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Die
Tageszeitung, 22. März 2002Der alte Stahlrohrtrick funktioniert immer nochAktivisten blockieren erfolgreich Atomtransport. Robin Wood kritisiert Betreiber HEW, der ausrangierte Transportbehaelter einsetztvon Nick ReimerBERLIN taz Zwischen Escheburg und Bergedorf war erstmal Schluss: In Hamburgs Suedosten stoppten Robin-Wood- Aktivisten gestern den Atomschrottzug aus den AKWs Kruemmel und Brokdorf. Der alte Stahlrohrtrick und ein praepariertes Dreibein aus Gerueststangen verhinderten fast vier Stunden die Weiterfahrt. Vier Aktivisten hatten sich angekettet, zwei von der Geruestkonstruktion auf die Gleise abgeseilt. Robin-Wood- Expertin Bettina Dannheim kritisierte, dass der Kruemmel- Betreiber HEW erstmals seit Jahren wieder Behaelter des Typs NTL 11 einsetzt. Dannheim: "Dieser Behaeltertyp bestand 1998 mehrere Tests nicht. Deshalb wurde er aus dem Verkehr gezogen". Die HEW lehnte jede Stellungnahme zu den Vorwuerfen ab. Bereits im Vorfeld hatte es im Raum Hamburg mehrere Sitzblockaden gegeben, an denen sich etwa 250 Menschen beteiligten. Nach Polizeiangaben wurden 46 festgenommen. Und auch nach der Robin-Wood-Blockade kam der Zug nicht so vorran, wie von der Einsatzleitung erwuenscht: Gegen sieben Uhr blockierten zwei Duzend Demonstranten bei Jesteburg die Gleise Richtung Bremen. Diesmal konnte die Polizei schnell raeumen, aber X-tausendmal-quer-Sprecherin Swaantje Fock kuendigte weitere Aktionen bis zum Abend an. Sie sollen zeigten, dass "der Widerstand lebendig wie je ist". Wenig lebendig praesentierte sich die Anti-Atom-Bewegung im Sueden der Republik. Dem Aktionsbuendnis Castor-Widerstand Neckarwestheim gelang es, den Schrotttransport etwa eine Viertelstunde aufzuhalten. Die Kruemmeler Brennstaebe gehen in die englische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield, die aus Brokdorf und Grohnde nach La Hague. Am Abend sollte der Transport von Rheinland-Pfalz aus die franzoesische Grenze passieren - falls niemand mehr dazwischen kommt.
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