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Tag X2, 06. Juni 05
Über 2000 Menschen demonstrierten am Montag, 06. Juni, in Ahaus gegen den zweiten von drei Atommüll-Transporten aus Dresden-Rossendorf. Morgens waren bereits 150 Schüler spontan auf die Straße gegangen, in Ahaus wurde ein Riesen-Banner vom Fernmeldeturm am Bahnhof gehisst: "Atomausstieg: Alles Lüge!"

200 Demonstranten blockierten die gesamte Nacht die Einfahrt des Atommüll-Lagers und wurden gewaltsam geräumt. Gegen die Polizei-Einsatzleitung wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung erstattet. Bei Dresden und Kamen blockierten pfiffige Menschen den Transport auf der Autobahn mehrmals, in Erfurt, Jena, Braunschweig, Bad Oeynhausen und andernorts waren mehrere hundert Menschen an der Transportstrecke aktiv gegen radioaktiv. Danke an alle!

Hier folgen einige Pressestimmen und Bilder.


Neue Rhein-Zeitung, 10. Juni 2005

Kessel-Treiben?


Nach dem zweiten Castor-Konvoi nach Ahaus erheben Kernkraftgegner Vorwürfe gegen den Polizei-Einsatz

Ahaus. Der Widerstand gegen die Atommülltransporte ist beim zweiten von drei geplanten Konvois merklich angewachsen. Unter lautem Protest von etwa 2000 (die Polizei sprach von 1000) Kernkraftgegnern erreichte der radioaktive Müll gestern Morgen, aus Dresden-Rossendorf kommend, das Zwischenlager im westfälischen Ahaus.


Sonniger Demo-Auftakt am Ahauser Bahnhof

Die letzten Meter seiner 600 Kilometer langen Reise durch Sachsen, Thüringen, Hessen und NRW hatten die Castoren unter gellenden Pfiffen von Demonstranten zurückgelegt. Aus der Menge flogen mehrere Farbbeutel gegen die Container. Zuvor hatte ein Großaufgebot der Polizei die Zufahrtstraße zum Zwischenlager räumen müssen. Mehrere hundert Demonstranten hatten die Straße die ganze Nacht über mit einer Sitzblockade versperrt.

Die Bewertung der Vorgänge ging scharf auseinander. Die Bürgerinitiativen in Ahaus sprachen von 70 bis 80 Personen, die einem "Kessel" festgehalten worden seien und monierten den "blutigen Einsatz" von Schlagstöcken. Das Vorgehen der Polizei sei übertrieben und "haarsträubend" gewesen.


Gegen friedliche Demonstranten wurde von der Polizei unter anderem Reizgas eingesetzt

Dem widersprach der Sprecher des Innenministeriums, Ulrich Rungwerth. Von einem Kessel könne keine Rede sein, die Polizei sei lediglich gezwungen gewesen, die Blockade der Schöppinger Straße aufzulösen. Dabei sei kein einziger Schlagstock zum Einsatz gekommen. Die Polizei vor Ort habe dann die Personalien von 118 Demonstranten festgestellt und die Personen danach wieder "entlassen". Einige müssen mit Anzeigen rechnen.


Passanten und an der gewaltfreien Sitzblockade unbeteiligte Demonstranten wurden auf Höhe des Hofes Wigger über zwei Stunden eingekesselt

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland verbuchten die Proteste dennoch für sich als Erfolg; nicht nur, weil es gelungen sei, die Ankunft des Transportes um mehr als eine Stunde zu verzögern, sondern vor allem wegen der Mobilisierung von Kernkraftgegnern. Was das nun für die dritte und letzte Fuhre von Castor-Behältern am kommenden Montag bedeutet, ist ungewiss. Die Bürgerinitiativen kündigten an, die Ankunft der letzten von insgesamt 951 Brennelementen zu "begleiten". (pbd/NRZ/dpa)


Münsterland-Zeitung, 09. Juni 2005

Forum zum Thema "Castor"

Ahaus - Zu einem spontanen Diskussions-Forum zum Thema "Castor in Ahaus" versammelten sich am Dienstagnachmittag etwa 20 Jugendliche auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindehaus. "Wir wollen keine Meinung vorgeben, den Jugendlichen aber Gehör schenken und eine Gelegenheit zum Gespräch über das Thema Castor geben", stellt Jugendreferent Thomas Flachsland das Projekt vor. Anlass für die Gesprächsrunde, die dem Konfirmanden-Unterricht vorangestellt war, war die Schüler-Demonstration am Montagmorgen.


"Aufwachen jetzt!" - Schüleraktion in Ahaus am Vorabend des zweiten Castor-Transportes aus Dresden-Rossendorf

"Jugendliche haben auch ohne Wahlrecht eine politische Meinung, aber es darf nicht sein, dass Schüler für den Protest instrumentalisiert werden", äußert Flachsland trotz aller Zustimmung zum Protest seine Bedenken. Das Diskussions-Forum am Dienstag sollte die Jugendlichen über die Situation informieren und sie ihre eigenen Meinung finden lassen. Ebenso machten aber Pfarrer Siegfried Schmidt und Flachsland die Position der Evangelischen Kirche in Ahaus deutlich. Schmidt erklärte seinen Widerstand gegen die Atomindustrie mit der Erinnerung an den Reaktorunfall in Tschernobyl. - pl

"Sorgen und Ängste vor Gott bringen"

Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) hatte am Sonntag aus aktuellem Anlass zu einem Gottesdienst an der Ammelner Kapelle eingeladen. Und rund 80 Männer und Frauen sowie auch Kinder kamen, um ihre Sorgen und Ängste im Hinblick auf die Atommüll-Transporte gemeinsam vor Gott zu bringen.


"Für Atompolitik muss man ausgeschlafen sein": Schüleraktion am Bahnhof

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Anliegen dieser kfd-Gottesdienste. Gestellt wurde die Frage: "Was passiert, wenn Menschen in den Bereichen Atom- und Gentechnik weiter manipulieren, ohne die Folgen und Gefahren beherrschen zu können?"

In die abschließende Friedensbitte wurden auch alle diejenigen eíngeschlossen, die bei den nächsten Atommülltransporten beteiligt sind: "die Polizisten, die ihren Dienst tun müssen und persönlich vielleicht eine ganz andere Meinung haben, und die Demonstranten, die friedlich und gewaltfrei ihr demokratisches Recht wahrnehmen", so die Frauengemeinschaft.

Auch am nächsten Sonntag beginnt wieder um 14 Uhr ein Gottesdienst an der Ammelner Kapelle, zu dem die Katholische Frauengemeinschaft im Dekanat einlädt.


Münsterland-Zeitung, 08. Juni 2005

Sitzblockaden gegen Castor

Ahaus - Dienstag, 4.25 Uhr: Sechs mit je einem Castor-Behälter beladene LKW rollen unter dem Protest von 250 Demonstranten, die ein großes Polizeiaufgebot hinter Absperrgitter drängt, auf das Gelände des Brennelement-Zwischenlagers. Der zweite Atommülltransport aus Rossendorf ist angekommen " mehr als eine Stunde später als erwartet.


Einfahrt der von zahlreichen Farbbeuteln getroffenen Castor-Behälter im Atommüll-Lager

"Dem Widerstand in Ahaus ist nicht die Luft ausgegangen, ganz im Gegenteil", gibt Matthias Eickhoff wenige Minuten später den verbliebenen Journalisten zu Protokoll. Die Zahl der Demonstranten - darunter wie schon am Morgen viele Schüler - habe sich im Vergleich zum ersten Transport eine Woche zuvor verdreifacht. "Wir wollten mit möglichst vielen Menschen auf der Transportstrecke ein politisches Zeichen für den sofortigen Atomausstieg setzen - das Ziel haben wir erreicht."


Sitzblockade auf der Schöppinger Straße bei der Gaststätte Suek Manns

Auch ein anderes: Die Polizei hatte es nicht so leicht wie beim ersten Transport, den Konvoi an den Atomkraftgegnern vorbei ins Zwischenlager zu dirigieren. Zwei Sitzblockaden auf der Schöppinger Straße, eine auf Höhe der Gaststätte Sueks Manns und die andere an der Volxküche etwa in gleicher Entfernung vom BZA in Richtung Ahaus, mussten die Einsatzbeamten aus NRW zunächst auflösen, damit der an der Anschlussstelle Legden von der A 31 abgebogene Konvoi passieren konnte.

Rüde oder ruhig?


Gewaltsame Räumung der friedlichen Sitzblockade auf der Schöppinger Straße

Mit der Durchfahrt der von vielen Sicherheitsfahrzeugen begleiteten LKW ist die Demonstration an sich vorbei, aber noch nicht beendet. Erst um 6.15 Uhr gehen die letzten Kernkraftgegner nach Hause. Polizei und Bürgerinitiative beurteilen die Situation am Morgen unterschiedlich. Unstrittig ist, dass die Polizei von 118 Demonstranten im Bereich der Volxküche die Personalien festgestellt hat, da diese ihre Versammlung nicht auflösen wollten, wie Polizeipressesprecher Markus Kuhlmann begründet. Dabei sei es "etwas emotionaler, aber ruhig und sehr friedlich" zugegangen, ergänzt er. Zum Einsatz von Schlagstöcken oder Ingewahrsamnahmen sei es nicht gekommen. Felix Ruwe und Matthias Eickhoff, die Sprecher der Anti-Atomkraftinitiativen, sprechen dagegen von "Schikane durch die stundenlange Einkesselung" und einem "überzogenen Vorgehen der Polizei bei der Räumung", das mehrere Demonstranten verletzt habe. - sy-


Münsterland-Zeitung, 08. Juni 2005

Aufwind für den Widerstand

Ahaus - "Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist", dröhnt es aus dem Lautsprecher in die taghell erleuchtete Nacht vor dem Brennelementzwischenlager. "Es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt."


Rund 2000 Menschen demonstrierten am Vorabend des zweiten Castor-Transportes aus Dresden-Rossendorf vor dem Ahauser Bahnhof

Ihren Beitrag zu einer ihrer Meinung nach besseren Welt leisten von Montag auf Dienstag, der Nacht des zweiten Castor-Transports, mehr als 250 Demonstranten. "Klar, werden wir den Transport nicht verhindern können", unterstreicht Eva-Maria Simon. Die Studentin aus Köln sitzt im Schneidersitz zusammen mit anderen Atomkraftgegner auf dem mit Stroh bedeckten Asphalt an der Schöppinger Straße in Höhe des Jägerhauses - eine von den beiden Blockaden auf der Zufahrtsstraße. "Aber wir haben die Chance, öffentlich Flagge zu zeigen gegen dieses unverantwortliche, völlig sinnlose Hin- und Herkarren des Atommülls." In Massen sollten die Menschen auf die Straße gehen, wünscht sich die junge Frau. Sie selbst hat immerhin schon zwei Freundinnen mitgebracht.

Sonntagsspaziergang


"Schläfst Du noch oder demonstrierst Du schon?": Konzert vor Demo-Beginn am Bahnhof

Schüler, Studenten, Eltern mit ihren heranwachsenden Kindern, Landwirte, Vertreterinnen der katholischen Frauengemeinschaft, Autonome und Punks, Ahauser und Auswärtige - "es ist toll, dass so viele hier vertreten sind", freut sich Matthias Eickhoff im Namen der Anti-Atomkraftinitiativen.

Der Widerstand sei spürbar breiter geworden - und soll noch mehr wachsen. Am kommenden Sonntag, 14 Uhr, findet ein Sonntagsspaziergang statt ("dann kommen die Landwirte hoffentlich auch mit ihren Treckern"), am darauf folgenden Montag der nächste und letzte Castortransport aus Rossendorf. - sy-


Münsterland-Zeitung, 08. Juni 2005

118 Demonstranten festgehalten

Ahaus - "Das ist doch reine Schikane", steht für die Sprecher der Antiatomkraftinitiativen fest: Der Demonstrationstag, der bunt und fröhlich am Bahnhof begonnen hatte, endet am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr mit Aggression und Enttäuschung. Der Grund: Die Polizei hält 118 Demonstranten eineinhalb Stunden fest, um ihre Personalien aufzunehmen.

Um 4.45 Uhr hält die Polizei die Atomkraftgegner, darunter auch die Besatzung der Volxküche, in einem Kessel fest. Nur langsam werden die ersten Demonstranten zur Feststellung der Personalien abgeführt. Sie haben behauptet, zwei Polizisten hätten uns aus der Sitzblockade wiedererkannt", erzählen Ratsherr Tim Rohleder und "Trommelfloh" Maxim Wartenberg aus Münster. "Die haben mir einen Aufkleber mit Nummer auf den Ausweis geklebt und mich damit gefilmt", berichtet Bernd Mutz aus Gladbeck. Auch Anna Laumann aus Ahaus kritisiert scharf das Verhalten der Polizei: "Als die Polizisten die Straße geräumt haben, bin ich friedlich mitgegangen. Doch dann wurden wir immer weiter in die Volxküche zurückgedrängt, es wurde immer enger und schließlich hat man uns dort mit vielen Leuten, die nur in der Volxküche "was essen wollten, eingekesselt. Danach gab es überhaupt keine Auskunft, wie es weiter geht."

Um 6.05 Uhr wird schließlich der letzte Demonstrant abgeführt. Zehn Minuten später darf auch er gehen. "Eigentlich wollte ich mir nur ein Brötchen in der Volxküche holen. Ich war nicht mal auf der Straße " leider", ärgert sich Erne aus Süddeutschland. - dam/sy-


Die Tageszeitung, 08. Juni 2005

In Ahaus wächst der Widerstand


Über 2.000 Menschen demonstrieren gegen neue Atommülltransporte ins Münsterland. Proteste auch in Sachsen, Thüringen und Hessen. Castor-LKW vor Kamen durch Autobahnblockade gestoppt


von Andreas Wyputta

Die Castoren rollen, der Protest wächst: Über 2.000 Menschen haben in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen neue Atommülltransporte aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden ins Zwischenlager Ahaus demonstriert. Selbst als die sechs Castor-LKW das Brennelemente-Zwischenlager (BZA) im Morgengrauen gegen 04:30 Uhr erreichten, blockierten noch immer über 400 Atomkraftgegner die Zufahrt. Vor einer Woche hatten dagegen nur 650 Menschen insgesamt gegen die ersten Castor-Transporte seit 1998 nach Ahaus demonstriert.


Blockadeaktion in der Nähe des Kamener Kreuz

Proteste gegen die mit hochgiftigem Plutonium und kernwaffenfähigem Uran beladenen Castoren gab es auch in Sachsen, Thüringen und Hessen. Schon kurz nach der Abfahrt musste der Konvoi im sächsischen Radeberg stoppen - Atomkraftgegner blockierten die Landstraße, Greenpeace-Aktivisten stellten gelbe Holzkreuze als Zeichen des Protests auf.


Demonstration gegen den Castor-Transport durch Kamen

In Thüringen gab es Mahnwachen, und in Hessen nahm die Polizei 13 Demonstranten vorübergehend fest. In Bad Oeynhausen, dem "Nadelöhr" der als Alternativroute geltenden Nordstrecke, verteilten Teilnehmer einer Mahnwache Flugblätter und sammelten Unterschriften für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Zum zweiten Mal gestoppt wurden die Castoren dann bei Kamen: Rund 25 Atomkraftgegner blockierten die Autobahn und konterkarierten so das Sicherheitskonzept der Polizei, die die Blockade nicht bestätigen wollte.


Eine von zahlreichen Brückenaktionen an der Transportstrecke

In Ahaus selbst sorgte besonders eine Erklärung des Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, für Ärger. Kein Zwischenlagerstandort habe vom Atomkompromiss zwischen der rot-grünen Bundesregierung und der Atomindustrie "so profitiert wie Ahaus", hatte der Chef des Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) direkt unterstellten BfS ausgerechnet am Montag erklärt. "Wenn wir nicht massiv auf die Straße gehen, drohen uns hunderte Atommülltransporte", hielt Heiner Möllers-Taubitz von der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus dagegen. "Ahaus droht zum Endlager zu werden." Auf die Castoren aus Rossendorf könnte hochangereichertes Uran aus dem Forschungsreaktor München-Garching folgen, danach dürften bis 2018 hunderte Transporte aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague rollen. "Ahaus ist ein zentrales Projekt der deutschen Atomindustrie. Von Schonung kann keine Rede sein", sagt auch Matthias Eickhoff von der Gruppe Widerstand gegen Atomanlagen aus Münster.


Schülerdemo am 06. Juni auf der Bahnhofstraße

Umso heftiger reagierten Polizei und Ahauser Stadtverwaltung: Ozan Kubat, Sprecher der Ahaus Jusos, klagt über Drohungen des Ahauser Schuldezernenten Hermann Kühlkamp. "Sie können sich warm anziehen", soll Kühlkamp am Telefon gedroht haben - Kubat hatte zu Schülerdemonstrationen aufgerufen, an denen sich schon Montag Mittag über 120 Schülerinnen und Schüler beteiligt hatten. Die Anti-Atom-Initiativen kritisierten Kühlkamps Verhalten: Der Schuldezernent versuche, dass Recht auf freie Meinungsäußerung zu unterdrücken.


Demo-Beginn am Ahauser Bahnhofsvorplatz

Auch die Polizisten vor dem Zwischenlager reagierten stark gereizt, versuchten die Demonstranten auf ihrem genehmigten Weg zum Zwischenlager immer wieder aufzuhalten. Als die Proteste nicht abrissen, kesselte die Polizei rund 100 Demonstranten ein - Proteste des Landwirts gegen den Kessel auf seinem Privatbesitz wurden ignoriert. Der Atommüllkonvoi stand zu diesem Zeitpunkt schon über eine Stunde auf dem Parkplatz Hochmoor der A31, rund 15 Kilometer vor Ahaus. Nach Polizeiangaben wurden 118 Atomkraftgegner in Gewahrsam genommen und "erkennungsdienstlich behandelt": Neben Ausweiskontrollen wurden die Demonstranten auch fotografiert.

Die Anti-Atom-Initiativen werteten die Proteste dennoch als großen Erfolg. "Wir konnten die Ankunft der Castoren über fast zwei Stunden hinauszögern", sagt Atomkraftgegner Eickhoff. "Die Verdreifachung des Widerstands, die große Unterstützung zeigt, dass die Menschen die Atommülltransporte ins Münsterland ablehnen."


Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Widerstand gegen Atomanlagen (WIGA) Münster, Anti-Atom-Forum Ostwestfalen-Lippe u.a., Pressemitteilung, 7. Juni 2005, 7.30 Uhr

Deutlich stärkere Proteste gegen Autobahn-Castoren


Blockaden in Dresden, Kamen und Ahaus

Atomkraftgegner haben ihre Proteste gegen die Castor-Transporte von Dresden nach Ahaus deutlich ausgeweitet. Allein in Ahaus demonstrierten am späten Abend rund 2000 Menschen gegen den zweiten von drei Castor-Konvois. Die Demonstration war damit eine der größten Anti-Atom-Demos der letzten Jahre. Schon morgens hatten 120 SchülerInnen demonstriert. In der Nacht blockierten Hunderte von Menschen bis zur Ankunft der Castoren gegen 4.30 Uhr die zwei Zufahrtsstraßen zum Zwischenlager und wurden von der Polizei geräumt. Durch die Blockaden verzögerte sich die Ankunft der Castoren in Ahaus erheblich.


Autobahn-Aktion bei Jena/Thüringen

Auch in Dresden und Kamen wurden die Castoren blockiert. Bei Kamen gelangten 25 Atomkraftgegner auf die Autobahn und stoppten am Kamener Kreuz den Castor-Konvoi. Unter anderem in Jena, Erfurt, Braunschweig und Bad Oeynhausen fanden ebenfalls Proteste statt, sodass die Proteste immer stärker bundesweiten Charakter annehmen. Die Polizei erzeugte erneut über 130 km Verkehrsstau durch weiträumige Autobahn-Sperrungen. Schwerpunkt der Staus waren Sachsen und Thüringen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen ziehen ein positives Fazit der gestrigen Proteste. Gerade in Ahaus und im Münsterland gelang eine wesentlich stärkere Mobilisierung. In Ahaus gingen dreimal mehr Menschen auf die Straße als letzten Montag. Dem Widerstand ging nicht die Luft aus, wie letzte Woche in vielen Medien behauptet, sondern hat eine neue Dynamik gewonnen. Felix Ruwe von der BI Ahaus: "Wir wollten mit möglichst vielen Menschen auf der Transportstrecke ein politisches Zeichen für den sofortigen Atomausstieg setzen - das Ziel haben wir erreicht."


Castor-Stopp-Aktion auf der A31

Scharf kritisierten die Anti-Atom-Initiativen die Räumung der Schöppinger Straße vor dem Zwischenlager in Ahaus. Dort wurde unter anderem die gesamte Volxküche auf dem Privatgelände eines Landwirtes völlig willkürlich stundenlang eingekesselt. Nach ersten Schätzungen wurden von rund 90 Demonstranten Personalien festgestellt und eine vereinfachte erkennungsdienstliche Behandlung (Fotos) durchgeführt. Mindestens eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Bei der Räumung der Straße kam es durch ein überzogenes Vorgehen der Polizei zu mehreren Verletzungen bei Demonstranten. Die Räumung des Kessels zog sich nach Ankunft der Castoren noch bis 6.15 Uhr hin. Augenzeugen werteten das Polizeiverhalten als reine Schikane. Zu den festgesetzten Demonstranten gehörten auch viele Ahauser SchülerInnen. Die Bürgerinitiativen bitten alle Zeugen und Betroffenen sich bei BI Ahaus zu melden, um die Vorfälle zu dokumentieren.

Montag, 13. Juni: Proteste auch gegen dritten Transport


"Autonome, putzt Euer Werkzeug!": Demo am Ahauser Bahnhof

Der dritte Castor-Konvoi am nächsten Montag wird bundesweit ebenfalls auf starken Widerstand treffen. In Ahaus wird der reguläre Sonntagsspaziergang um eine Woche auf nächsten Sonntag, 12. Juni, um 14 Uhr am Zwischenlager vorverlegt. Zur gleichen Zeit veranstaltet die kfd (Katholische Frauen Deutschlands) in der Ammelner Kapelle einen Fürbitt-Gottesdienst. Danach wird gemeinsam um das Zwischenlager demonstriert.


Auf der Schorlemer Straße spielten Demonstranten Riesen-Mikado

Die zentrale Demonstration wird nächsten Montag, 13. Juni, um 20 Uhr am Bahnhof in Ahaus starten. Von dort geht es dann zum Zwischenlager Ahaus. Die Anti-Atom-Initiativen rufen die Menschen in Ahaus und im Münsterland auf, sich an den Protesten zu beteiligen. Ziel der Proteste ist es, jeden weiteren Atomtransport nach Ahaus zu verhindern und ein klares Zeichen für den sofortigen Atomausstieg zu setzen.

Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" möchte sich bei allen Demonstranten für ihr großes Engagement bedanken. Es gingen zudem zahlreiche Geld- und Sachspenden aus der Bevölkerung bei der BI ein, um den Widerstand zu unterstützen. Angesichts der vielen neuen Verfahren gegen Schülerinnen und Schüler ruft die BI die Bevölkerung auf, für einen Rechtshilfefonds zugunsten der Betroffenen zu spenden. Der Einsatz gerade der jungen Demonstranten müsse unterstützt werden.


Münsterland-Zeitung, 07. Juni 2005

Anti-Atom-Protest wächst

Ahaus. "Ich sehe hier heute nicht die Renaissance der Atomkraft", rief Matthias Eickhoff, einer der Sprecher der Castorgegner, gestern gegen 20.45 Uhr über die Köpfe von über 1200 Demonstranten hinweg, "ich sehe die Renaissance der Anti-Atomkraftbewegung".


Demo am 06. Juni auf dem Ahauser Rathausplatz

Mehr als doppelt so viele Demonstranten wie beim ersten Castortransport vor einer Woche hatten sich gestern am Bahnhof versammelt, um gegen den zweiten der insgesamt drei Straßentransporte vom ehemaligen Forschungsreaktor Rossendorf nach Ahaus zu demonstrieren. "Castor - unser Albtraum auf Rädern" war auf einem Transparent zu lesen, auf einem anderen "Wann kommt das böse Erwachen?"

So viele Menschen mobilisiert zu haben, vor allem auch so viele Jugendliche, werten die Sprecher der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" als Erfolg für den "notwendigen Widerstand, wenn wir hier nicht zum Endlager werden wollen".


In der Abenddämmerung zog die Demonstration durch die Ahauser Innenstadt

Eickhoff zeigte sich optimistisch, dass nächste Woche Montag, wenn der dritte Castortransport aus Rossendorf erwartet wird, noch mehr Menschen auf den Beinen seien. Nach Schätzung der BI versammelten sich bereits gestern Abend nach der Kundgebung am Bahnhof vor dem Rathaus an die 2000 Demonstranten.

Die Atomkraftgegner versammelten sich nach einem Protestzug durch die Innenstadt vor dem BZA. Das Eintreffen des Castor-Konvois wurde für den frühen Morgen erwarten. - sy-


Die Tageszeitung, 07. Juni 2005

Hurra, hurra der Castor strahlt


Atomkraftgegner protestieren gegen zweiten Castor-Transport nach Ahaus. Mehr als 150 Schüler versammeln sich zu spontaner Demo und blockieren Ahauser Innenstadt

Ahaus. Begleitet von Protesten ist gestern der zweite Atommülltransport vom sächsischen Forschungsreaktor in Rossendorf nach Ahaus aufgebrochen. Wie beim ersten Transport in der vergangenen Woche sind auch diesmal wieder rund 1.500 Polizisten im Einsatz, die die hoch radioaktive Fracht auf ihrer 600 Kilometer langen Reise durch Sachsen, Thüringen, Hessen und das Ruhrgebiet absichern sollen.

Auf einen ruhigen Ausflug nach Westfalen können sich die Polizisten jedoch nicht einstellen. "Wir sind positiv überrascht, dass sich der Protest seit dem letzten Transport noch weiter verstärkt und ausgeweitet hat", sagt Matthias Eickhoff von der Bürgerinitiative "Kein Atommüll nach Ahaus". Die Atomgegner rechnen mit etwa 1.000 Demonstranten, die im Laufe des Tages entlang der Strecke protestieren.


Schüler blockieren am 06. Juni die Kreuzung Fuistingstraße/Bahnhofstraße

Den Auftakt für die Anti-Atom-Proteste machten gestern etwa 150 Ahauser Schüler. Sie hatten sich am Morgen spontan zu einem Protestmarsch zusammengeschlossen und rund drei Stunden lang die Innenstadt von Ahaus blockiert - sehr zum Ärger vieler Lehrer. Die hatten an manchen Schulen vergeblich versucht, die Schulhöfe abzusperren und die Schüler aufzuhalten. "Dass so viele Schüler spontan und ohne Rücksicht auf mögliche Disziplinarstrafen einfach die Klassenzimmer verlassen und protestieren, hat es in Ahaus seit 1998 nicht mehr gegeben", sagt Matthias Eickhoff. Die Polizei brauchte denn auch mehr als eine halbe Stunde, um auf die Schülerdemo zu reagieren - und schickte dann gleich eine Hundertschaft, allerdings nur um den Verkehr zu regeln. Für die Jugendlichen könnte die Demo jedoch noch ein Nachspiel haben: Der Schulleiter einer Schule hat den "Schulverweigerern" einen Verweis angedroht.

Bereits am frühen Morgen hatte in Ahaus ein Anti-Atom-Aktivist einen 30 Meter hohen Fernmeldeturm bestiegen und dort ein 15 Meter langes Transparent mit der Aufschrift "Atomausstieg - Alles Lüge" befestigt.

Für gestern Abend hatten die Atom-Gegner weitere Proteste in Ahaus angekündigt. Schon jetzt ist die Bürgerinitiative mit der Resonanz der Bevölkerung zufrieden: "Die Proteste gegen den Atommülltourismus quer durch Deutschland fallen bereits heute deutlich stärker aus als vor einer Woche." JAS


Münsterland-Zeitung, 06. Juni 2005

Kritik an Castor

Ahaus - Die Internationale Katholische Friedensbewegung Pax Christi im Bistum Münster hat am vergangenen Donnerstag das zehnte politische Nachtgebet in der evangelischen Christuskirche in Ahaus abgehalten. Vor zahlreichen Besuchern bezeichnete Dr. Ferdinand Kerstiens in seiner Predigt die Castortransporte nach Ahaus als "Joch" für viele Menschen. "Diese überflüssigen Transporte sind die Demonstration der wirtschaftlichen Gewalt, die die politische und die polizeiliche Gewalt in ihre Dienste nimmt, eine Perversion der Demokratie."

Kerstiens erläuterte, dass mit den Nachtgebeten die Menschen zum Handeln ermutigt werden sollen. Manfred Laumann ging auf das Symbol des Mahners ein, der von der Münsteraner Bildhauerin Hilde Schürk-Frisch geschaffen, im Jahre 1967 fertiggestellt und im Auftrag der Stadt Ahaus aufgestellt wurde. "Der Mahner heute kann uns auf die Bedrohung der Schöpfung hinweisen und der Schrei und das Entsetzen können uns an das Schicksal der Menschen in Tschernobyl mahnen", so Laumann. Pax Christi Friedensarbeiter Ernst Dertmann legte in einem dritten Wortteil die Gründe dar, warum Pax Christi am 24. Mai einen so genannten "Thesenanschlag zu Ahaus" für eine neue politische Ethik der Öffentlichkeit vorstellte. Für den musikalischen Teil des Nachtgebets sorgten das Duo Bettina Finke und Sophia Untiedt (Querflöte/Orgel) und Fritz Gregory ( Orgel/Gitarre).


Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Widerstand gegen Atomanlagen (WIGA) Münster, Anti-Atom-Forum Ostwestfalen-Lippe u.a., Pressemitteilung, 05. Juni 2005

50 Atomkraftgegner demonstrieren vor Urananreicherungsanlage Gronau


Morgen Proteste gegen Castor-Transport von Dresden nach Ahaus

Rund 50 Münsterländer Atomkraftgegner demonstrierten heute gegen den massiven Ausbau der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau, 15 km nördlich von Ahaus. Bei strömendem Regen bauten sie aus alten Wasserhähnen ein Protest-X als Installation auf.

In Ahaus selbst veranstalteten die Katholischen Frauen Deutschlands einen Fürbitt-Gottesdienst gegen den für morgen geplanten zweiten von drei Castor-Transporten von Dresden nach Ahaus. Bereits am Wochenende veranstalteten die Anti-Atom-Initiativen zwei Open-Air-Konzerte im Widerstandscamp direkt am Atommüll-Lager Ahaus.

Die Initiativen erneuerten ihre massive Kritik an der Bundes- und NRW-Landesregierung. Die Erweiterung der UAA und die Castor-Transporte nach Ahaus sind ein Schlag ins Gesicht der Menschen im Westmünsterland, die den Atomausstieg wollen. Dass auch der zukünftige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kein Wort über die Castor-Transporte verliert, obwohl er sie letztes Jahr im Landtag noch abgelehnt hat, verheißt nichts Gutes.

Bundesamt für Strahlenschutz nimmt Sicherheitsbedenken nicht Ernst

Die Anti-Atomkraft-Initiativen verlangen erneut Auskunft zu den gravierenden Sicherheitsproblemen bei den Dichtungen der Castor-Behälter. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die zuständigen Ministerien verweigern bis jetzt eine klare Aussage zu den Dichtungs-Schrauben, die zu fest angezogen wurden. Dadurch ist die langfristige Sicherheit der Dichtungen eindeutig beeinträchtigt. Das BfS verweigert auch jede Auskunft zu dem geöffneten Castor-Behälter, bei dem die Strahlungs-Grenzwerte überschritten wurden. Diese wichtigen Sicherheitsprobleme dürfen nicht ignoriert werden.

Morgen: Proteste von Dresden bis Ahaus

Morgen werden Atomkraftgegner von Dresden bis Ahaus gegen den zweiten Castor-Transport und für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie protestieren. Schwerpunkte des Protests werden Dresden, Jena, Bad Oeynhausen, Kamen und Ahaus sein.

In Bad Oeynhausen beginnt um 15 Uhr eine Mahnwache am Bahnhof. Sollte der Castor über die Nordstrecke fahren, wird im Anschluss eine Demonstration zur B61 (Mindener Straße) stattfinden.

In Kamen beginnt um 18 Uhr auf der Hammer Straße (B61) eine Mahnwache. Geplant ist auch eine Fahrraddemo aus der Innenstadt zur Autobahn 2.

In Ahaus beginnt um 20 Uhr am Bahnhof die zentrale Demonstration zum Zwischenlager. Die ganze Nacht hindurch findet vor dem Atommüll-Lager eine angemeldete Mahnwache statt. Die BI "Kein Atommüll in Ahaus" bittet die Ahauser Bevölkerung Betten für auswärtige Gäste bereitzustellen. Lebensmittel und Getränke für die nächtliche Versorgung können in der Zeit von 18-20 Uhr im BI-Büro, Bahnhofstr. 51, abgegeben werden.

Die BI rechnet damit, dass der Transport nachts mitten durch Legden oder erneut mitten durch Heek fährt und dann über Schöppingen-Gemen zum Zwischenlager gebracht wird.


Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.

Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005
Mahner in der Stadt

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.

Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
"Ruhe in der Innenstadt"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
NRW-Landesregierung hat kein politisches Mandat mehr für Castoren

Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Castor: Transporttermin noch im Nebel

Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
600 Kilometer für Protest

Die Tageszeitung, 28. April 2005
Anti-Atom spaltet die Bewegung

Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Circus contra Castor am Zwischenlager

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Atomkraftgegner demonstrieren direkt vor Zwischenlager Ahaus

Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
BI meldet Proteste an

Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Stört Castor Kirchenchöre?

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Am 4. Juni soll zweiter Castor-Transport nach Ahaus rollen

Die Tageszeitung, 10. März 2005
Störfall in Ahauser Atomlager

Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Grüne im Schnellwaschgang

Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
Rollen Castoren durch Heek?

WDR, 20. Februar 2005
Atomkraftgegner machen mobil

Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
"Enttäuschte Freundschaft"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Atomtransporte von Dresden nach Ahaus direkt nach Landtagswahl

Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
1000 Kerzen

Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Konkrete Schritte mit keiner Silbe erwähnt

Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Castor-Stopp - Atommüll bleibt vorerst in Rossendorf

Die Tageszeitung, 09. November 2004
Der Tod ist kein Hindernis

Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
Castor: Appell an die Politik

WDR, 21. Oktober 2004
Castor-Transporte oder die Frage nach dem Schnee

Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Wortgefechte um Castoren

Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Grünes Licht für den Castor

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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