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BI Ahaus, Pressemitteilung, 09. Januar '00 Sonntagsspaziergang als Sternfahrt"Der Castor kommt...Wir auch! Das Münsterland macht mobil." Unter diesem Motto veranstaltet das Aktionsbündnis Westmünsterland gegen Atomanlagen, ein Zusammenschluss aus 17 Bürgerinitiativen, am Sonntag. den 16.1. 2000 einen Aktionstag. Geplant sind 5 örtliche Auftaktveranstaltungen in Ahaus, Gronau, Steinfurt, Dülmen und Münster. Sie finden zeitgleich jeweils um 14 Uhr statt, in Ahaus vor dem BZA als Bestandteil des traditionellen Sonntagsspazierganges. Zur Teilnahme ruft die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" auf. Die zentrale Abschlussveranstaltung findet dann mit allen Teilnehmern um 15.30 Uhr am Kreiswehrersatzamt in Coesfeld statt. Dorthin soll im Konvoi gefahren werden. Deshalb werden ausnahmsweise auch die Teilnehmer aus Ahaus und Umgebung gebeten, nach Möglichkeit mit dem Auto zum BZA zu kommen. Aber auch Fußgänger und Fahrradfahrer sind natürlich willkommen, denn am BZA sollen dann Fahrgemeinschaften nach Coesfeld gebildet werden. Der Ort der Abschlussveranstaltung wurde von den Atomgegnem gezielt gewählt. Hier wurde am Tag X, als die letzten Castoren ins Brennelemente-Zwischenlager nach Ahaus gebracht wurden, von der Polizei eine sog. Gefangenensammelstelle eingerichtet. Viele Atomgegner wurden hier im März 1998 ohne richterliche Genehmigung für einige Stunden "in Gewahrsam" genommen. Noch in diesem Jahr muss mit mindestens einem Atommülltransport aus Süddeutschland nach Ahaus gerechnet werden. Mit dem Aktionstag soll verdeutlicht werden, dass auch diesmal wieder mit massivem Widerstand gerechnet werden muss. "Mit den Atomanlagen in Lingen (Emsland), der Urananreicherungsanlage in Gronau und dem Atommüllzwischenlager in Ahaus gehört unsere Region zu den atomgefährdetsten Gebieten Deutschlands", so das Aktionsbündnis. Auf den Kundgebungen wollen die Atomgegner auch ihre Enttäuschung über das Verhalten der rot-grünen Bundesregierung in Sachen Atomausstieg zum Ausdruck bringen. "30 bis 40 Jahre Laufzeit bedeuten nichts anderes als ein natürliches Auslaufen der Atomkraftwerke bis zum technischen K.O. und haben mit dem Wahlversprechen eines schnellen Atomausstiegs nichts mehr zu tun. Ohne einen Entsorgungsnachweis zu führen, wird damit der Atomindustrie erlaubt, weiter Tausende Tonnen Atommüll zu produzieren und den nachkommenden Generationen eine Erblast zu hinterlassen, die jederzeit in eine Umweltkatastrophe eskalieren kann", so die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus". Deshalb hofft sie wieder auf rege Beteiligung.
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