen.
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