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UWG-Pressemitteilung, 09. März '00

Dieter Homann als Vorsitzender bestätigt

Ute Lainck-Kuse und Bernhard Kleine Stellvertreter - UWG sieht Öffentlichkeit des "Runden Tisches" als zwingend an


UteLainckKuse.jpg (7439 Byte)
neuer UWG-Vorstand: Dieter Homann und Ute Lainck-Kuse

Auf der Jahreshauptversammlung der UWG Ahaus haben die Vorsitzenden Dieter Homann, Hubert Kersting und Bernhard Kleine in ihrem Rechenschaftsbericht das Wahljahr mit all‘ seinen Höhen und Tiefen Revue passieren lassen. Dabei haben sie nicht nur bei der Erforschung der Ursachen für das schlechte Ergebnis der Kommunalwahl belassen, sondern die gegenwärtige konstruktive Oppositionspolitik dargestellt und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt. In den letzten Monaten habe die UWG mit einer Vielzahl von Anträgen in der Ahauser Kommunalpolitik, insbesondere in den Bereichen Soziales und Jugend sowie der Verkehrssituation deutliche Akzente gesetzt, die auch mehrheitlich vom Stadtrat begrüßt wurden. In diesem Zusammenhang verwies Hubert Kersting auch auf die von der UWG eingebrachte Einführung von Einwohnerfragestunden, die in Zukunft zu mehr Transparenz und Bürgernähe im Ahauser Rathaus führen soll. Von Dieter Homann wurde im Jahresbericht noch in besonderer Weise das große Engagement der UWGjugend hervorgehoben, die außerdem mit der Wahl eines reinen Frauenvorstandes bewiesen hätten, dass sie keine Quote bräuchten, sondern ein gleichberechtigtes Miteinander selbstverständlich sei.

Wie die UWG in Ahaus habe sich auch die UWG im Kreis Borken in besonderer Weise für "Arbeit statt Sozialhilfe" eingesetzt, um den Menschen wieder neue Perspektiven zu eröffnen, teilte Kreisvorsitzender Manfred Lück in seinem Bericht aus der Arbeit der Kreistagsfraktion mit. Außerdem bezog Lück deutlich Stellung zu Plänen einzelner Mitglieder Unabhängiger Wählergemeinschaften im Land NRW, als Partei der Unabhängigen bei der Landtagswahl zu kandidieren. Dies widerspräche den Grundsätzen unabhängiger Politik und werde von der Kreis-UWG ebenso wie von der Ahauser UWG nicht mitgetragen.

Jugendvertreter Ulf Kemper berichtete der Versammlung von der Arbeit der UWGjugend, die besondere Schwerpunkte in der Anti-Atom-Politik und einem Einsatz für menschenfreundliche Lebensverhältnisse für Asylbewerber gesetzt hätten.

In der anschließenden Aussprache wurde insbesondere der geplante "Runde Tisch" zu weiteren Castor-Transporten nach Ahaus thematisiert. Hierbei wurde seitens der UWG in aller Deutlichkeit herausgestellt, dass es dabei nicht darum gehen könne, hinter "verschlossenen Türen zu mauscheln". Die Öffentlichkeit müsse zu jedem Zeitpunkt Gelegenheit haben, sich zu informieren und deshalb sieht die UWG die Möglichkeit der Teilnahme der Bevölkerung und der Presse als zwingende Voraussetzung für den "Runden Tisch" an. Auch könne es keinesfalls Ziel eines "Runden Tisches", die Castor-Transporte möglichst lautlos nach Ahaus rollen zu lassen. Am "Runden Tisch" sollten die beteiligten Ahauser Gruppen ihre ablehnende Haltung zu weiteren Castor-Transporten deutlich formulieren und für den Fall, dass diese dennoch angeordnet werden, sollte der "Runde Tisch" nach Wegen und Möglichkeiten suchen, die Initiativen besorgter Bürgerinnen und Bürger in der Schaffung ihrer Infrastruktur zu unterstützen. Es wurde deutlich herausgestellt, dass sich die UWG an einem "Runden Tisch", deren Ziel es wäre, weitere Castor-Transporte möglichst reibungslos nach Ahaus zu bringen, nicht beteiligen würde.

Die Versammlung war sich zudem einig in der Auffassung, dass die Berliner Planungen zum Atomausstieg nicht akzeptiert werden können, da bei den geplanten Laufzeiten von einem Ausstieg nicht gesprochen werden könne. Die UWG halte an ihrer Forderung nach einem Sofort-Ausstieg fest und halte eine Wende zur Nutzung umwelt- und menschenfreundlicher Energien ohne eine Gefahrenpotential wie bei der Atomenergie für dringend geboten.

In den anschließenden Vorstandswahlen wurde Dieter Homann einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Homann machte vor seiner Wahl deutlich, dass er eine Trennung von Fraktions- und Ortsvereinsvorsitz für sinnvoll und notwendig halte und daher nur für ein weiteres Jahr als Vorsitzender zur Verfügung stehe.

Zu seinen StellvertreterInnen wurden Bernd Kleine und Ute Lainck-Kuse gewählt. Außerdem wurden Margret Kersting (Kassiererin), Otger Busche und Frank Röttger (Schriftführer) sowie Frank Kirchhoff und Judith Mühlenhoff (JugendvertreterIn) in den Vorstand gewählt. Als Beiräte wählte die Versammlung Annette Lange-Röttger für Ahaus, Klaus Heijnk (Alstätte), Markus Langenbrink (Ottenstein), Werner Beckmann (Wessum/Graes) sowie Hermann Deuker für Wüllen.


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