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Westline, 10. März 2004

Betreibergesellschaft übt Kritik

"Das ist alles reine Panikmache"

von Christoph Ueberfeld

Ahaus (wl). "Das ist alles reine Panikmache", beurteilt Michael Ziegler, Pressesprecher der GNS, die aktuelle Diskussion um die Langzeit-Sicherheit der MTR 2-Behälter. Die GNS ist die Betreibergesellschaft des Brennelemente-Zwischenlagers in Ahaus.


Das Atommüll-Lager Ahaus in Ammeln
Schwerpunkt der Diskussion ist unter anderem die Frage des Korrosionsschutzes. "Wir können die Sicherheit gewährleisten, ansonsten würden wir sicherlich nicht die Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutzes für die Zwischenlagerung erhalten", so Ziegler weiter.

Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, ehemaliger Leiter des Institutes für Strahlenbiologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und Mitglied der Strahlenschutzkommission der Bundesregierung, hegt dagegen erhebliche Zweifel an der Langzeitsicherheit.

"Es ist nicht verständlich, dass die MTR-2-Behälter, für die die GNS nur einen Sicherheitsnachweis über 15 Jahre erbringen konnte und das BfS deshalb keine Lagerungsgenehmigung erteilt hat, nun plötzlich ohne Veränderungen die erforderliche Langzeitsicherheit besitzen sollen". Zudem seien die Lagerbedingungen in Rossendorf erheblich besser als in Ahaus, die Korrosionsbelastung in Ahaus zudem erheblich höher.

"Der Korrosionsschutz hat doch mit der Sicherheit der Lagerung nichts zu tun. Jedes eisenhaltige Material rostet mit der Zeit, damit wird aber noch nicht der Behälter unsicher oder gar undicht. Wir stellen die Behälter doch nicht ab und vergessen sie dann", betont Ziegler, dass die Sicherheit gewährleistet sei.
Castor-Behälter im Ahauser Atommüll-Lager

Dem widerspricht Köhnlein vehement. "Was ist das für eine Sicherheit, wenn die Behälter rosten". Und einmal in Fahrt fügt der Experte hinzu: "Der Sicherheitsnachweis für die MTR-Behälter kann doch nicht dadurch erbracht werden, indem man einfach die Lüftungsanlage im Zwischenlager verändert. Metall wird bei radioaktiver Belastung spröde, das ist erwiesen. Für den Nachweis bedarf es mehr".

"Es gibt keine Norm, die einen Nachweis über mehr als 15 Jahre erfordert und diesen Nachweis können wir erbringen - das ist alles Rappeln und Rasseln", so Zieglers energisches Schlusswort.

Insgesamt 18 MTR-2-Behälter mit abgebrannten Brennelementen sollen nach Ahaus gebracht werden.
Der Betreiber des Forschungsreaktors, der Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V. (VKTA), ist nach Atomgesetz verpflichtet, dass seine radioaktiven Abfälle geordnet beseitigt werden. Eine längerfristige Zwischenlagerung des Materials in Rossendorf ist weder möglich noch zulässig, weil der Standort dafür keine Genehmigung nach § 6 AtG (Atomgesetz) besitzt.
Das Zwischenlager Ahaus ist für die Einlagerung von radioaktiven Abfällen geprüft und genehmigt (§ 6 AtG). Nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 umfasst die Prüfung dabei auch das Szenario eines gezielten Flugzeugangriffs auf das Zwischenlager. Sie berücksichtigt - anders als bei der Bereitstellungshalle in Rossendorf - dass die abgebrannten Brennelemente im Zwischenlager Ahaus bis zu einer direkten Endlagerung sicher aufbewahrt werden können.
Für den MTR-Behälter konnten vom Antragsteller früher zunächst nur für 15 Jahre Sicherheitsnachweise erbracht werden. Die Aufbewahrung ist durch das Bundesamt für Strahlenschutz nur genehmigungsfähig, wenn die Nachweise für eine maximal vierzigjährige Lagerzeit vom Antragsteller erbracht werden. Durch verschiedene Maßnahmen, unter anderem den Verschluss der Lüftungsklappen im Zwischenlager Ahaus und die Installierung eines verbesserten Überwachungsprogramms, hat der Gutachter inzwischen die Unbedenklichkeit einer vierzigjährigen Lagerung bescheinigt.


Münsterland-Zeitung, 26. Februar 2004

Kritik an Castor-Korrosion

von Stefan Grothues

Ahaus. Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, emeritierter Professor für Strahlenbiologie und stellvertretender Vorsitzender der Strahlenschutz-Kommission hat in einem Brief an das Bundesumweltministerium Zweifel von Atomkraftgegnern an der Langzeitsicherheit der 18 Rossendorfer Castor-Behälter vom Typ MTR-2 geteilt. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, so Wolfgang Köhnlein - in seinem Brief, dass die Behälter, für die zunächst nur ein Sicherheitsnachweis für 15 Jahre erbracht werden konnte und das BfS deshalb keine Transportgenehmigung erteilte, "nun plötzlich ohne Veränderungen die erforderliche Langzeitsicherheit besitzen sollen". Köhnlein äußert die Hoffnung, dass sich eine "politische Lösung" finden lasse, "nach dem Prinzip, dass dort zwischengelagert wird, wo der atomare Abfall entstanden ist".

Unterdessen haben gestern das "Aktionsbündnis Castor-Stopp Dresden" und die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" in einer "Dresdner Erklärung" gefordert, die Rossendorfcastoren nicht nach Ahaus zu transportieren. Zugleich kündigten sie in der Erklärung, die auch vom Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) unterzeichnet wurde, den entschiedenen Widerstand gegen mögliche Transporte an. Die Castorgegner kritisieren in der Dresdner Erklärung erneut das Fehlen von Falltests, mangelhaften baulichen Schutz vor Terroranschlägen sowie die Korrosionsprobleme des Castors und fordern deshalb, dass für die Rossendorfer Brennelemente ein völlig neuer Behältertyp zur Lagerung entwickelt wird."

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) als Antragstellerin für den Castortransport und Betreiberin des Ahauser Zwischenlagers widersprach der Behauptung, es gebe erhebliche Korrosionsprobleme.

"Die Genehmigung wird nur erteilt, wenn die Sicherheit nachgewiesen ist. Wir können die Sicherheit für eine Lagerzeit von 40 Jahren nachweisen. Das heißt aber nicht, dass der Lack an den Castoren 40 Jahre halten muss. Daraus ergibt sich aber kein Sicherheitsproblem", so GNS-Sprecher Michael Ziegler gegenüber der Münsterland zeitung. Der Korrosionsschutz werde regelmäßig überprüft und könne ohne Probleme erneuert werden.


Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.

Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005
Mahner in der Stadt

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.

Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
"Ruhe in der Innenstadt"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
NRW-Landesregierung hat kein politisches Mandat mehr für Castoren

Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Castor: Transporttermin noch im Nebel

Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
600 Kilometer für Protest

Die Tageszeitung, 28. April 2005
Anti-Atom spaltet die Bewegung

Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Circus contra Castor am Zwischenlager

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Atomkraftgegner demonstrieren direkt vor Zwischenlager Ahaus

Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
BI meldet Proteste an

Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Stört Castor Kirchenchöre?

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Am 4. Juni soll zweiter Castor-Transport nach Ahaus rollen

Die Tageszeitung, 10. März 2005
Störfall in Ahauser Atomlager

Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Grüne im Schnellwaschgang

Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
Rollen Castoren durch Heek?

WDR, 20. Februar 2005
Atomkraftgegner machen mobil

Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
"Enttäuschte Freundschaft"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Atomtransporte von Dresden nach Ahaus direkt nach Landtagswahl

Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
1000 Kerzen

Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Konkrete Schritte mit keiner Silbe erwähnt

Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Castor-Stopp - Atommüll bleibt vorerst in Rossendorf

Die Tageszeitung, 09. November 2004
Der Tod ist kein Hindernis

Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
Castor: Appell an die Politik

WDR, 21. Oktober 2004
Castor-Transporte oder die Frage nach dem Schnee

Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Wortgefechte um Castoren

Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Grünes Licht für den Castor

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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