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Presseerklärung Wendländer Atomkraftgegner, x1000malquer.de, 17. November 2003

Erklärung zur angekündigten Abschaltung des AKW Stade

arbeiterfotografie.com
Die Wünsche der Atomindustrie...

Auf die Pressekonferenz des Bundesumweltministeriums antworten AtomkraftgegnerInnen aus dem Wendland:

Bundesregierung für AtomkraftgegnerInnen unglaubwürdig

"Trittin betreibt Problemverschiebung"

1. Die Errichtung von dezentralen Zwischenlagern bedeutet lediglich eine Problemverschiebung und löst das Entsorgungsproblem nicht. 2/3 des erwarteten Atommülls sind noch überhaupt nicht produziert und würden bei sofortiger Abschaltung von Atomkraftwerken gar nicht erst anfallen.

2. Die Stillegung des AKW Stade ist kein Erfolg rot-grüner Politik sondern Ergebnis wirtschaftlicher Überlegungen des Betreibers. Die Reststrommenge wird anderen AKWs überschrieben und ändert somit nichts an der Gesamtlaufzeit der Atomkraftwerke und der Menge des produzierten Atommülls.

3. Nach wie vor rollen Atomtransporte nach La Hague und Sellafield und erhöhen damit die Menge des zurückzuführenden Atommülls. Von einer Entlastung von Gorleben kann daher nicht gesprochen werden.

4. Der "ergebnisoffene Auswahlprozess" für ein Endlager tritt erstens auf der Stelle, zweitens kann von einem solchen solange nicht gesprochen werden, solange mit jedem Castor mehr Atommüll direkt neben dem Endlager angehäuft und damit der Druck zur Inbetriebnahme des Endlagers erhöht wird.

5. Die Anti-Atom-Bewegung wird die Bundesregierung bei ihrer Ankündigung, den Endlager-Ausbau nicht wieder aufzunehmen und kein Labor dort einzurichten, beim Wort nehmen. Doch aus Erfahrung wissen die Menschen im Wendland, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen und werden daher entschlossen gegen die Atompolitik der Bundesregierung, gegen das Endlager in Gorleben und gegen Castor-Transporte Widerstand leisten.

x1000malquer.de


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