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AFP-Agenturmeldung, 26. Januar '00 Steinbrück: Castor-Transporte nach Ahaus derzeit nicht möglichAuch nach der Genehmigung neuer Castor-Transporte nach Ahaus sind nach Auffassung des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums zunächst keine Atommüll-Transporte in das westfälische Zwischenlager möglich. Zur Begründung erklärte NRW-Wirtschaftsminister Peer Steinbrück (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf, die Genehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sei "unvollständig". Das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium müsse der Einlagerung der Behälter in das Zwischenlager zustimmen. Voraussetzung dafür sei jedoch eine weitere Genehmigung des BfS, unter welchen Bedingungen dort Castor-Behälter gelagert werden dürften. Die Genehmigung des BfS vom Mittwoch erstrecke sich "zunächst nur auf den Transport, nicht jedoch auf die Einlagerung in Ahaus", betonte Steinbrück.
Zwischenlager in Ahaus nicht vor August annahmebereitAhaus (dpa/sz) - Das Brennelement-Zwischenlager (BZA) im westfälischen Ahaus als Zielort der fünf am Mittwoch genehmigten neuen Castortransporte ist nicht vor August annahmebereit. Das sagte BZA-Sprecher Michael Ziegler der dpa in Münster. "Wir haben dem Bundesamt für Strahlenschutz bereits vor Monaten mitgeteilt, dass wir die Annahmebereitschaft nicht vor August erklären können", sagte Ziegler. Vor diesem Hintergrund sei die Transportgenehmigung vom Mittwoch fristgerecht, denn erst ein halbes Jahr später dürfe der Transport dann auch stattfinden. Der letzte Castortransport hatte das Zwischenlager im März 1998 erreicht. Derzeit stehen in der Transportbehälter-Lagerhalle der 1990 erbauten Anlage 305 ältere Castorbehälter vom Typ THTR sowie je drei neuere Castoren vom Typ V/19 und V/52. Wegen leichten Rostbefalls an der Außenhaut der 40 Zentimeter dicken Behälterwände vom Typ THTR werden Ziegler zufolge seit Ende 1998 Ausbesserungen vorgenommen. Als Ursache für die feuchtkalte Luft und damit den Rostbefall an den Castor-Behältern sieht der BZA-Sprecher unter anderem die veränderte Entsorgungspolitik für die atomaren Brennelemente. Die Lagerhalle der Castoren sei so angelegt, dass die von den noch heißen Behältern abstrahlende Luft die Halle trockne und sogar über die Öffnungen abgeführt werden müsse. Da wegen politischer Entscheidungen seit fast zwei Jahren kein warm abstrahlender Castor mehr nach Ahaus transportiert worden sei, sei das System beeinträchtigt worden.
>Mo, 08.01. Berliner Zeitung >Di, 09.01. Berliner Zeitung >Mi, 26.01. AFP-/Reuters-Agenturmeldungen >Mi, 26.01. Bundeamt für Strahlenschutz, Pressemitteilung >Mi, 26.01. dpa-Agenturmeldung >Do, 27.01. Münsterland
Zeitung - Ahauser Zeitung
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