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Einladung zur Demo + Camp gegen das Endlager Bure 16. - 29. Juli

Anti-Atom-Radtour zur Demonstration gegen das Atommüll-Endlager in Bure / Lothringen

16. - 22. Juli: Anti-Atom-Radtour von Trier über Merzig, Saarbrücken und Nancy nach Bure / Lothringen
22. Juli: Demonstration in Bure anschließend bis 29. Juli 2001 Aktionswoche + Camp in Bure

Von vielen Orten in Europa geht es los nach Bure /Lothringen. Kommt und beteiligt Euch an der Demonstration nach Bure!


Atommüll-Endlager Bure

In Bure 150 km von der deutschen Grenze entfernt, genehmigte die französische Regierung mit Zustimmung der grünen Umweltministerin im August 1999 ein "Versuchslabor" für die Endlagerung von Atommüll in Lehm-Ton-Schichten. Seitdem wird hier gebaut. Bure, ein 100-Seelen-Dorf, liegt bei Bar-le-Duc im Département Meuse, in einer ländlichen und strukturschwachen Region. Ähnlich wie beim Bau des AKW Cattenom, wurde die Zustimmung der Politiker und der Bevölkerung mit viel Geld gekauft.


Gorleben (und Ahaus) ist überall!

Seit Anfang der 90er Jahre widerstehen Bürgerinitiativen der umliegenden Départements den Plänen der Atomindustrie, in Bure eine "Scheinlösung" für ihr unlösbares Müllproblem zu finden. Mehrere Demonstrationen - auch mit internationaler Beteiligung, haben stattgefunden und die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit betont: Das Endlager Bure im Saar-Lor-Lux-Raum hat europäische Dimension - ein weiterer Problemexport von Deutschland nach Frankreich ist möglich.


"Trojanisches Pferd" für die Endlagerung

Zur Zeit ist noch die Rede von einem Labor, doch allein der Bau des "Versuchslabors" in Bure mit mehreren Kilometern an Schächten und Stollen wird 800 Mio. FF kosten. Insgesamt sollen 3,5 Mrd. FF in das Endlager investiert werden. Die Umwandlung des "Labors" in ein Endlager für Atommüll ist zu erwarten. 1995 war von rund 120.000 Tonnen mittel- und hochradioaktivem Müll die Rede, für den es bis heute weder ein Endlager noch eine Verpackung gibt.


"Eine wohl unlösbare Frage."

Dass Atommüll nicht zu entsorgen sei, erklärte selbst der noch unter Kohl eingesetzte Umweltsachverständigenrat der Bundesregierung im März 2000. Es gibt keine abschließende Lösung des Atommüllproblems. Früher oder später würde Radioaktivität aus jedem Endlager entweichen. Ein "Entsorgungsnachweis" ist für den Weiterbetrieb der Atomanlagen gesetzlich vorgeschrieben. WAA's und Zwischenlager verlagern das Problem nur. Einzige Lösung ist der Ausstieg aus der Atomenergie.


Protest gegen Atomenergie

Die Atomindustrie und die Regierungen setzen ihre Profitgier und ihre Interessen gegen Mensch und Natur rücksichtslos durch: der für die Brennelementeherstellung nötige Uranabbau vertreibt Menschen aus ihren Lebensräumen und zerstört diese. Normalbetrieb und Störfälle setzen radioaktive Emissionen frei, die sogenannte Wiederaufarbeitung führt zu radioaktiver Verseuchung und produziert hochgiftiges atombombentaugliches Plutonium sowie weiteren Müll. Die gefährlichen Atomtransporte dienen der Verschleierung des Entsorgungsproblems und gewährleisten den Weiterbetrieb. Es gibt keine Lösung für die Lagerung des strahlenden Abfalls! Die Idee, dass Atommüll sicher endgelagert werden kann,ist genauso falsch wie die Ansicht wir bräuchten Atomstrom. Hinzu kommt, dass durch die Atomenergienutzung Grundrechte wie die Demonstrationsfreiheit stark eingeschränkt werden: die Atomenergienutzung zieht einen Atom- bzw. Polizeistaat nach sich. Das zeigen die von der rot-grünen Regierung durchgeführten Castortransporte, die unter massivem Polizeieinsatz mit Gewalt und Repressionen durchgesetzt werden.


Rot-Grün sichert den Weiterbetrieb

Trotzdem planen die deutsche und französische Atomindustrie mit Unterstützung der Regierungen eine neue Reaktorgeneration, das deutsch-französische EPR-Projekt von Siemens und Framatome. Die deutsche Atomindustrie ist Hauptkundin der für ihre radioaktiven Verseuchungen weltbekannten Wiederaufarbeitungsanlage La Hague/F, die noch bis 2005 beliefert werden soll. Der französische Energiekonzern EDF hat sich beim AKW-Betreiber EnBW/Yello eingekauft und verkauft seinen überschüssigen Atomstrom nach Deutschland. Und die deutsche Atomindustrie freut sich über die jahrzehntelange Bestandsgarantie, die ihnen der verlogene "Atomkonsens" von Rot-Grün beschert.


Ausstieg jetzt!

Mit dieser Radtour demonstrieren wir für eine sofortige Stillegung aller Atomanlagen. Ob durch Castorblockaden oder Demonstrationen, nur durch einen gemeinsamen internationalen Protest und Widerstand kann unser Ziel, die Abschaltung aller Atomanlagen weltweit, durchgesetzt werden. Der Ausstieg ist die Voraussetzung für eine ökologische Energiewende mit dezentraler Energieversorgung durch regenerative Energien und Kraft-Wärme-Kopplung - Mit Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen ist dies jederzeit möglich. Radioaktivität kennt keine Grenzen - unser Widerstand auch nicht!


Radtour, Demo und Camp im Überblick

Mo 16.7.2001 Trier: 11 Uhr Abfahrt und Verabschiedung an der Porta Nigra (Tagesetappe von ca. 50 km). Abends Ankunft bei AKTION 3. WELT Saar in Merzig mit Straßenaktion.

Di 17.7. Merzig: morgens offizieller Empfang und Abfahrt (ca. 50 km). Abends Ankunft beim Koordinationskreis gegen Atomkraft in Saarbrücken, Anti-Atom-Fete

Mi 18.7. Saarbrücken: 10 h Abfahrt u. Verabschiedung (ca. 50 km). Abends Ankunft am Etang de Lindre (Badesee in F.)

Do 19.7. Etang de Lindre / F: 11 h Abfahrt (ca. 50 km). Abends Ankunft bei der CACENDR in Nancy, Fête

Fr 20.7. Nancy: 10 h Abfahrt (Tagesetappe von ca. 75 km). Abends Ankunft in Bure / Lothringen

21./22. Juli : Ankunft aller Gruppen in Bure zu Fuß, per Rad, mit dem Pferd, Bus, PKW etc. aus ganz Frankreich, Bretagne, Belgien, Schweiz, Österreich, Wendland etc.

So 22. Juli: Demonstration / Kundgebung in Bure Stopp dem atomaren Wahnsinn!

22. bis 29. Juli: Aktionswoche / Camp in Bure gegenüber der Baustelle des geplanten "Atomklos", mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, verschiedenen Aktionen, kulturellen Events, Feten, Blockadetraining etc.

Die Radtour ist mit der Ankunft in Bure offiziell beendet. Es fahren von allen Stationen aus weitere Leute mit. Ihr könnt Euch aus anderen Orten der Anti-Atom-Radtour anschließen. Auch einzelne Halb-/ Tagesetappen und ein späteres Dazustoßen sind jederzeit möglich. Am 22.7. findet die Demo in Bure statt. Wer möchte, bleibt die Aktionswoche danach noch auf dem Camp in Bure. Rückfahrt sollte jedeR selbst organisieren, z.B. Rad oder Zug (evtl. in kleineren Gruppen).


VeranstalterInnen der Anti-Atom-Radtour

Initiative für Atomausstieg Trier
atomausstieg@yahoo.de
tel. 0178/8231198
Koordinationskreis gegen Atomkraft Saar
koordinationskreis_saar@web.de
Aktion 3. Welt Saar
a3wsaar@t-online.de
tel. 06872/993056
Collectif d'Action Contre l'Enfouissement des Déchets Radioactifs Nancy
cacendr@wanadoo.fr
weitere Infos: http://www.atomausstieg.debox.de


Spendenkonto

AKTION 3. WELT Saar: Stichwort "Bure-Radtour" Postbank Saarbrücken, BLZ: 590 100 66 Konto-Nr.: 151 0 663


UnterstützerInnen

Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen, Fachschaft Geographie Uni Trier, Ak Energiewende AStA Uni Trier, NABU Saarland, ADFC Trier e.V., BUND LV Saarland e.V., BUND Trier-Saarburg, Jusos LV RLP, B'90/Die Grünen KV Trier-Saarburg, PDS KV Trier, PDS LV Saar, Infoladen Trier, Greenpeace-Gruppe Trier (Stand 28.6.) sowie Coordination Nationale des Collectifs contre l'enfouissement des déchets radioactifs (frz. Koordination der Initiativen gegen Atommüll-Endlagerung)

Mit Wut und Witz gegen jeden Castortransport!


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