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Westfälische Nachrichten, 14. Mai 2004
Ratsmehrheit hat keine Bedenken gegen AusbauGronau. -cv- Nach namentlicher Abstimmung entschied sich die Mehrheit aus CDU- und FDP-Abgeordneten im Gronauer Rat am Mittwochabend dafür, keine Bedenken gegen den geplanten Endausbau der Urananreicherungsanlage (UAA) auf 4500 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr geltend zu machen.Vehement gegen den Ausbau sprachen sich SPD, UWG und Grüne aus - und begründeten das vor allem mit Gefahren durch den Betrieb der Anlage und die künftig noch ausgeweiteten Uran-Transporte. UWG-Fraktionsvorsitzender Jörg von Borczyskowski sorgte sich insbesondere wegen des Freilagers, in dem Tausende Tonnen hochtoxischen Materials aufbewahrt würden. Rüdiger Bartels forderte, den Spuk der Urananreicherung in Gronau endlich zu beenden. Dass es dazu ebenso wenig kommen wird wie zu einem mehrheitlichen politischen Beschluss gegen den Ausbau der Urananreicherungsanlage, wird er geahnt haben. Die Fraktionen bekräftigten ihre größtenteils sattsam bekannten Positionen. Heiner Möllers (CDU) tat es in besonderer Deutlichkeit. Er warf der SPD, die zuvor ihre Bedenken in einem Drei-Punkte-Papier formuliert hatte, vor, apokalyptische Szenarien zu entwerfen und damit Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Darin, so Möllers, sind Sie Weltmeister. Seine Fraktion fördere das Unternehmen Urenco nach Kräften. Deren Anlage erfülle höchste technologische Anforderungen. Im Übrigen hätten die zuständigen Fachämter im Rathaus keinerlei Bedenken zum Erweiterungsantrag der Firma Urenco geäußert, sagte der CDU-Fraktionschef. Dem schließe sich die CDU an. Es gehe nicht darum, im Rat reine Verwaltungsakte abzusegnen, hielt Jörg von Borczyskowski (UWG) entgegen, sondern darum, politisch Stellung zu beziehen. Für ihn bedeute das ein klares Nein zu den Ausbauplänen. Eine weiter zunehmende Gefährdung der Bürger durch die UAA sei nicht hinzunehmen. Die SPD machte ihre ablehnende Haltung an drei Punkten fest: den Gefahren durch den Betrieb der Anlage - besonders vor dem Hintergrund einer veränderten Sicherheitslage (Terrorismus), der möglichen auch militärischen Nutzung der Urananreicherungstechnologie und der mit dem Uranabbau einhergehenden weiträumigen Naturzerstörung. als schwerwiegendem Problem bezeichnete Fraktionsvorsitzender Herbert Krause zudem die Tatsache, dass durch die Deklarierung abgereicherten Urans als Wertstoff dieser atomare Abfall durch die Urenco ohne Entsorgungsnachweis frei vermarktet werden könne. Im Grunde sei der Gronauer Rat doch vollkommen hilflos, betonte Erich Schwartze (FDP) vor dem Hintergrund der bundespolitischen Großwetterlage. So habe zwar die rot-grüne Bundesregierung den Atomausstieg propagiert, aber offenkundige Vollzugsprobleme. Wenn die Erweiterung der UAA nicht gewollt sei, müsse das auf eben dieser bundespolitischen Ebene geklärt werden, sagte Schwartze. Er sprach gleichzeitig von einer Verantwortung dem Unternehmen gegenüber, dessen Ansiedlung damals in Gronau alle wollten. Die Urenco erwartet die Genehmigung zum Endausbau noch in diesem Jahr. Damit einher gehen eine Vergrößerung der Lagerkapazitäten für angereichertes und Natur-Uran. Neu gebaut wird zudem ein Uranoxidzwischenlager mit einer Kapazität von 60000 Tonnen. Das Lager für abgereichertes Uran (in Form von Uranhexafluorid) wird nicht erweitert. Die Urenco will insgesamt 800 Mio. Euro in den Ausbau investieren.
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), 02. Januar 2005
AFP-Agenturmeldung, 07. Januar 2005
Arbeitskreis Umwelt Gronau u.a., Demonstrationsaufruf, 09. Oktober 2004
Arbeitskreis Umwelt Gronau, Pressemitteilung, 06. September 2004
anti-atom-aktuell.de, 20. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 21. Juni 2004
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Pressemitteilung, 24. Mai 2004
Westfälische Nachrichten, 14. Januar 2004
Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2004
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 08. Januar 2004
Süddeutsche Zeitung, 02. Januar 2004
DPA-Agenturmeldung, 01. Januar 2004
Die Tageszeitung, 18. Dezember 2003
AFP-Agenturmeldung, 26. November 2003 u.a.
AKU Gronau, BBU, 11. Juli 2003
Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2003
AKU Gronau, BBU, 10. Juli 2003
Die Tageszeitung, 07. Juli 2003
Junge Welt, 07. Juli 2003
Robin Wood, 07. Juli 2003
AKU Gronau, BBU, DNR und Robin Wood, 04. Juli 2003
AKU Gronau, Robin Wood, BBU, 26. März 2003
Münsterland Zeitung, 28. Januar 2003
Junge Welt, 28. Januar 2003
Die Tageszeitung, 28. Januar 2003
Robin Wood, 27. Januar 2003
redaktion@uwg-ahaus.de, Januar 2003
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