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Über die Beteiligung an den Aktionen im
Wendland gibt's hier mehr Infos...
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Über den Widerstand gegen die
Wiederaufnahme der Atomtransporte nach Frankreich gibt's hier mehr Infos...
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Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?
Die Absage des für Anfang März geplanten Castor-Transportes nach Ahaus
kann als Erfolg für den politischen Druck der Anti-Atom-Bewegung verbucht werden. Kein
Grund zum Zurücklehnen aber im Münsterland: Wir haben jetzt Gelegenheit, uns voll und
ganz der Mobilisierung für den Widerstand gegen den anstehenden Transport von La Hague
nach Gorleben zu widmen.
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Auch die Rücktransporte aus der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage La Hague dienen einzig und allein dem Weiterbetrieb von
Atomkraftwerken, mit dem Castortransport nach Gorleben soll Platz geschaffen werden für
noch mehr Atommüll. |
Deutsche und französische AtomkraftgegnerInnen protestieren gemeinsam am
Samstag, dem 24. März auf der Europabrücke zwischen Strasbourg und Kehl für den
sofortigen Atomausstieg, es folgen vielfältige Aktionen entlang der gesamten
Transportstrecke im gesamten Bundesgebiet. Siemens - Framatome - Cogéma - die
europäische Atomindustrie kennt keine Grenzen - der Widerstand auch nicht. Darum: Auf ins
Wendland! Wir dokumentieren nachfolgend den Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg:
Castor-Alarm!
La Hague - Gorleben im März 2001

Im Zeichen des Castor
Das ganze Dilemma der ungelösten Entsorgung wird wieder für alle
sichtbar: Zwischen dem 26. und 28. März 2001 sollen Behälter mit hochradioaktiven
Kokillen aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in das Wendland nach Gorleben
transportiert werden.
Seit dem Skandal um die am Castor haftenden radioaktiven Teilchen im April
1998 und dem damit verknüpften Transportestop quillt in vielen Atomkraftwerken der
Atommüll über. Die Lagerkapazitäten für abgebrannte Brennelemente gehen zur Neige.
Ohne weitere Transporte müßten demnächst einige Atomkraftwerke vom Netz gehen. Nun
sollen wieder Castoren rollen, obwohl die Ursachen der Castorkontamination nach wie vor
nicht befriedigend geklärt sind. Mit der Anlieferung der Glaskokillen wird eine ganze
Lawine losgetreten: Unzählige Transporte mit abgebrannten Brennelementen können noch
weitere 5 Jahre mit rotgrüner Zustimmung nach La Hague und Sellafield rollen. Ein Ende
der Wiederaufarbeitung ist in den Konsens-Papieren nirgendwo datiert!
Wir übernehmen Verantwortung: Indem wir die Kokillen auf dem Weg nach
Gorleben stoppen, schützen wir die Kinder von Sellafield und La Hague. Der Hahn muß
zugedreht, die Atomanlagen stillgelegt werden, damit nicht täglich weitere Atommüllberge
produziert werden. Das ist die einzig verantwortbare Lösung. Nach dem Motto "aus den
Augen - aus dem Sinn" wird der Atommüll verschoben. Das hat mit verantwortlicher
Politik nichts zu tun! Auch die Rücknahme des "nationalen
Verantwortungs-Mülls" trägt dazu bei, daß die menschengefährdende Atomtechnologie
weiterbetrieben werden kann, daß täglich neuer Müll produziert wird und
Wiederaufarbeitungsanlagen neuen Stoff bekommen.

Castor für den Konsens?
Die Atomwirtschaft und die rotgrüne Regierung sind ziemlich in
Bedrängnis geraten. Es steht viel auf dem Spiel. Mit dem Konsens-Spektakel hat die
rotgrüne Regierung den reibungslosen Weiterbetrieb der Atomanlagen einschließlich der
WAA-Transporte festzementiert. Sie steht jetzt der Atomwirtschaft gegenüber im Wort.
Trittin will zeigen, daß der Konsens hält, was er den Betreibern verspricht.
Als "Ausstieg aus der Atomenergie" soll diese Bestandsgarantie
für die Atomwirtschaft gesellschaftlich akzeptabel werden und den Widerstand befrieden.
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sagte es ganz offen: Ein wesentlicher Aspekt des
Atomkompromisses sei gewesen, zu einer gesellschaftspolitischen Beruhigung des Widerstands
beizutragen. Atomtransporte seien Teil des Ausstiegsprozesses. Die Atomgegner sollen sich
auch angesichts der anstehenden Castor-Transporte gefälligst ruhig verhalten, fordert er.
Inzwischen ist vielen Menschen klar geworden, daß der "Ausstieg" kein Ausstieg
ist, sondern ein knallhartes Atomprogramm. Dies will die Regierung jetzt umsetzen, wenn
nicht im Konsens, dann mit allen Mitteln staatlicher Gewalt. So ungestört wird die
Atomwirtschaft nicht zur Tagesordnung zurückkehren können. Die Menschen lassen sich
nicht für dumm verkaufen. Auch wenn die Grünen viel dafür getan haben, den Widerstand
zu integrieren: es darf und wird nicht gelingen!
Einen Konsens für den "Ausstieg" kann es nicht geben. Denn
jeder Weiterbetrieb von Atomanlagen beeinträchtigt Leben und Gesundheit von Menschen für
unabsehbare Zeiträume: beim Abbau des Urans, beim "Normal"-Betrieb der Anlagen,
durch das "Restrisiko", durch die Bedrohung mit dem Bombenpotential, durch den
Verlust demokratischer Rechte im Atomstaat, durch die unlösbare Frage der Endlagerung.
Jedes Zwischenlager und jeder Transport sind an sich ein Gefahrenpotential und machen
gleichzeitig den Weiterbetrieb der Anlagen möglich. Jeder Tag ist ein Tag zuviel!

Transporte verhindern, bevor sie losgehen
... ist ein Motto der anti-AKW-Bewegung. Der für Anfang März
angekündigte Transport von Neckarwestheim nach Ahaus wird nicht stattfinden. Ein Auge
lacht, das andere weint: wir freuen uns mit den Menschen in Ahaus, daß sie nicht weiterer
Belastung durch Castorbehälter ausgesetzt sind. Das ist ein Ergebnis unseres gemeinsamen
Widerstands! Und wir protestieren mit den Menschen in Neckarwestheim dagegen, daß deren
Gefährdung durch noch mehr Atommüll, der einfach vor die Tür gestellt wird, weiter
wächst. Auch hier muß der Widerstand gegen die neue Atomanlage ein gemeinsamer sein.
Immer wieder sind Mängel bei den Behältern sichtbar geworden. Es gibt keine sicheren
Castoren. Auch wenn der Chef vom Strahlenschutz ein grüner Herr König ist und ein
grüner Umweltminister die Lagerung der Castoren mittels Weisung durchsetzt, stellen die
Tonnen mit der radioaktiven Fracht eine Gefahr für Leben und Gesundheit dar. Gegen das
Aufstellen der Strahlenmüllbehälter sprechen viele Gründe, ob nun in Ahaus oder
"interim" am AKW.
Diese sachlichen Einwände werden mit der Trittin´schen Weisung vom Tisch
gewischt. Castor-Garagen an den AKWs sind keine Lösung. Was angeboten wird als
sozialverträgliche Alternative ist lediglich eine Verschleierung des Problems durch einen
vermeintlich schlauen Trick. Die Auseinandersetzung um das Atomprogramm geht in eine neue
Runde. Höchste Zeit, daß es wieder viele werden, die sichtbar und spürbar werden
lassen, wo sie stehen. Die Widerstand leisten! Die französischen Atomkraftgegnerinnen und
-gegner haben beschlossen, sich schon in Frankreich den Kokillen in den Weg zu stellen.
Gemeinsam mit ihnen, gemeinsam mit vielen Menschen in Deutschland, zusammen mit Ihnen/ mit
Dir wollen wir bei dem geplanten Transport von La Hague bis Gorleben zeigen: Wir bleiben
Sand im Getriebe und stellen uns quer. Wir stellen uns quer Stoppt die
Atommülltransporte! Sofortige Stillegung aller Atomanlagen Gorleben bleibt das
Atommüllzentrum der Bundesrepublik: dies ist für viele die bittere Erkenntnis nach zwei
Jahren rot-grüner Regierung. Gerade noch gab es grünes Licht für den Betrieb der heftig
umstrittenen Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) als Castorreparaturzelle, und das
Endlagermoratorium enpuppt sich bei näherer Prüfung als Mogelpackung. Es ist auf
höchstens zehn Jahre befristet und durchaus nicht gleichbedeutend mit dem Aus für den
Gorlebener Salzstock als Atomklo.
Heiner Bartling, der niedersächsische Innenminister, hat angekündigt,
daß noch im Herbst ein zweiter Transport stattfinden soll, falls das Land es sich leisten
kann. Aber so weit muß es ja nicht kommen. Und auch, ob der Abtransport von
Brennelementen aus Biblis oder Neckarwestheim in die WAA so wie angekündigt stattfindet,
wird davon abhängen, wie hoch der Preis dafür ist.

Als Vorbereitung auf den nächsten Transport haben wir einige Erfahrungen
zusammengetragen:
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Das Vorfeld ist wichtig: den Castor
verhindern, das geht immer noch am besten, bevor er losfährt. In jedem Ort zwischen
Flensburg und Passau, zwischen Gorleben und La Hague soll "der Castor" wieder
Thema werden. Und das ab heute! Infoveranstaltungen, Treffen, Straßenverschönerungen,
Bahnhofs-Missionen, phantasievolle Aktionen vor Ort können die (Fahr-)Pläne der
Gegenseite stören. All das soll deutlich machen, daß mit richtig Ärger zu rechnen ist,
wenn die Transporte wieder rollen.
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Tag X fängt nicht erst an, wenn irgendwo
die Behälter zu sehen sind: schon am Wochenende vor dem Transport versammeln wir uns zum
Auftakt. Damit beginnen X-Aktivitäten der verschiedensten Arten an der Strecke, wo immer
sie frei ist.
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Das Wendland ist größer als der Landkreis:
Wir warten nicht vor dem Verladekran, sondern gehen dem Castor entgegen. Auftakt ist in
Lüneburg. Camps und Versammlungsorte wird es längs der gesamten Strecke
Lüneburg-Gorleben geben.
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Die Transportstrecke besteht nur zum
kleinsten Teil aus Straße. Das Castor-Gleis ist 56 Kilometer lang, die Straße 18 km. Der
Gleis-Strecke von Lüneburg nach Dannenberg gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Davor
liegt ein weites Feld.
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Einfallsreichtum für Aktionen ist gefragt.
Aus der Vielfalt soll Ergänzung entstehen, keine gegenseitige Behinderung. Nicht wo die
meiste Polizei ist, ist es am schönsten. Konkret heißt das im Moment: Aktionstag am 24.
Februar in Dahlenburg Am Fasnachtssamstag veranstalten wir ein buntes Treiben rund um den
Bahnhof von Dahlenburg. Der Aktionstag beginnt um 12 Uhr mit einer Kundgebung auf dem
Marktplatz. Zu Fuß, mit Fahrrad, Pferd, Trecker oder PKW bewegen wir uns in einem Umkreis
von 5 Kilometern zu verschiedenen Betätigungsangeboten für groß und klein.
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Tag X-minus am 24. März in Lüneburg Zum
Auftakt rufen wir zu einer großen Demonstration am 24. März in Lüneburg auf; hier sitzt
mit der Regierungspräsidentin die Verantwortliche für das Massenaufgebot an staatlicher
Gewalt; zum andern ist da der regionale Verkehrsknotenpunkt. Ein Treck der bäuerlichen
Notgemeinschaft mit 150 Traktoren macht sich dorthin auf den Weg. Der Sternmarsch zur
zentralen Kundgebung startet um 12 Uhr.
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"50 plus 20" oder auch umgekehrt
Danach suchen (und finden) Atomkraftgegnerinnen und -gegner Plätze, wo sie entlang der
Strecke Lüneburg - Dannenberg die nächsten Tage unterkommen. Verschiedene Camps sind in
Vorbereitung. Dort wird es in den nächsten Tagen sicher keiner und keinem langweilig:
Erkundungen führen zu Schiene und Straße; Trecker werden die Belastbarkeit der
Transportstrecke prüfen; Kultur kommt auch nicht zu kurz ...
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BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Drawehnerstr. 3
29 439 Lüchow
Info: 0 58 41 - 709 282
Tel. 0 58 41 - 46 84
Fax - 31 97
bi-luechow@t-online.de
http://www.bi-luechow-dannnenberg.de
Spendenkonto KSK Lüchow (BLZ 258 513 35) 2 060 721
Ermittlungsausschuß Gorleben 0 58 49 - 971 030 Fax -31

Fr, 05.01.01 ap-Agenturmeldung
AKW-Gegner bereiten sich auf
Gorleben-Transport vor
Do, 11.01.01 Weser Kurier
Atomkraftgegner wollen Kosten in die Höhe
treiben
Mi, 24.01.01 Berliner Zeitung
Bald neue Atommüll-Transporte
Di, 30.01.01 Die Welt
Nicht Angela Merkel, sondern Jürgen Trittin ist
jetzt der Hassname von Gorleben
Mi, 31.01.01 Gemeinsame Erklärung der Umweltverbände
Atomtransporte fördern ungestörten Betrieb
der Atomkraftwerke und zementieren Endlagerstandort Gorleben
Fr, 02.02.01 Frankfurter Rundschau
Strahlende Harmonie
Di, 06.02.01 Spiegel online
Strafe für die Ausstiegs-Lüge
Sa, 24.02.01 BI "Kein Atommüll in Ahaus"
Tolles Treiben im Wendland
Sa, 24.03.01 BI Lüchow-Dannenberg
Castor Alarm! Aufruf zum Tag X im Wendland

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