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Pressemitteilung Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Robin Wood, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), 26. März 2003

Mehr als 6.000 Einsprüche gegen den Ausbau der Gronauer Atomfabrik

VertreterInnen vom Arbeitskreis Umwelt Gronau, ROBIN WOOD und BBU haben heute im Düsseldorfer Energieministerium über 6.000 Einsprüche gegen den beantragten Ausbau der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau übergeben.

Die UAA in Gronau soll - trotz des beschlossenen Atomausstiegs - künftig derart erweitert werden, dass dort jährlich Uran für den Betrieb von mindestens 34 Atomkraftwerken vorbereitet werden kann. Zudem ist geplant, neben der UAA in Gronau ein "Zwischenlager" für ca. 60.000 Tonnen Uranoxid zu bauen und noch mehr giftiges und radioaktives Uranhexafluorid in Fässern unter freiem Himmel zu lagern. Dadurch wird die Strahlenbelastung in der Umgebung zunehmen. Die Zahl der gefährlichen Urantransporte durchs Bundesgebiet wird drastisch steigen. Die Urenco rechnet mit durchschnittlich 13 LKW pro Tag, die von und nach Gronau rollen werden.

Triftige Gründe sprechen gegen den Ausbau des Gronauer Atomkomplexes:

Die Pläne gefährden die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Eigentum.
Mit dem Betrieb und dem Ausbau der Gronauer Atomfabrik wird der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken im In- und Ausland ermöglicht und die dringend notwendige Energiewende behindert.
Es gibt kein sicheres Endlager für den anfallenden Atommüll.
Störfälle, Flugzeugabstürze, Sabotage und Transportunfälle stellen ein enormes Risiko für Bevölkerung und Umwelt im deutsch-niederländischem Grenzgebiet dar.
Abgereichertes Uran, das bei der Urananreicherung anfällt, wird in anderen Ländern zur Herstellung von Uranmunition verwendet. Der Verbleib des Gronauer Materials, etwa in Russland, ist nicht nachvollziehbar.

Voraussichtlich in einem halben Jahr sollen die Einsprüche zwischen den EinwenderInnen, dem NRW-Energieminsterium als Genehmigungsbehörde und den Firmen Urenco und Uranit als Antragstellerinnen erörtert werden. Im Vorfeld des Verfahrens wollen Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen den Druck auf die nordrhein-westfälische Landesregierung weiter verstärken, um den Ausbau des Gronauer Atomkomplexes zu verhindern. Gesamtziel ist die Stillegung der UAA Gronau.

Hintergrund-Informationen finden Sie im Internet unter www.aku-gronau.de und www.robinwood.de.

Telefonische Auskünfte gibt es bei: Bettina Dannheim (ROBIN WOOD, Tel. 0171/835 95 15, energie@robinwood.de oder Ute Bertrand in der ROBIN WOOD-Pressestelle 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de) und bei Udo Buchholz (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Arbeitskreis Umwelt Gronau, Tel. 02562 / 231 25)

Die über 6.000 Einwendungen wurden gesammelt von AKU Gronau, ROBIN WOOD, BBU, den NRW-Landesverbänden von BUND, NABU und LNU, dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, dem Natur- und Umweltschutzverein Gronau sowie niederländischen AtomkraftgegnerInnen.


weitere Infos zur Erweiterung der Urananreicherungsanlage Gronau

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), 02. Januar 2005
Unterschriftenaktion "Stilllegen statt erweitern!"

AFP-Agenturmeldung, 07. Januar 2005
IAEA-Chef schlägt weltweites Moratorium für Uran-Anreicherung vor

Arbeitskreis Umwelt Gronau u.a., Demonstrationsaufruf, 09. Oktober 2004
"Den Hahn zudrehen - Die Atomfabrik Gronau stilllegen, sofort!"

Arbeitskreis Umwelt Gronau, Pressemitteilung, 06. September 2004
Protestkundgebung vor der niederländischen Uranfabrik in Almelo

anti-atom-aktuell.de, 20. Juli 2004
"Herr Steinbrück: Erst Urenco stoppen - dann mit Udo rocken!"

DDP-Agenturmeldung, 21. Juni 2004
Uran-Transport nach Russland - Atomkraftgegner rufen zu Protesten auf

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Pressemitteilung, 24. Mai 2004
Protest gegen Jahrestagung Kerntechnik in Düsseldorf

Westfälische Nachrichten, 14. Januar 2004
Ratsmehrheit hat keine Bedenken gegen Ausbau

Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2004
Richtkrone thronte im statt über dem Neubau

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 08. Januar 2004
Internationaler Protest gegen Almelo

Süddeutsche Zeitung, 02. Januar 2004
Der Atom-Schwarzmarkt

DPA-Agenturmeldung, 01. Januar 2004
Deutsche Atomtechnik-Teile für Libyen abgefangen

Die Tageszeitung, 18. Dezember 2003
Urencos russische Uran-Deals

AFP-Agenturmeldung, 26. November 2003 u.a.
Areva/Urenco: 3 Mrd. Euro in eine neue Urananreicherungsfabrik

AKU Gronau, BBU, 11. Juli 2003
In NRW soll das bundesweit einzige Uranoxidlager gebaut werden

Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2003
Tausende Einwände gegen Ausbau der Urananreicherung

AKU Gronau, BBU, 10. Juli 2003
Urananreicherungsanlage: BBU wirft Landesregierung NRW Irreführung der Bevölkerung vor

Die Tageszeitung, 07. Juli 2003
Atomausstieg? Nicht in Gronau

Junge Welt, 07. Juli 2003
Urananlage soll wachsen

Robin Wood, 07. Juli 2003
Atomfabrik Gronau schließen - Aktion auf der Landesgartenschau

AKU Gronau, BBU, DNR und Robin Wood, 04. Juli 2003
Umweltorganisationen protestieren gegen den beantragten massiven Ausbau der Uranfabrik in Gronau

AKU Gronau, Robin Wood, BBU, 26. März 2003
Mehr als 6.000 Einsprüche gegen den Ausbau der Gronauer Atomfabrik

Münsterland Zeitung, 28. Januar 2003
Urananreicherung soll erweitert werden

Junge Welt, 28. Januar 2003
Uran bis zum Abwinken

Die Tageszeitung, 28. Januar 2003
Uran aus Deutschland

Robin Wood, 27. Januar 2003
Ausstieg statt Ausbau - Aktion auf dem Gronauer Rathaus

redaktion@uwg-ahaus.de, Januar 2003
Gronau stillegen statt erweitern


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