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AFP-Agenturmeldung, 26. November 2003

Areva/Urenco: 3 Mrd. Euro in eine neue Urananreicherungsfabrik

Die beiden Atomgiganten Areva und Urenco werden 3 Milliarden Euro in den Bau einer neuen Fabrik zur Anreicherung von Uran durch Zentrifugen investieren, wie die französische Gruppe am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Die neue Fabrik, "Georges Besse II" getauft, wird die Produktion ab 2007 aufnehmen. Sie wird schrittweise die derzeitige Anlage "Georges Besse I" ersetzen, die 2012 stillgelegt und abgebaut werden muss.

"Georges Besse I", die zum europäischen Konsortium Eurodif gehört, nutzt eine andere Technologie durch Gasdiffusion. Ihr Abriß schlägt in den Rechnungsbüchern von Areva mit 450 Millionen Euro zu Buche.

Struktur des Atomkonzern Areva

    


Libération, 27. November 2003

Ein bedeutender Technologiewechsel

Die Wahl des Ultrazentrifugenverfahrens bestätigt das Scheitern des CEA, das am Laserverfahren arbeitete

von Sylvestre Huet

Uran anreichern um sich zu bereichern. Das ist das Ziel von Areva mit der Entscheidung, die Fabrik "Georges Besse 2" zu bauen. Daß dieses Geschäft ein Vermögen für die Industrie werden kann, liegt daran, daß es einen unumgänglichen Schritt für die atomare Stromerzeugung darstellt.

Die meisten Atomkraftwerke benötigen einen Anteil von 3,5% spaltbarem Uran 235 oder sogar noch mehr, während Natururan 0,7% enthält. Der Vorgang des "Anreicherns" (den Anteil von U-235 erhöhen) ist damit lebensnotwendig für fast 400 Reaktoren, die sich bei einem Quartett mit Brennstoff versorgen: Usec in den USA, Minatom für Mittel- und Osteuropa, Eurodif und Urenco für Westeuropa. Ein goldener Markt, geschützt mit soliden technischen Schlössern.

Gewinn

Hinter dieser Entscheidung verbirgt sich ein bedeutender Technologiewechsel und eine bittere Niederlage des CEA. Areva nutzte das Gasdiffusionsverfahren zur Urananreicherung. Eine Technik, die darin bestand, mehr als tausendmal das Urangas durch eine Membran zu schicken, die die zwei Uran-Isotopen trennte. Die zukünftige Anlage wird eine andere Technologie nutzen, das Ultrazentrifugenverfahren. Man läßt das Urangas in einer Vorrichtung rotieren; das schwerere U-238 wird zum Rand hin abgestoßen. Die Vorteile sind beträchtlich. Die Anfangsinvestition in eine Anlage mit gleicher Kapazität wäre zwei- bis dreimal geringer.

Jackpot

Im Betrieb ist das der Jackpot. Die laufende Fabrik, "Georges Besse 1", benötigt ungefähr 3000 MW, das sind drei Viertel der Leistung des AKWs Tricastin. Die zukünftige Anlage wird sich mit zehnmal weniger begnügen. Diese Wahl krönt einen vollständigen Wechsel. Vor fünf Jahren pries das CEA die Laser-Anreicherung. Während eines Jahrzehnts wurden fast 800 Millionen Euro, davon die Hälfte von der Cogema, für dieses Programm ausgegeben, das als Zukunftstechnologie präsentiert wurde, an dem auch die Amerikaner arbeiteten. Vor zwei Jahren stoppte das CEA jede Information über dieses Projekt. Aber weist die Vermutung zurück, es handele sich um eine technologische Niederlage. Dies ist dennoch der Fall. Hätte man die Schäden durch einen früheren Stopp begrenzen können? Das ist das, was insgeheim die Forscher denken, die bedauern, daß man nicht "mehr Physiker in die Gruppe" geholt habe. Einziger Trost: Die Amerikaner haben es auch nicht besser gemacht.


Le Monde, 26. November 2003

Areva bringt eine neue Fabrik zur Urananreicherung auf den Markt

Anne Lauvergeon, Vorstandsvorsitzende der Nukleargruppe, hat in einem Gespräch mit Le Monde eine Investition von 3 Mrd. Euro angekündigt, um ab 2007 den Eurodif-Standort Tricastin im Departement Drôme zu ersetzen. Der neue Bautyp beruht auf einer neuen Technologie, dem Zentrifugenverfahren.

Das Interview ist von Anne Lauvergeon korrigiert und ergänzt worden.

Le Monde: Sie haben am 26. November eine Übereinkunft mit der europäischen Nukleargruppe Urenco sowie den Bau einer neuen Urananreicherungsanlage in Frankreich angekündigt. Welche strategische Bedeutung hat diese Investition?

Lauvergeon: Diese Übereinkunft wird es uns erlauben, mit Urenco die Zentrifugentechnologie und die Zentrifugen zu teilen, die das Ersetzen der noch laufenden Eurodif-Anlage in Tricastin ("Georges Besse 1") erlauben. Die Stillegung der Anlage in Tricastin ist 2012 vorgesehen. Wir sind einer der Weltmarktführer in der Anreicherung und es war unser vitales Interesse, uns langfristig mit der besten Technologie zu positionieren. Der Bau der Fabrik "Georges Besse 2" wird eine der größten industriellen Investitionen des Jahrzehnts in Frankreich sein mit insgesamt 3 Milliarden Euro, verteilt zwischen 2007 und 2016.

Le Monde: Schließt das die Kosten für den Abriß der laufenden Anlage mit ein?

Nein. Der Abriß von "Georges Besse 1" ist bereits berücksichtigt in den Etats von Eurodif mit einem Betrag von 450 Millionen Euro.

Le Monde: Gab es eine Dringlichkeit, dieses Projekt zu starten, welches politisch wie ein weiterer Schritt zum Wiederaufleben der Atomenergie erscheint?

Das ist kein "Wiederaufleben der Atomenergie". Es handelt sich um eine Antwort auf die Bedürfnisse des weltweiten Nuklearparks hinsichtlich der Anreicherung. Ein Verzicht auf "Georges Besse 2" würde bedeuten, Europa in der Versorgung mit angereichertem Uran abhängig werden zu lassen von Importen, insbesondere aus Rußland.

Unter der Bedingung, daß die neue Anlage ab 2007 betriebsfähig wäre, mußten wir uns angesichts der Dauer der Genehmigungsverfahren in Frankreich schnell entscheiden. Diese Übereinkunft, die vorsieht, daß wir Konkurrenten von Urenco bleiben würden in der Dienstleistung der Anreicherung, muß im Übrigen die Zustimmung der europäischen Wettbewerbsbehörden und der betroffenen Regierungen in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien erhalten, da Urenco ja ein gemeinsames Konsortium dieser drei Länder ist.

Le Monde: Die Wahl der Zentrifugentechnologie klingt wie ein Versagen der französischen Gasdiffusionstechnologie, die vom Commissariat à l'énergie atomique (CEA, staatliche Atomaufsichtsbehörde) entwickelt worden ist.

Die Gasdiffusionstechnologie hat sich bewiesen. Aber wenn wir heute "Georges Besse 1" noch einmal bauen müßten, würde das acht Milliarden Euro kosten. Außerdem verbraucht diese Technologie viel Elektrizität. Nachdem eine Gruppe von drei unabhängigen Experten (die Forschungsdirektoren von Saint-Gobain und Schlumberger sowie der ehemalige Forschungsminister Hubert Curien) mit einem Untersuchungsauftrag betraut worden ist, sind wir zu der Entscheidung gekommen, daß das Zentrifugenverfahren die unumgehbare Technologie ist, in voller Übereinstimmung mit dem CEA, das, woran ich erinnern darf, unser Hauptaktionär ist.

Le Monde: Werden die aktuellen Aktionäre des Eurodif-Konsortiums, insbesondere der Iran (10%), an dieser Investition teilnehmen?

Die Finanzpartner von Eurodif - an dem Areva 59% hält - sind ursprünglich spanische, italienische und belgische Abnehmer. Ob sie mit uns die neue Anlage bauen werden? Wir werden darüber diskutieren. Was den Iran betrifft, so ist er heute ein "sleeping partner", der weder Zugang zur Technologie, noch zum Material hat. Der Iran wird nicht Aktionär von "Georges Besse 2" sein.

Le Monde: Wie wird Areva diese neue Investition finanzieren, wo sie gerade von Alstom den Geschäftsbereich Übertragung und Vertrieb (transmission et distribution, T & D) für 950 Millionen Euro übernehmen wird und mitten in der Umstrukturierung der Framatome-Filiale Connectique International (FCI) steckt?

Finanziell sind wir gesund. Unser nuklearer Geschäftsbereich ist gewinnversprechend. Wir haben 50% des Marktes für neue AKW-Ausstattungen in den USA erobert, wobei wir vor drei Jahren bei Null angefangen sind. 2003 wird unser bestes Geschäftsjahr. Der Erwerb von T & D, der am 9. Januar 2004 beschlossen werden müßte, wird es uns erlauben, unser Angebot von Produkten und Dienstleistungen für den Elektrizitätsbereich zu verstärken. Um diese Operation zu finanzieren, werden wir unseren laufenden Etat nutzen. Was "Georges Besse 2" angeht, so wird sich die Investition zu einem großen Teil selbst finanzieren durch die durch den Betrieb der Anlage freigemachten flüssigen Mittel (cash flow). Für FCI hatten wir uns 2001 das Ziel gesetzt, bis 2003 wieder zu einem Gleichgewicht zurückzukehren, vor den Kosten der Umstrukturierung. Dort sind wir heute.

Le Monde: Bedeutet das, daß FCI nicht mehr zum Verkauf ansteht?

Die "connectique" (etwa Schalt- und Verbindungstechnik, J.M.) ist kein strategischer Geschäftsbereich für Areva. Es mangelt nicht an Kandidaten für den Aufkauf von FCI, aber wir haben es nicht eilig. Finnland entscheidet sich gerade für den EPR, während die französische Regierung noch zu zögern scheint, einen Reaktor der dritten Generation entwickeln zu wollen...

Wir sind mit unserem Partner Siemens vom privaten finnischen Elektrizitätsversorger TVO ausgewählt worden für die Exklusiv-Verhandlungen hinsichtlich des Baus eines schlüsselfertigen Kraftwerks. Wir erwarten eine Entscheidung vor dem Jahresende. Die Verfahren sind schneller als in Frankreich, weil die Finnen ihr Kraftwerk so schnell wie möglich in Betrieb nehmen wollen. In Finnland schlagen sich Industrie und Gebietskörperschaften darum, einen Anteil am Kapital und an der Produktion des neuen Kraftwerks übernehmen zu können.

Die Entscheidung über den Bau des EPR in Frankreich liegt nicht bei uns, sondern bei EDF. Die Rolle von Areva ist es, den Elektrizitätsversorgern Lösungen anzubieten, um so kostengünstig wie möglich, so sauber, sicher und einfach wie möglich eine Kilowattstunde zu produzieren.

Le Monde: Manche wünschen eine öffentliche Debatte, ja sogar ein Referendum über den EPR und über die Atomenergie im Allgemeinen. Was halten Sie davon?

Die von der Regierung organisierte nationale Energiedebatte war sehr nützlich. Je mehr man die Gelegenheit hat, über die Energiepolitik und ihre Konsequenzen zu diskutieren, desto besser. Das sind zu wichtige Fragen, um sie allein den Spezialisten zu überlassen. Wir haben keine Angst vor einer Debatte, aber diese muß zu Entscheidungen führen.

Le Monde: Bringt sich Areva durch das Vervielfachen der Investitionen nicht in die Situation, sein Kapital öffnen zu müssen, um diese zu finanzieren?

Areva vervielfacht nicht seine Investitionen. Wir haben uns in dieser Hinsicht besonders vorsichtig gezeigt. Was die Öffnung des Kapitals von Areva angeht, so ist es an unseren Aktionären, darüber zu entscheiden, aber das Prinzip war bereits ausdrücklich vorgesehen seit der Gründung der Gurppe im Jahr 2001. 15% des Kapitals sind zurückgestellt worden in einem Fonds unseres Aktionärs CEA für den Abriß der Atomanlagen. Das CEA hat daher Bedarf an unserem Börsengang. Die industrielle Logik, in der wir uns befinden, macht es ganz natürlich und unverzichtbar, den Finanzmarkt anzurufen. Die Beschäftigten und das Management von Areva sind bereit zu einer Kapitalöffnung.

Interview: Pascal Galinier

Eurodif, 25% des Weltmarktes

Areva

Als Weltmarktführer für die Versorgung der Atomindustrie hat die zu 93% vom französischen Staat kontrollierte Gruppe 2002 einen Jahresumsatz von 8,3 Milliarden Euro erzielt.

Urenco

Dieser Spezialist der Urananreicherung, gehalten zu 33% vom niederländischen Staat, zu 33% von der staatlichen britischen Gruppe BNFL und zu 33% von den deutschen Konzernen RWE und E.On, hat 2002 einen Jahresumsatz von 632 Millionen Euro erzielt.

Eurodif

Diese Anlage der Cogema (Areva) in Pierlatte (Département Drôme), ist 1982 in Betrieb genommen worden, beschäftigt 1150 Personen und produziert 25% des weltweiten angereicherten Urans. Der Iran hält 10% an der Anlage.


Areva/Urenco : 3 mds EUR dans une nouvelle usine d'enrichissement d'uranium

26/11 afp Les deux géants du nucléaire Areva et Urenco vont investir 3 milliards d'euros dans la construction d'une nouvelle usine d'enrichissement de l'uranium par centrifugation, a annoncé le groupe français mercredi dans un communiqué.

La nouvelle usine, baptisée Georges Besse II, entrera en production à partir de 2007. Elle remplacera progressivement l'actuelle usine, Georges Besse I, qui doit être arrêtée et démantelée en 2012.

Georges Besse I, qui appartient au consortium européen Eurodif, utilise une technologie différente par diffusion gazeuse. Son démantèlement a été provisionné à hauteur de 450 M EUR dans les comptes d'Areva.


LIBERATION, jeudi 27 novembre 2003

Un changement technologique majeur

Le choix de l'ultracentrifugation entérine l'échec du CEA qui travaillait sur le laser.

Par Sylvestre HUET

Enrichir l'uranium pour s'enrichir. C'est le but d'Areva avec la décision de construire l'usine Georges-Besse-2. Si cette activité peut devenir une rente pour l'industriel, c'est qu'elle constitue un passage obligé pour l'électronucléaire.

La plupart des centrales ont besoin d'une teneur en uranium 235 (fissile) de 3,5 %, voire plus, contre 0,7 % dans l'uranium naturel. L'opération «d'enrichissement» (élever la teneur en U-235) est donc vitale pour près de 400 réacteurs se fournissant en combustible auprès d'un quatuor (Usec aux USA, Minatom pour l'Europe centrale et orientale, Eurodif et Urenco pour l'Europe occidentale). Un marché en or, gardé par de solides verrous techniques.

Gain.

Derrière cette décision, se cache un changement technologique majeur, et un échec cuisant du Commissariat à l'énergie atomique (CEA). Areva utilisait la diffusion gazeuse pour enrichir l'uranium. Une technique consistant à faire passer plus de 1 000 fois le gaz d'uranium à travers une membrane sélectionnant les deux isotopes d'uranium. La future usine va utiliser une autre technologie, l'ultracentrifugation. On fait tourner le gaz d'uranium dans un dispositif ; plus lourd, l'U-238 est rejeté à la périphérie. Ses avantages sont considérables. L'investissement initial (à capacité équivalente) dans l'usine serait deux à trois fois inférieur.

Jackpot.

En fonctionnement, c'est le jackpot. L'usine actuelle, Georges-Besse-1, a besoin de près de 3 000 MW, soit les trois quarts de la centrale de Tricastin. La future se contentera de dix fois moins. Ce choix couronne un changement complet. Il y a cinq ans, le CEA vantait l'enrichissement par laser. En une décennie, près de 800 millions d'euros, dont la moitié versée par la Cogema, ont été dépensés dans ce programme, présenté comme la technologie d'avenir, sur laquelle travaillaient aussi les Américains. Il y a deux ans, le CEA cesse toute communication sur ce projet. Mais réfute l'idée qu'il serait un échec technologique. C'est pourtant le cas. Aurait-on pu limiter les dégâts en l'arrêtant plus tôt ? C'est ce que pensent tout bas des chercheurs qui regrettent que l'on n'ait pas «mis plus de physiciens dans l'équipe». Seule consolation, les Américains n'ont pas fait mieux.


Le Monde 26/11/03

Areva lance une nouvelle usine d'enrichissement de l'uranium

Anne Lauvergeon, présidente du directoire du groupe nucléaire, annonce, dans un entretien au "Monde", un investissement de 3 milliards d'euros pour remplacer, à partir de 2007, le site Eurodif du Tricastin dans la Drôme. La filière adopte une nouvelle technologie, la centrifugation.

Cet entretien a été relu et amendé par Anne Lauvergeon.

Vous annoncez, mercredi 26 novembre, un accord avec le consortium nucléaire européen Urenco et la construction d'une nouvelle usine d'enrichissement de l'uranium en France. En quoi cet investissement est-il stratégique ?

Cet accord va nous permettre de partager avec Urenco la technologie de la centrifugation et les centrifugeuses qui permettront de remplacer l'usine d'Eurodif ("Georges-Besse 1"), actuellement en service au Tricastin, dont la fermeture est prévue en 2012. Nous sommes un des leaders mondiaux de l'enrichissement et il était vital de nous positionner sur le long terme avec la meilleure technologie. La construction de l'usine "Georges-Besse 2" sera un des plus gros investissements industriels de la décennie en France, 3 milliards d'euros au total, étalé de 2007 à 2016.

Cela inclut-il le coût du démantèlement de l'usine actuelle ?

Non. Le démantèlement de "Georges-Besse 1" est déjà provisionné dans les comptes d'Eurodif, pour un montant de 450 millions d'euros.

Y avait-il urgence à lancer ce projet, qui apparaîtra, politiquement, comme un nouveau pas vers la relance du nucléaire ?

Ce n'est pas une "relance du nucléaire". Il s'agit de répondre aux besoins du parc nucléaire mondial existant en matière d'enrichissement. Ne pas faire "Georges- Besse 2", cela signifierait laisser l'Europe devenir dépendante, pour son approvisionnement en uranium enrichi, des importations, notamment en provenance de la Russie.

Si nous voulions que la nouvelle usine soit opérationnelle à partir de 2007, nous devions nous décider rapidement, compte tenu des délais de procédures en France. Cet accord, qui prévoit que nous restions concurrents d'Urenco dans les services d'enrichissement, doit par ailleurs recevoir l'aval des autorités de la concurrence européennes et des gouvernements concernés, en Allemagne, aux Pays-Bas et en Grande-Bretagne, puisque Urenco est un consortium commun à ces trois pays.

Le choix de la centrifugation sonne comme l'échec de la technologie française d'enrichissement par diffusion gazeuse mise au point par le Commissariat à l'énergie atomique (CEA).

La technologie de diffusion gazeuse a fait ses preuves. Mais si l'on avait à reconstruire "Georges-Besse 1" aujourd'hui, cela coûterait 8 milliards d'euros. De plus, cette technologie consomme beaucoup d'électricité. Après avoir confié une mission d'analyse à trois experts extérieurs (les directeurs de la recherche de Saint-Gobain et de Schlumberger et l'ancien ministre de la recherche Hubert Curien), nous sommes parvenus à la conclusion que la technologie incontournable était la centrifugation, en plein accord avec le CEA, qui est, je le rappelle, notre premier actionnaire.

Les actuels actionnaires du consortium Eurodif, et notamment l'Iran (10 %), participeront-ils à cet investissement ?

Les partenaires financiers d'Eurodif - dont Areva détient 59 % - sont, à l'origine, des utilisateurs, espagnols, italiens, belges. Voudront-ils faire avec nous la nouvelle usine ? Nous allons en discuter. Quant à l'Iran, c'est aujourd'hui un "sleeping partner" qui n'a accès ni à la technologie, ni à la matière. L'Iran ne sera pas actionnaire de "Georges-Besse 2".

Comment Areva, sur le point de racheter l'activité transmission et distribution (T & D) d'Alstom pour 950 millions d'euros, et en pleine restructuration de la filiale Framatome Connectique International (FCI), va-t-il financer ce nouvel investissement ?

Notre santé financière est bonne. L'activité nucléaire est porteuse. Nous avons conquis 50 % du marché des nouveaux équipements des centrales aux Etats-Unis, en partant de zéro il y a trois ans. Nous allons réaliser en 2003 notre meilleure année. L'acquisition de T & D, qui devrait être bouclée pour le 9 janvier 2004, va nous permettre de renforcer notre offre de produits et de services aux électriciens. Pour financer cette opération, nous allons utiliser notre trésorerie. Quant à "Georges-Besse 2", une part significative de l'investissement sera autofinancée par les cash-flows -liquidités- dégagés par l'exploitation de l'usine. Pour FCI, nous nous étions fixé en 2001 un objectif de retour à l'équilibre dès 2003, avant coûts de restructuration. Nous y sommes.

Cela signifie-t-il que FCI n'est plus à vendre ?

La connectique n'est pas une activité stratégique pour Areva. Les candidats au rachat de FCI ne manquent pas, mais nous ne sommes pas pressés. La Finlande est sur le point de choisir l'EPR alors que le gouvernement français semble encore hésiter à lancer ce réacteur de troisième génération...

Nous avons été choisis, avec notre partenaire Siemens, par l'électricien privé finlandais TVO, pour une négociation exclusive en vue de la construction d'une centrale clés en main. Nous attendons une décision avant la fin de l'année. Les procédures sont plus rapides qu'en France, car les Finlandais veulent pouvoir mettre en service leur centrale le plus vite possible. En Finlande, les industriels et les collectivités locales se battent pour avoir une part de capital et de la production de la future centrale.

La décision de lancer l'EPR en France ne nous appartient pas, elle est du ressort d'EDF. Le rôle d'Areva, c'est de fournir des solutions aux électriciens pour produire un kilowattheure le moins cher possible, propre, sûr et facile à mettre en oeuvre.

Certains demandent un débat public, voire un référendum, sur l'EPR et sur le nucléaire en général. Qu'en pensez-vous ?

Le débat sur l'énergie, organisé par le gouvernement, a été très utile. Plus on aura l'occasion de débattre sur les politiques énergétiques et leurs conséquences, mieux ce sera. Ce sont des sujets trop importants pour les laisser aux seuls spécialistes. Nous n'avons pas peur du débat, mais il doit déboucher sur des décisions.

En multipliant les investissements, Areva ne se met-il pas en situation d'exiger l'ouverture de son capital pour les financer ?

Areva ne multiplie pas les investissements. Nous nous sommes montrés particulièrement prudents en la matière. En ce qui concerne l'ouverture du capital d'Areva, c'est à nos actionnaires d'en décider, mais son principe était explicitement prévu dès la création du groupe en 2001. 15 % du capital ont été placés dans un fonds de démantèlement pour les installations nucléaires de notre actionnaire le CEA, qui a, de ce fait, besoin de notre mise en Bourse. La logique industrielle dans laquelle nous sommes rend assez naturel et indispensable un appel au marché financier. Les salariés et le management d'Areva sont prêts à une ouverture du capital.

Propos recueillis par Pascal Galinier

Eurodif, 25 % du marché mondial

Areva

Premier fournisseur mondial pour l'industrie nucléaire, le groupe (contrôlé à 93 % par l'Etat français) a réalisé en 2002 un chiffre d'affaires de 8,3 milliards d'euros.

Urenco

Ce spécialiste de l'enrichissement d'uranium (détenu à 33 % par l'Etat néerlandais, à 33 % par le groupe britannique public BNFL et à 33 % par les allemands RWE et E.On) a réalisé en 2002 un chiffre d'affaires de 632 millions d'euros.

Eurodif

Cette usine de Cogema (Areva), à Pierrelatte (Drôme), mise en service en 1982, emploie 1 150 personnes et produit 25 % de l'uranium enrichi mondial. L'Iran en détient 10 %.


weitere Infos zur Erweiterung der Urananreicherungsanlage Gronau

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), 02. Januar 2005
Unterschriftenaktion "Stilllegen statt erweitern!"

AFP-Agenturmeldung, 07. Januar 2005
IAEA-Chef schlägt weltweites Moratorium für Uran-Anreicherung vor

Arbeitskreis Umwelt Gronau u.a., Demonstrationsaufruf, 09. Oktober 2004
"Den Hahn zudrehen - Die Atomfabrik Gronau stilllegen, sofort!"

Arbeitskreis Umwelt Gronau, Pressemitteilung, 06. September 2004
Protestkundgebung vor der niederländischen Uranfabrik in Almelo

anti-atom-aktuell.de, 20. Juli 2004
"Herr Steinbrück: Erst Urenco stoppen - dann mit Udo rocken!"

DDP-Agenturmeldung, 21. Juni 2004
Uran-Transport nach Russland - Atomkraftgegner rufen zu Protesten auf

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Pressemitteilung, 24. Mai 2004
Protest gegen Jahrestagung Kerntechnik in Düsseldorf

Westfälische Nachrichten, 14. Januar 2004
Ratsmehrheit hat keine Bedenken gegen Ausbau

Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2004
Richtkrone thronte im statt über dem Neubau

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 08. Januar 2004
Internationaler Protest gegen Almelo

Süddeutsche Zeitung, 02. Januar 2004
Der Atom-Schwarzmarkt

DPA-Agenturmeldung, 01. Januar 2004
Deutsche Atomtechnik-Teile für Libyen abgefangen

Die Tageszeitung, 18. Dezember 2003
Urencos russische Uran-Deals

AFP-Agenturmeldung, 26. November 2003 u.a.
Areva/Urenco: 3 Mrd. Euro in eine neue Urananreicherungsfabrik

AKU Gronau, BBU, 11. Juli 2003
In NRW soll das bundesweit einzige Uranoxidlager gebaut werden

Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2003
Tausende Einwände gegen Ausbau der Urananreicherung

AKU Gronau, BBU, 10. Juli 2003
Urananreicherungsanlage: BBU wirft Landesregierung NRW Irreführung der Bevölkerung vor

Die Tageszeitung, 07. Juli 2003
Atomausstieg? Nicht in Gronau

Junge Welt, 07. Juli 2003
Urananlage soll wachsen

Robin Wood, 07. Juli 2003
Atomfabrik Gronau schließen - Aktion auf der Landesgartenschau

AKU Gronau, BBU, DNR und Robin Wood, 04. Juli 2003
Umweltorganisationen protestieren gegen den beantragten massiven Ausbau der Uranfabrik in Gronau

AKU Gronau, Robin Wood, BBU, 26. März 2003
Mehr als 6.000 Einsprüche gegen den Ausbau der Gronauer Atomfabrik

Münsterland Zeitung, 28. Januar 2003
Urananreicherung soll erweitert werden

Junge Welt, 28. Januar 2003
Uran bis zum Abwinken

Die Tageszeitung, 28. Januar 2003
Uran aus Deutschland

Robin Wood, 27. Januar 2003
Ausstieg statt Ausbau - Aktion auf dem Gronauer Rathaus

redaktion@uwg-ahaus.de, Januar 2003
Gronau stillegen statt erweitern


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