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Münsterland Zeitung, 04. März 2002

Demonstration nach Urankonferenz

Münster/Gronau. Mit einer friedlichen Demonstration vor der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau haben Atomkraftggner gestern die "Urankonferenz" der deutschen Anti-Atomkraftbewegung beendet. Rund 50 Teilnehmer seien zuvor zur zweitägigen Veranstaltung in Münster gekommen, teilte der Sprecher der Atomkraftgegner, Dirk Mühlenberg, mit.


UAA Gronau, nach der Erweiterung mit verdreifachter Kapazität

Zudem forderten die Teilnehmer einen Stopp des Uranabbaus. Rund 80 Prozent der Radioaktivität werde direkt bei der Gewinnung des Urans freigesetzt. "Wir müssen uns mehr auf die Urananreicherung konzentrieren, anstatt erst bei den Transporten aktiv zu werden", forderte Dirk Mühlenberg von der Anti-Atombewegung in Hamburg. Denn nur wenn man das erste Glied in der Kette - hier die Urangewinnung - zerstöre, seien sämtliche Urantransporte hinfällig.

Dass Atomenergie keineswegs nur ein nationales, sondern auch ein internationales Problem ist, bewies die Anwesenheit von Dave Kraft vom Nuclear Energy Information Service (USA), der über die aktuelle Lage der Atomanlagen und Endlagerprodukte in den Vereinigten Staaten informierte. "Am meisten sind dort die Ureinwohner Amerikas und Kanadas betroffen", klärte Kraft auf. Die Bevölkerung sei nicht hinreichend aufgeklärt. "So wissen nur wenige, dass der geplante Atomausstieg nicht tatsächlich umgesetzt wird, sondern z.B. die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau ihre Produktion verdreifachen will und bereits den Expoert plant", meinte er.

Aufgrund der Nähe zu Münster hatte sich die Urankonferenz in diesem Jahr mit dem so genannten Sonntagsspaziergang auf eben diese Anlage in Gronau konzentriert. Am 1. September 2002 sollen dort auch mit einer Kundgebung die 14 Tage dauernden Aktionstage beginnen.

Mehr Infos:Widerstand gegen Atomanlagen Münster, Urankonferenz


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