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Münsterland
Zeitung - Ahauser Zeitung, 05. Mai '00Wandbild nimmt Gestalt anAustralischer Künstler erkundet mit deutschem Kollegen Ahausvon Stefan GrothuesAhaus. Das "Farbfieber" in Ahaus steigt: Nach fast zwei Jahren Vorbereitungszeit nimmt das weltumspannende Wandbild-Projekt in Ahaus in den nächsten Wochen Gestalt an. Der australische Künstler Gordon Hookey, der vor wenigen Tagen aus Sidney in Ahaus
eintraf, Ein Bildthema werde voraussichtlich das Thema Atomenergie sein, das die australischen Aborigines mit den Menschen in Ahaus verbinde, so Mechtild Bettmer-Liebermann, die das Projekt der Düsseldorfer Künstlergruppe "Farbfieber", das weltweit in 60 Städten realisiert wird, auch nach ahaus geholt hat: "Mit dem Uranabbau ist Austrlien der Anfang der atomaren Kette, während das Atommüllager in Ahaus einen Endpunkt bildet". Das Wandbild solle im Sinne der Agenda 21 die Menschen für globale Zusammenhänge sensibilisieren. Gordon Hookey verurteilte gestern auf einer Pressekonferenz in scharfen Worten den Uranabbau in seiner Heimat: "Unsere Regierung behandelt das Land schlecht. Und sie behandelt uns Aboriginees noch schlechter". Großformatige Bilder, die er gestern vorstellte, zeigen die australischen Ureinwohner als Opfer der Weißen: wolfsähnliche Bestien hinterlassen lange Blutspuren. "Man spürt in den Bildern Hookeys große Wut, aber zugleich auch einen tiefsinnigen Humor", lobte gestern Klinger die Werke seines malerkollegen. Hookey seinerseits bezeichnete Klinger als einen der großen Wandmaler Deutschlands. "Ich bin überwältigt von der Schönheit seiner Bilder und ich habe schon gezweifelt, ob ich gut genug bin, neben ihm künstlerisch zu bestehen", so der Australier.
Am 10. Mai wollen Hookey und Klinger ab 20 Uhr im Café Vivendi ihr Vorhaben mit allen interessierten Ahausern disktuieren. Ihren gemeinsamen Entwurf wollen sie am 18. Mai zur Eröffnung einer Hookey-Ausstellung in der Villa van Delden vorstellen. Die Übergabe des fertigen Wandbilds ist für den 18. Juni geplant. Finanziell wird das Projetk von der Staatskanzlei NRW und vom Ökofonds der Grünen mit je 10 000 DM gefordert. Die Stadt Ahaus gibt aus Entwicklunghilfemitteln 8000 Mark hinzu und weitere 2000 Mark für begleitende Projekte von Ahauser Eine-Welt-Gruppen. Die Gronauer Firma Brocolor stiftet die Farben.
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