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CASTOR ALARM5. Juni Biblis - La HagueAuftakt-Demo Sonntag, 3. Juni, 14 Uhr, Biblis, Bahnhof Schon wieder soll es einen Atommülltransport aus dem hessischen AKW Biblis in die Wiederaufarbeitung geben! In der Woche nach Pfingsten soll ein Transport mit zwei Atommüllbehältern aus Biblis in die französische WAA La Hague rollen. Jetzt reicht's! Wir akzeptieren die Normalität der Castor-Transporte nicht!
Dieser Transport wird von Biblis aus der erste seit April sein. Die 6 Wochen Abstand sind ein erster Erfolg des Widerstands gegen die WAA-Transporte. Denn ursprünglich hatten die Betreiber geplant, jede Woche einen mit hochradioaktiv verstrahlten Brennelementen bestückten Behälter in die WAA zu fahren. Denn: die Transportgenehmigung für die insgesamt 16 Castoren nach La Hague und Sellafield sind zeitlich eng befristet. Innerhalb dieser Zeit ist der Abtransport aller restlichen Behälter technisch nicht möglich!
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| Die Blockade des bevorstehenden Transportes ist ein wichtiger Schritt zur Verhinderung des für Oktober geplanten zweiten Gorleben-CASTORs dieses Jahres. Schon jetzt ist die Polizei am Rande ihrer Belastbarkeit. In den vergangen Jahren hat genau dies in Gorleben und Ahaus dazu geführt, daß die Zahl der tatsächlich durchgeführten Transporten drastisch reduziert wurde! Dies kann uns auch jetzt gelingen. |
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Außerdem: Es scheint so zu sein, daß Frankreich nur einer begrenzten Zahl von WAA-Transporten zugestimmt hat. Wichtig ist für die französische Regierung, daß auch der zweite Gorleben-CASTOR im Herbst rollt. D.h. je mehr Druck wir jetzt bei den WAA-Transporten machen, desto schwieriger wird die Durchführung des zweiten CASTORs in diesem Jahr und desto wahrscheinlicher, daß Frankreich die WAA-Transporte wieder stoppt!
Die Abklingbecken beider Blöcke des AKW Biblis sind übervoll mit abgebrannten Brennelementen. Biblis hat nicht genug Platz für die beiden Brennelementwechsel bei den im Herbst anstehenden Revisionen. Ohne WAA-Transporte ist ein Weiterbetrieb der beiden Schrottreaktoren nicht möglich, die uns täglich mit dem Super-GAU bedrohen. Deshalb muß auch das geplante Zwischenlager verhindert werden, da es deren Weiterbetrieb sichern soll.
Wahrscheinlich wird auch bei diesem Transport eine Koppelung mit Behältern aus Philippsburg in Wörth stattfinden. Wie schon in der letzten Zeit werden wir uns auch diesmal nicht auf die Zersplitterungstaktik der Atommafia einlassen. Diesmal liegt der Widerstandsschwerpunkt auf Biblis.
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Auch in Frankreich regt sich der Widerstand, alle Transporte in diesem
Jahr wurden blockiert. Bisher hat es noch immer eine zweite Runde im Grenzbereich
gegeben....
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RheinPfalz online, 02. Juni 2001
MAINZ/WÖRTH (mk). Der fünfte Atomtransport des Jahres durch die Pfalz, der für nächste Woche geplant war, ist nach Informationen der RHEINPFALZ wegen Überlastung der Polizei auf voraussichtlich den 11. Juni verschoben worden. Kernkraftgegner werteten das "als Erfolg unseres andauernden Widerstands".
Weiterhin völlig unklar ist, an welchen Terminen die von Innenminister Walter Zuber angekündigten "40 bis 60" weiteren Atomtransporte bis Jahresende stattfinden werden. Zuber hatte vor vier Wochen gefordert, dass die Atom-Züge auf ihrem Weg von oder nach Frankreich nicht ausnahmslos durch Rheinland-Pfalz rollen dürften, weil die Polizeikräfte des Landes dadurch überlastet würden.
Zum Stand der Verhandlungen von Bundesinnenminister Otto Schily mit den französischen Behörden über Alternativ-Strecken sagte Zuber gestern auf Anfrage: "Ich bin zuversichtlich, dass wir alsbald mit ersten Ergebnissen rechnen können." Über Einzelheiten wollte Zuber "aus Gründen der erforderlichen Geheimhaltung" nicht reden. Nach RHEINPFALZ-Informationen steht das Ergebnis schon fest: Die Franzosen sind nicht kompromissbereit, weil die französische Staatsbahn SNCF darauf besteht, dass die Atom-Züge über den Grenzübergang Lauterburg bei Wörth (Südpfalz) rollen. Zuber sagte, bereits bei der Innenministerkonferenz am 9. und 10. Mai hätten die Innenminister Einigkeit darüber erzielt, "dass die Belastungen auf die einzelnen Bundesländer gleichmäßiger verteilt werden sollen". Kurz nach der Konferenz hatte sich allerdings der saarländische Umweltminister dafür ausgeprochen, dauerhaft den Grenzübergang Lauterburg zu nutzen.
Der für den 11. Juni vorgesehene Transport soll verbrauchte Brennelemente aus den Atomkraftwerken Biblis und Philippsburg in die französische Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague bringen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Berlin hat allein aus dem Kraftwerk Biblis den Transport von 19 Behältern erlaubt, zwei Drittel der Genehmigungen gelten bis Ende des Monats. Auf die Frage, ob das BfS seiner Ansicht nach zu viele Atom-Züge ermögliche, sagte Zuber: "Ich gehe davon aus, dass die Notwendigkeit dieser Transporte seitens des zuständigen Bundesamts für Strahlenschutz geprüft wurde." Der Innenminister will "aufmerksam beobachten", welche Auswirkungen die künftigen Atomtransporte "auf die Bewältigung der sonstigen polizeilichen Aufgaben insbesondere in der Südpfalz" haben. "Eine Gefährdung der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region", weil zu viele Polizeikräfte durch die Atom-Einsätze gebunden seien, "kann in keinem Fall hingenommen werden". Die Frage, ob das Innenministerium besondere Maßnahmen ergriffen habe, um sich auf die denkbar größte Belastung der Polizisten bei 40 bis 60 weiteren Transporten in diesem Jahr vorzubereiten, wollte der Innenminister nicht beantworten. Unterdessen haben sich zahlreiche Bürgermeister elsässischer Gemeinden in einer gemeinsamen Aktion gegen weitere Atomtransporte durch ihre Region ausgesprochen.
Die vielen Atom-Einsätze der Polizei könnten bald zur Gefahr für die öffentliche Sicherheit werden. Dass Innenminister Zuber jetzt Zurückhaltung übt, wenn es um Kommentare zu den deutsch-französischen Verhandlungen über Atomtransport-Routen geht, ist verständlich.
Zu offensichtlich war der Ärger in Berlin, als Zuber im Mai Bundesinnenminister Schily öffentlich unter Druck gesetzt hatte. Kaum zu verstehen ist dagegen, warum Zuber nicht klar sagt, wie er sich das vorstellt, wenn in diesem Jahr - wie er selbst angekündigt hat - noch zig Atom-Züge durchs Land rollen. Wenn die Polizei vor dem Atom-Kollaps steht, muss das Land eine klare Strategie fahren. Und nicht erst laut klagen und dann kleinlaut davon reden, die Lage "aufmerksam beobachten" zu wollen. Fakt ist: Ein bundesweites und länderübergreifendes Konzept für die Transporte fehlt weiterhin, wie nicht nur die jüngste Verschiebung beweist. Die Regierungen drücken sich dabei vor ihrer gemeinsamen Verantwortung. Das ist fatal. Denn die undurchdachte Atom-Politik des Bundes setzt die öffentliche Sicherheit aufs Spiel: Weil die Polizei weit mehr als notwendig von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten wird.
Sonntag, 03. Juni, 14 Uhr, Bahnhof Biblis
Nach der Demo werden wir so lange vor Ort bleiben, bis der Transport abgesagt ist. Auch in Biblis wird es deshalb eine Dauermahnwache mit sleep in gegen CASTOR-Transporte bis zum Tag X geben. Absprachen/Entscheidungen werden durch das Delegiertenplenum getroffen. Das Aktionskonzept wird eine Blockade beinhalten, aber so offen sein, daß für viele verschiedene Aktionsformen Platz sein wird. Die Transportstrecke ist lang...
Wörth droht sich zur Drehscheibe der Atomülltransporte zu entwickeln. Um dem entgegen zu treten: Auf zu zweiten Runde zwischen dort und der Grenze! Der Lokwechsel gibt genug Zeit für die Anfahrt von Biblis. Und: Auch in Frankreich gibt es AKW-GegnerInnen, die sich über Unterstützung freuen.
Infotelefon: 06151/712365 und 0175/7112894 ab der Auftaktdemo wird es am Bibliser Bahnhof einen Infopunkt geben. EA-Nummer: 06151/714528
Da Überraschungaktionen der Atommafia nicht ausgeschlossen werden können, bitten wir für diesen Fall Gruppen/Städtezusammenhänge (auch Einzelpersonen ohne Gruppen) sich auf unsere Alarmliste zu setzen: alarmkette@gmx.de.
Bibliser Bahnhof an der Strecke Frankfurt/Mannheim, Auto: A 67 Darmstadt/Mannheim
Jeden dritten Sonntag im Monat bis zur Stillegung des AKWs.
Treffpunkt: 14.00 Biblis Bahnhof
http://www.crosswinds.net/~aktionen
Regionalplenum Hessen Baden
Kranichsteiner Str. 81
64289 Darmstadt
tel.: 06151/712365 fax: 06151/782438
http://www.HessenBaden.de
kontakt@hessenbaden.de
Da die Organisierung des Widerstandes viel Geld kostet, spendet bitte
eifrig auf folgendes Konto:
Verein zur Förderung der Jugendumweltarbeit
Konto-Nr.: 14 001 212 - BLZ 508 501 50
Sparkasse Darmstadt, Stichwort: Hessenbaden
Mo, 06.08.01 Reuters-Agenturmeldung
Umweltverbände und Industrie lehnen Atomnovelle ab
Mi, 02.08.01 Pressemitteilung Aktionsbündnis Castor-Widerstand
Vielfältiger Widerstand begleitet den Atommülltransport in Frankreich
Mi, 02.08.01 Süddeutsche Zeitung
Atommüll Castor-Zug erreicht erstes Ziel
Di, 05.06.01 Verlagsprojekt Tolstefanz
Fragen und Antworten zum AtomNonsens
Mi, 16.05.01 Potsdamer Neuste Nachrichten
Abschied von der Kernkraft ist nicht endgültig
Mo, 14.05.01 Kommentar, Hartwig Berger, MdA Berlin, Bündnis '90/Die
Grünen
Wie "demokratisch" ist der
Atomkonsens?
Mo, 14.05.01 Reuters-Agenturmeldung und andere
Atommülltransport von mehreren Blockaden
unterbrochen
Do, 26.04.01 Die Tageszeitung
"Jedes zweite Atomkraftwerk macht
Verlust"
Do, 26.04.01 Frankfurter Rundschau
Der GAU lässt grüßen
Mi, 25.04.01 Badische Zeitung
Sellafield setzt auf die Deutschen
Mi, 25.04.01 Berliner Zeitung
Transporte widersprechen dem Atomkonsens
Mi, 11.04.01 Frankfurter Rundschau
Kommentar: Kreislaufmüll
So, 08.04.01 Aktionsbündnis Castor-Widerstand
Aufruf: Nach dem Castor ist vor dem Castor
Mo, 02.04.01 Frankfurter Allgemeine Zeitung
Operativer Erfolg, strategische Niederlage
Fr, 30.03.01 Der Spiegel online
Antritt gegen das Stromkartell
Do, 29.03.01 Le Monde
Un guepier pour les relations franco-allemandes
- Ein Wespennest für die dt.-frz. Beziehungen
Do, 29.03.01 redaktion@uwg-ahaus.de
Rückblick Tag X im Wendland '01
update
08.11.2009
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