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Sonntagsspaziergang

Treffpunkt: Sonntag, 21. März, 14 Uhr, Rathaus, Ahaus


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Mehr Infos:bi-ahaus.de


Treckerdemo beim Sonntagsspaziergang am 21. März


WDR, 21. März 2004

Atomtransport: 700 Demonstranten in Ahaus

Protestzug mit 75 Traktoren

Knapp 700 Atomkraftgegner haben am Sonntag (21.03.04) in Ahaus gegen die geplanten Atommüll-Transporte aus dem sächsischen Rossendorf in das Zwischenlager Ahaus demonstriert. Die Menschen versammelten sich vor dem Rathaus von wo aus sie am Nachmittag zum Zwischenlager zogen.

Kein Atommüll ins Zwischenlager - fordern die Demonstranten

Lautstarke Proteste gab es unter anderem gegen Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Auf Plakaten war zu lesen "Stoppt Trittin" und "Wir wollen den Castor nicht". Mit dabei waren auch Bauern aus der Umgebung, die mit 75 Traktoren den Protestzug anführten. Zwischenfälle gab es nach Angaben der Polizei keine.

Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" lehnt die Lieferung der Elemente nach Ahaus grundsätzlich ab. Sie hält auch die Forderung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlegen, für nicht weit reichend genug. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte den geplanten Atommüll-Transport am Freitag für etwa eine Woche gestoppt. Dem Land Sachsen solle so Gelegenheit gegeben werden, zu prüfen, ob es der NRW-Forderung folgen könne, hieß es. Sachsen will die 18 Atommüllbehälter auf Lastwagen nach Ahaus befördern. Nordrhein-Westfalen hatte dagegen geltend gemacht, ein Bahntransport würde weniger Aufwand für die Polizei erfordern, die nach den Terroranschlägen von Madrid stärker beansprucht sei. Deshalb liege die Landesforderung im öffentlichen Interesse.


Sonntagsspaziergang im sächsischen Rossendorf
Auch im sächsischen Rossendorf versammelten sich Atomkraftgegner. Dort forderten rund 150 Bürger forderten den Verbleib des Atommülls, bis ein geeignetes Endlager gefunden sei. Es war die zweite Protestaktion von Gegnern des Castor-Transportes vor dem Eingang des ehemaligen Forschungsreaktors.


Die Tageszeitung, 22. März 2004

Ahaus: "Wir stellen uns quer"

von Andreas Wyputta

Ahaus. Über 800 Atomkraftgegner haben gestern in Ahaus und im sächsischen Rossendorf gegen die drohenden Castor-Transporte aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor demonstriert. Unter dem Motto "wir stellen uns quer" protestierten auch über 80 Landwirte mit ihren Traktoren gegen die Atommülllieferungen. Ihre Forderung: Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) müsse die Transporte per "bundesaufsichtlicher Weisung stoppen". Die Rossendorfer Lagerhalle sei genauso sicher wie das in Beton-Leichtbauweise errichtete Zwischenlager Ahaus, so Felix Ruwe, Sprecher der Bürgerinitiative ,Kein Atommüll in Ahaus', zur taz.

"Nicht nachvollziehbar" sei Trittins Argumentation, die Transporte müssten wegen der geltenden Rechtslage durchgeführt werden: "Der Atommüll liegt seit der Wende in Rossendorf", sagt Ruwe, und verweist auf das Bahnunglück von Osnabrück: "Die Transporte sind unnötig - und gefährlich."


Kommentar

Weiter quer stellen!

Anti-Castor-Proteste

von Andreas Wyputta

Die Proteste gegen die drohenden Castor-Transporte müssen weitergehen - gerade jetzt. Denn nur dem Druck der Anti-Atom-Initiativen ist zu verdanken, dass die Atommüllieferungen ins Münsterland überhaupt wieder auf der politischen Agenda stehen, dass der Castor-Poker in eine neue Runde geht: Waren die Castoren bis vor drei Monaten kaum Thema, steht die nordrhein-westfälische Landesregierung nun geschlossen gegen die Transporte, wächst der Druck auf die sächsische Landesregierung auch von Seiten des Bundesumweltministeriums. Dabei liegt die Unsinnigkeit des Atommüll-Tourismus auf der Hand:

Gebetsmühlenartig hatte die Atomlobby wiederholt, allein die Castoren sorgten für den sicheren Einschluss des Atommülls. Die Lagerhallen bieten keinen Schutz gegen den Austritt von Radioaktivität - geht es nach der Industrie, können die Castoren auf jeder Wiese gelagert werden. Wozu also teure Transporte aus Sachsen in ein nordrhein-westfälisches Zwischenlager, dass genauso sicher oder unsicher ist wie die bisherige Lagerhalle im sächsischen Rossendorf? Wozu Rücktransporte in ein noch zu findendes Endlager, fragen die Atomkraftgegner völlig zu Recht.

Die Lösung: Wie bei Atomkraftwerken müssen auch für die so genannten Forschungsreaktoren in Rossendorf, Garching und anderswo dezentrale Zwischenlager her. Doch dazu ist der Druck der Atomkraftgegner nötig - nicht nur in Ahaus, in Rossendorf. Die Anti-Atom-Initiativen müssen sich weiter quer stellen - überall."


Münsterland Zeitung, 21. März 2004

"Regenbogen in Sicht"

von Anne Weckenbrock

Ahaus. "Regen, Hagel, Sonne", "das müsste einen Regenbogen geben. Und den sehe ich als Zeichen der Hoffnung." Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein gewann dem widrigem Wetter zur Anti-Atom-Demo gestern am Rathaus etwas Positives ab.

Nach Zählungen der BI "Kein Atommüll in Ahaus" waren es inklusive der 75 mit ihrem Trecker unter anderem aus Asbeck, Heek, Graes, Schöppingen und Metelen angerollten Landwirte fast 700 Atomgegner, die die Forderungen von Köhnlein, stellvertretender Vorsitzender der Strahlenschutzkommission, mit Applaus untermauerten: Er zweifelte am Sinn der geplanten Einlagerung des Atommülls aus Rossendorf im BZA, und angesichts der immensen Transportkosten sei das Geld besser für ein Zwischenlager in Rossendorf angelegt. Er bezeichnete es als eine "annehmbare politische Lösung", wenn dort zwischengelagert wird, wo der Atommüll entstanden ist.

Trotz "vieler Für und Wider", betonte Gertrud Roth, hätten die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaften der Dekanate Ahaus, Vreden, Bocholt und Borken sich dafür ausgesprochen, "öffentlich Position zu beziehen für die Bewahrung der Schöpfung". Mit aller Entschiedenheit würden die geplanten Transporte abgelehnt, so die kfd-Sprecherin unter Beifall.

Matthias Eickhoff vom WIGA Münsterland sendete zunächst solidarische Grüße nach Rossendorf, wo zeitgleich ein Sonntagsspaziergang stattfand, doch damit reichte es an Höflichkeiten: Schärfsten Protest gegen künftige Einlagerungen von Atommüll, ob aus Garching oder La Hague, kündigte er an, und verwies darauf, dass das BZA nach heutigem Recht gar nicht mehr genehmigungsfähig wäre: "Diese Hundehütte ist kein Atommüllager!"

Für die Landwirte machte Heinrich Fier aus Asbeck seine Haltung deutlich: "Auch wenn die kleinste Strahlung frei werde " die Landwirte könnten ihre Produkte nicht mehr verkaufen. "Mit jedem Castor steigt die Gefahr", war für ihn klar, warum er und viele seiner Berufskollegen dabei waren.

Beeindruckt von der Resonanz auf den Aufruf zum Sonntagsspaziergang, zu dem neben der BI unter anderem auch Pax Christi und die kfd aufgerufen hatten, zeigten sich Dieter Homann (UWG Ahaus) und Dr. Thomas Becker (SPD Ahaus) in ihren kurzen Redebeiträgen, bevor sich der friedliche Protestzug " angeführt von dem Trecker-Korso " zum Brennelement-Zwischenlager formierte. Daran nahmen nach Angaben der Polizei noch 550 Atomkraftgegner teil. ewa


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Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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