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Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.
c/o Siedlerweg 7
48599 Gronau
Tel. 02562/23125
aku-gronau.de

Pressemitteilung

Ministerpräsident Clement soll Betrieb und Ausbau der Gronauer Atomfabrik stoppen

Gronau/Düsseldorf. In gleichlautenden Briefen haben Privatpersonen und

das Antikriegsforum Kreis Steinfurt, die Arbeitsgemeinschaft gegen die B 54n (Gronau), der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Gronau, die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V., die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, die Initiative "Energiewende Celle Stadt und Land", die Initiative für den Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2002, der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) e.V., der Ökumenische Arbeitskreis Eine Welt e.V. (Mettmann), der Verkehrsclub Deutschland - Kreisverband Borken e.V. und das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK, Regionalgruppe Ruhr)

dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Clement ihre Ablehnung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau mitgeteilt. Aktueller Anlaß dieser "Weihnachtsbotschaft" ist, daß das Genehmigungsverfahren zum Ausbau der UAA Anfang des Jahres 2002 in eine entscheidende Phase treten soll. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Es liegt in Ihrer Hand, das Genehmigungsverfahren zum Ausbau der UAA noch vor Auslegung der Antragsunterlagen zu stoppen und letztlich die Betriebsgenehmigung für die laufende Anlage aufzuheben. Unser Dank wird Ihnen sicher sein. Aber auch Bundesumweltminister Trittin wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie die Stillegung der UAA Gronau veranlassen. Schließlich wurde bisher bei den sogenannten Ausstiegsvereinbarungen die UAA Gronau 'vergessen'."

Im nächsten Jahr soll für den UAA-Ausbau die sogenannte Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens durchgeführt werden. Unterlagen zur Kapazitätserhöhung von derzeit genehmigten 1800 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr auf 4500t UTA/a, sowie zum Bau eines Uranoxidlagers, sollen zur Einsicht ausgelegt werden. Einsprüche können erhoben werden und sollen Ende 2002 bei einem Erörterungstermin erörtert werden. Widersprüchlich ist für die Anti-Atomkraft-Bewegung, daß das Land NRW angeblich aus der Atomenergie aussteigen will, aber seit jeher den Bau und Betrieb der UAA Gronau, und damit auch den Betrieb von Atomkraftwerken, gefördert hat und immer noch fördert.

Am 6. Januar wird an der UAA Gronau um 14.00 Uhr im Rahmen der monatlichen Sonntagsspaziergänge ein Neujahrsspaziergang stattfinden. An den Sonntagsspaziergängen beteiligen sich seit über 15 Jahren AtomkraftgegnerInnen aus der Bundesrepublik und aus den Niederlanden, um auf die Gefahren der Urananreicherung hinzuweisen.


Der Brief im Wortlauf

Atomausstieg sofort / Urananreicherungsanlage Gronau

Sehr geehrter Herr Clement,

wir haben erfahren, daß das Genehmigungsverfahren zum Ausbau der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau im Jahr 2002 in eine entscheidende Phase treten soll. Anfang 2002 soll die sogenannte Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden. Unterlagen zur Kapazitätserhöhung von derzeit genehmigten 1800 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr auf 4500t UTA/a, sowie zum Bau eines Uranoxidlagers, sollen zur Einsicht ausgelegt werden. Einsprüche können erhoben werden und sollen Ende 2002 bei einem Erörterungstermin erörtert werden.

Wir haben kein Verständnis dafür, daß die Gronauer Urananreicherungsanlage überhaupt noch weiter betrieben wird und jetzt auch noch ausgebaut werden soll. Wir sind nicht damit einverstanden, daß in Gronau Uran für den Betrieb von AKW in aller Welt angereichert wird. Angeblich setzt sich auch das Land Nordrhein-Westfalen für einen Atomausstieg ein. Widersprüchlich ist aber, daß das Land NRW seit jeher den Bau und Betrieb der UAA Gronau, und damit auch den Betrieb von Atomkraftwerken, gefördert hat und immer noch fördert.

Anlagen wie die UAA Gronau sind überhaupt nicht genehmigungsfähig - ihre Entsorgung ist nicht gelöst, sie sind nicht gegen Flugzeugabstürze ausgelegt, erhebliche Unfälle mit Uranhexafluoridfreisetzungen können nicht ausgeschlossen werden. Es liegt in Ihrer Hand, das Genehmigungsverfahren zum Ausbau der UAA noch vor Auslegung der Antragsunterlagen zu stoppen und letztlich die Betriebsgenehmigung für die laufende Anlage aufzuheben. Unser Dank wird Ihnen sicher sein. Aber auch Bundesumweltminister Trittin wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie die Stillegung der UAA Gronau veranlassen. Schließlich wurde bisher bei den sogenannten Ausstiegsvereinbarungen die UAA Gronau "vergessen".

Mit freundlichen Grüßen


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08.11.2009

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