Einspruch!
Kein Ausbau der Urananreicherungsanlage Almelo!


Stop Urenco!
In den Gronauer Nachrichten (17.4.01) wurde amtlich bekannt gemacht, daß
die niederländische Schwesteranlage der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA), die UAA
in Almelo, ausgebaut werden soll.
Auf Grund bisher erteilter atomrechtlicher Genehmigungen infolge des
niederländischen Kernenergiegesetzes darf die UAA Almelo bis zu einer Kapazität von
insgesamt 2500 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr (UTA/a) ausgebaut und betrieben werden.
Urenco Nederland B.V. hat vor, die Kapazität auf 3500t UTA/a auszubauen. Dies Vorhaben
erfordert eine Änderung der Genehmigung infolge Artikel 15 des niederländischen
Kernenergiegesetzes. Für diese Genehmigung wird auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung
(UVP) durchgeführt. Der erste Schritt in diesem Verfahren ist die Auslegung der
sogenannten Startnotiz.
Mit der jetzt erfolgten Bekanntmachung beginnt das Verfahren der UVP.
Innerhalb von 13 Wochen werden die zuständigen Behörden Richtlinien für die Erstellung
der UVP festlegen. Hierzu kann jede/r Stellung nehmen. Die Commissie voor de
Milieu-effectrapportage erstellt ein Gutachten für die Festlegung der Richtlinien. Die
Startnotiz wird vom 19.April 2001 bis zum
16.Mai in den Niederlanden und im Gronauer Rathaus öffentlich ausgelegt. Jede/r kann bis
zum 16.Mai 2001 zu dieser Startnotiz schriftlich Stellung nehmen. Unter anderem auf der
Grundlage der eingegangenen Anregungen und Bedenken werden die Richtlinien für die
Erstellung der UVP festgelegt. Die Richtlinien werden sich u.a. auf die zu beschreibenden
Alternativen, die Beschreibung der Umwelt und die anzuwendenden Methoden und Techniken
für die Prognose über die Umweltauswirkungen und deren Beurteilungen beziehen. In den
Richtlinien wird auch festgelegt, welche Aspekte oder Themen besonders zu berücksichtigen
sind, wie die Beschreibung zu gliedern ist und wie ausführlich die Studie sein muß.
Die schriftlichen Stellungnahmen sind an folgende Adresse zu senden:
Ministerie van VROM
Directoraat-Generaal Milieubeheer
SAS/IPC 645
Postbus 30945
NL GX Den Haag
Die Anti-Atomkraft-Bewegung in der Bundesrepublik sollte sich massiv gegen
die (Ausbaupläne der) UAA Almelo wenden! Uran, das in den Niederlanden angereichert wird,
sichert den Weiterbetrieb von AKW in vielen Ländern. Schreibt Stellungnahmen und
Protestbrief an das Ministerie van VROM (Kopien bitte an den AKU Gronau, c/o Siedlerweg 7,
48599 Gronau) und / oder sammelt Unterschriften für die folgende Sammelliste. Wer an
einer inhaltlichen Zusammenarbeit interessiert ist, sollte sich schnellstens unter
02562/23125 (AKU Gronau) melden.

Kein Weiterbetrieb und Ausbau der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo
An das Ministerium für Wohnungswesen, Raumordnung und Umweltschutz in Den
Haag
Betr.: Amtliche Bekanntmachung in den Gronauer Nachrichten vom 17.4.2001
über den geplanten Ausbau der niederländischen Urananreicherungsanlage (UAA) auf 3500
Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr / Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Ich / wir lehne/n jegliche Nutzung der Atomenergie ab. Daher lehnen wir
auch den Weiterbetrieb der UAA Almelo und den geplanten Ausbau auf 3500t UTA/a generell
ab. Eine Katastrophe in der Urananreicherungsanlage Almelo oder beim Urantransport hätte
auch Auswirkungen auf meine Gesundheit, auf mein Leben. Mein Recht auf körperliche
Unversehrtheit ist gefährdet, daher lehne ich das beantragte Vorhaben ab und erhebe
hiermit Einspruch!
Es ist zu hoffen, daß auch die niederländische Regierung das Vorhaben
ablehnt. Sollte das Vorhaben nicht abgewiesen werden, wird hilfsweise beantragt, daß zu
Lasten des Antragstellers Urenco Nederland B.V. die Umweltverträglichkeitsprpüfung
weitaus umfassender als die von 1993 erstellt wird. Besonders die Themen "Folgen des
Uranabbaus", "Risiken der internationalen Urantransporte", "Entsorgung
der UAA Almelo", "Sicherheit und Entsorgung der AKW, die von Almelo aus mit
angereichertem Uran versorgt werden", "Berücksichtigung aller Atom- und
Gefahrstoffeinrichtungen im gesamten deutsch-niederländischem Euregio-Gebiet" und
"Gesundheitliche Schäden durch Niedrigstrahlung" müssen umfassend
aufgearbeitet und dargestellt werden. Insbesondere ist auch der beantragte Ausbau der UAA
Gronau auf 4500t UTA/a zu berücksichtigen.
Ich behalte mir vor, meinen Einspruch (ggf. durch Sachbeistände) näher
zu erläutern und zu ergänzen und beantrage kostenlos über den weiteren Verlauf des
Verfahrens informiert und daran beteiligt zu werden. Wir müssen umdenken - Kein
Weiterbetrieb der Urananreicherung in Almelo - und auch nicht anderswo!
Ich erhebe Einspruch gegen den Weiterbetrieb und geplanten Ausbau der
Urananreicherungsanlage in Almelo /NL
Name, Vorname, Anschrift, Unterschrift


Hinweis:
Ein fertiger Entwurf einer Einspruchsliste zum download auf der
Internetseite des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz:
http://www.bbu-online.de/html/einwendung.htm
Liste bis zum 10.05.2001 zurückschicken an: Arbeitskreis Umwelt (AKU)
Gronau, Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V., c/o
Siedlerweg 7, D 48599 Gronau
Ich erhebe Einspruch gegen den Weiterbetrieb und geplanten Ausbau der
Urananreicherungsanlage in Almelo /NL und schließe mich dem umseitigen Einspruch an:

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