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Pressemitteilung Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Deutscher Naturschutzring (DNR) und Robin Wood , 04. Juli 2003

Umweltorganisationen protestieren gegen den beantragten massiven Ausbau der Uranfabrik in Gronau und den Neubau eines "Zwischenlagers"

Am Dienstag (8.7.2003) beginnt im Münsterland ein einzigartiger Erörterungstermin: Gleichzeitig soll über die massive Kapazitätserhöhung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau und über den Neubau eines gigantischen "Zwischenlagers" für ca. 60.000 Tonnen Uranoxid neben der UAA verhandelt werden.
Die Urenco, Betreiberin der Gronauer Uranfabrik, will ihre Kapazitäten verdreifachen.

Die UAA in Gronau soll - trotz des beschlossenen Atomausstiegs - künftig derart erweitert werden, dass dort jährlich Uran für den Betrieb von ca. 35 Atomkraftwerken vorbereitet werden kann. Zusätzlich zu dem beantragten "Zwischenlager" für ca. 60.000 Tonnen Uranoxid soll auch noch mehr giftiges und radioaktives Uranhexafluorid in Fässern unter freiem Himmel gelagert werden. Dadurch wird die Strahlenbelastung in der Umgebung weiter zunehmen.

Die Zahl der gefährlichen Urantransporte durchs Bundesgebiet und durch benachbarte Länder wird drastisch steigen. Betreiberin der UAA Gronau ist ein Firmenkonsortium der Urenco GmbH und der Uranit GmbH. Uranit mit Sitz in Jülich ist die Mutterfirma der Urenco Deutschland und ist gleichzeitig Tochtergesellschaft der beiden größten deutschen Atomriesen RWE Energie und der E.ON Kernkraft GmbH.

Triftige Gründe sprechen gegen den Ausbau des Gronauer Atomkomplexes:
Die Pläne gefährden die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Eigentum.
Mit dem Betrieb und dem Ausbau der Gronauer Atomfabrik wird der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken im In- und Ausland ermöglicht und die dringend notwendige Energiewende behindert.
Es gibt kein sicheres Endlager für den anfallenden Atommüll.
Störfälle, Flugzeugabstürze, Sabotage und Transportunfälle stellen ein enormes Risiko für Bevölkerung und Umwelt im deutsch-niederländischem Grenzgebiet dar.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass abgereichertes Uran, das in Gronau als Abfall anfällt, zu einem späteren Zeitpunkt zum Bau von Uranmunition verwandt wird.

Mit dem geplanten UAA-Ausbau wird dem von der rot-grünen Bundesregierung propagierten Atom-Ausstieg bis zum Jahr 2020 eine Hintertür für den dauerhaften Weiterbetrieb von Atomanlagen in der Bundesrepublik geöffnet. Gegen diese bevölkerungsfeindlichen Pläne wurden mehr als 7000 Einsprüche fristgerecht bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem NRW-Energieministerium, eingereicht.

Gesammelt wurden sie vom Gronauer Arbeitskreis Umwelt, von ROBIN WOOD, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V., von den NRW-Landesverbänden von BUND, NABU und LNU, vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, vom Natur- und Umweltschutzverein Gronau sowie von niederländischen AtomkraftgegnerInnen. Die Einsprüche sollen ab Dienstag (8. Juli) in einem mehrtägigem Erörterungstermin verhandelt werden. Den EinwenderInnen wird die Möglichkeit eingeräumt, ihre schriftlichen Eingaben zu begründen. Der Deutsche Naturschutz Ring (DNR), Umweltverbände und Bürgerinitiativen kritisieren, dass der Termin nicht in Gronau, sondern in einem Freizeitpark in Legden, 30 Kilometer entfernt von Gronau, stattfindet. Sie rufen die Landesregierung dazu auf, die zahlreichen Einwendungen gegen den Ausbau des Gronauer Atomkomplexes ernst zu nehmen und von der geplanten Erweiterung der UAA und des "Zwischenlagers" Abstand zu nehmen.

Beginn der Erörterung ist am Dienstag um 10.00 Uhr, an den Folgetagen um 9.00 Uhr. Der genaue Verhandlungsort befindet sich in Legden (bei Ahaus, Kreis Borken) im Freizeitpark "Dorf Münsterland", dort im "Audi Maxx".

Seitens der EinwenderInnen wird gleich zu Anfang des Erörterungstermins am 8.7. die volle Zulassung der Öffentlichkeit, also auch für Fernsehkameras und PressefotografInnen, sowie die Erstellung eines Wortprotokolls beantragt.


Kontakt

Nähere Informationen zum Erörterungstermin und zu den Gefahren der Urananreicherung, sowie Teilnahme-Vollmachten für Personen, die keinen Einspruch erhoben hatten, gibt es beim

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Siedlerweg 7
48599 Gronau
fon 02562/23125
info@aku-gronau.de
Arbeitskreis Umwelt Gronau

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
Robin Wood


Spendenkonto

Zur Unterstützung des Widerstandes gegen die UAA (z. B. für Sachbeistände) wird um Spenden auf das Konto des AKU Gronau bei der Volksbank Gronau gebeten: Bankleitzahl 401 640 24, Konto: 110 551 700. Stichwort: Erörterung.


Anreise

Informationen über die Tagesordnung der Erörterung, Busshuttle usw. findet man auf der Internetseite der Genehmigungsbehörde unter http://www.mvel.nrw.de.

Während der Erörterung sind Informationen über das Büro des BBU (0228/214032) erhältlich, bzw. vor Ort unter 0171/8359515 (ROBIN WOOD) oder unter 0175/7876750 (AKU Gronau).


weitere Infos zur Erweiterung der Urananreicherungsanlage Gronau

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), 02. Januar 2005
Unterschriftenaktion "Stilllegen statt erweitern!"

AFP-Agenturmeldung, 07. Januar 2005
IAEA-Chef schlägt weltweites Moratorium für Uran-Anreicherung vor

Arbeitskreis Umwelt Gronau u.a., Demonstrationsaufruf, 09. Oktober 2004
"Den Hahn zudrehen - Die Atomfabrik Gronau stilllegen, sofort!"

Arbeitskreis Umwelt Gronau, Pressemitteilung, 06. September 2004
Protestkundgebung vor der niederländischen Uranfabrik in Almelo

anti-atom-aktuell.de, 20. Juli 2004
"Herr Steinbrück: Erst Urenco stoppen - dann mit Udo rocken!"

DDP-Agenturmeldung, 21. Juni 2004
Uran-Transport nach Russland - Atomkraftgegner rufen zu Protesten auf

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Pressemitteilung, 24. Mai 2004
Protest gegen Jahrestagung Kerntechnik in Düsseldorf

Westfälische Nachrichten, 14. Januar 2004
Ratsmehrheit hat keine Bedenken gegen Ausbau

Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2004
Richtkrone thronte im statt über dem Neubau

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 08. Januar 2004
Internationaler Protest gegen Almelo

Süddeutsche Zeitung, 02. Januar 2004
Der Atom-Schwarzmarkt

DPA-Agenturmeldung, 01. Januar 2004
Deutsche Atomtechnik-Teile für Libyen abgefangen

Die Tageszeitung, 18. Dezember 2003
Urencos russische Uran-Deals

AFP-Agenturmeldung, 26. November 2003 u.a.
Areva/Urenco: 3 Mrd. Euro in eine neue Urananreicherungsfabrik

AKU Gronau, BBU, 11. Juli 2003
In NRW soll das bundesweit einzige Uranoxidlager gebaut werden

Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2003
Tausende Einwände gegen Ausbau der Urananreicherung

AKU Gronau, BBU, 10. Juli 2003
Urananreicherungsanlage: BBU wirft Landesregierung NRW Irreführung der Bevölkerung vor

Die Tageszeitung, 07. Juli 2003
Atomausstieg? Nicht in Gronau

Junge Welt, 07. Juli 2003
Urananlage soll wachsen

Robin Wood, 07. Juli 2003
Atomfabrik Gronau schließen - Aktion auf der Landesgartenschau

AKU Gronau, BBU, DNR und Robin Wood, 04. Juli 2003
Umweltorganisationen protestieren gegen den beantragten massiven Ausbau der Uranfabrik in Gronau

AKU Gronau, Robin Wood, BBU, 26. März 2003
Mehr als 6.000 Einsprüche gegen den Ausbau der Gronauer Atomfabrik

Münsterland Zeitung, 28. Januar 2003
Urananreicherung soll erweitert werden

Junge Welt, 28. Januar 2003
Uran bis zum Abwinken

Die Tageszeitung, 28. Januar 2003
Uran aus Deutschland

Robin Wood, 27. Januar 2003
Ausstieg statt Ausbau - Aktion auf dem Gronauer Rathaus

redaktion@uwg-ahaus.de, Januar 2003
Gronau stillegen statt erweitern


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