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Die Tageszeitung, 08. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAUvon Andreas Wyputta"Falsch, verlogen und rücksichtslos": Anti-Atom-Initiative kritisiert Atompolitik der grünen Landtagsfraktion scharf. Grüne wollen Parteiratsbeschluss zu Castor-Transporten überprüfen.Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" (BI) hat die Atompolitik der grünen Landtagsfraktion scharf kritisiert. Die grüne Atompolitik sei "falsch, verlogen und rücksichtslos", schreiben BI-Vorsitzender Burkard Helling und Pressesprecher Felix Ruwe in einem offenen Brief an die grünen Landtagsabgeordneten. Mit ihrem Parteiratsbeschluss vom 14. Dezember hätten sich die nordrhein-westfälischen Grünen aus der Anti-Atom-Bewegung verabschiedet". Eine Kontrolle des Zwischenlagers durch die Anti-Atom-Partei erfolge nicht: "Grüne Atompolitik wird offensichtlich nicht von Sachverstand gesteuert."
In dem Parteiratsbeschluss heißt es, Lieferungen aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor im sächsischen Rossendorf bei Dresden seien "Transporte zur Abwicklung der Atomenergie". Sie müssten anders bewertet als Transporte aus laufenden Atomkraftwerken - trotz des später nötigen Transports in ein noch zu bauendes Endlager. Die Castor-Lieferung nach Ahaus sei "ein Schritt, Rossendorf zur grünen Wiese zu machen". Doch Rossendorf wird nicht zur grünen Wiese. Der Dresdner Vorort bleibt zentrale Sammelstelle aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In einem Hochsicherheitstrakt lagern außerdem hochradioaktive Abfälle, teilweise noch aus DDR-Zeiten. Selbst die sächsischen Grünen lehnen die Castor-Transporte nach Ahaus ab: "Ein mehr an Sicherheit wird es dadurch nicht geben", sagt Landesgeschäftsführer Andreas Jahnel. "Die Transporte sind überflüssig." Offensichtlich hätten die NRW-Grünen das sächsische Rossendorf mit dem brandenburgischen Rheinsberg verwechselt - dort entsteht nach dem Abriss eines Atomkraftwerks tatsächlich wieder eine grüne Wiese. Rüdiger Sagel, atompolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, gibt sich zerknirscht: "Diese Information war im Detail hier so nicht bekannt." Der Parteiratsbeschluss müsse überprüft und revidiert werden: "Grundsätzlich lehnen wir Atommülltransporte aus anderen Bundesländern nach Ahaus ab." Auch Frithjof Schmidt, Landesvorstandssprecher der Grünen, kündigte Gespräche mit den sächsischen Grünen und eine Überprüfung des Parteiratsbeschlusses an: "Dann müsste ein Zwischenlager auch für Rossendorf beantragt werden." [Anmerkung von redaktion@uwg-ahaus.de: Rossendorf HAT ja bereits ein sogenanntes Zwischenlager, das baugleich zum Ahauser Atomüll-Lager ist.]
Atomares DesasterKommentarvon Andreas WyputtaDie Atompolitik der nordrhein-westfälischen Grünen steht vor dem Desaster. Denn bisher endete die offensichtlich direkt hinter der Landesgrenze. Völlig unverständlich bleibt, warum die Anti-Atom-Partei nicht über die Situation im sächsischen Rossendorf informiert ist: Dort entsteht keine "grüne Wiese", dort bleibt die zentrale Sammelstelle aus den drei Bundeslandern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.Ein Anruf bei den sächsischen Grünen hätte die Situation geklärt - seit Jahren lehnen die Parteifreunde dort die Castor-Transporte ab. Und das mit guten Gründen: Mehr Sicherheit - die kann das Ahauser Zwischenlager nicht bieten: Die Leichtbauhalle aus Wellblech, zur Kühlung der Castoren offen gebaut, bietet keinerlei Schutz. Nicht bei einem Leck der Castoren, erst recht nicht bei einem Terrorangriff. Mehr als dürftig bleibt die Erklärung der NRW-Grünen, von alldem nichts gewusst zu haben. Offensichtlich verlässt sich die ehemals deutlich engagiertere Anti-Atom-Partei viel zu sehr auf Bundesumweltminister Jürgen Trittin und seine Atomaufsicht. Offensichtlich versagt die Kommunikation mit den lokalen Initiativen vor Ort - denn die warnen bereits seit Wochen vor den drohenden neuen Castor-Transporten nach Ahaus, die das Bundesamt für Strahlenschutz wegen rechtlich bindender Verträge auf jeden Fall genehmingen muss. Umso wichtiger bleibt der politische Widerstand auch in den Parlamenten: Die Grünen müssen ihren ungücklichen Parteiratsbeschluss revidieren - und Druck gegen die Transporte machen."
Unterschied ist rechtlicher ArtLeserbriefvon Hartmut LiebermannHerr Eisele [Ratsherr Bündnis '90/Die Grünen, die Red.] behauptet in seinem Leserbrief vom 21. Januar, dass die Brennelemente-Transporte aus Rossendorf notwendig seien, da das Lager in Rossendorf "nicht die für ein Zwischenlager von hochradioaktivem Müll zwingend erforderlichen Sicherheitsanforderungen" erfülle. Das ist sachlich falsch. In technischer Hinsicht ist das bestehende Lager um keinen Deut schlechter ausgelegt als das BZA. Wenn also Rossendorf aus Sicherheitsgründen nicht geeignet sein sollte, dann ist es Ahaus ebenso wenig. Der Unterschied zwischen beiden Lagern ist lediglich ein rechtlicher: Das Lager in Rossendorf ist nicht als Zwischenlager, sondern nur zur Transportbereitstellung genehmigt. Dazu dient es allerdings schon seit 13 Jahren.Aus technischer wie auch aus juristischer Sicht könnte eine Dauer-Zwischenlagerung ohne Schwierigkeiten beantragt werden, dies ist aber wirtschaftlich und politisch nicht gewollt: Wirtschaftlich aus Sicht der Betreiber, die bereits vor Jahren einen Lagerungsvertrag mit BZA in Ahaus abgeschlossen haben und deshalb gar nicht daran denken, einen Lagerungsantrag für Rossendorf zu stellen; und politisch aus Sicht der sächsischen Landesregierung unter Führung des Münsteraner Ministerpräsidenten Milbradt, der das radioaktive Zeug gerne loswerden will. Fazit: Eine Verschiebung der Lagerung aus Rossendorf nach Ahaus bringt keinerlei Sicherheitsgewinn, sondern im Gegenteil nur das zusätzliche Risiko von überflüssigen Transporten quer durch das Land. Lediglich politisch und wirtschaftlich profitieren einige davon - auf Kosten der Ahauser Bevölkerung. Über all das hätte sich Herr Eisele als Ahauser Ratsherr schlau machen sollen. Er hätte sich dazu nur bei seinen grünen Parteifreunden in Sachsen erkundigen müssen, die den Atommüll-Transport aus Rossendorf nach Ahaus seit vielen Jahren ablehnen.
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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