Münsterland Zeitung - Ahauser Zeitung, 02. Dezember '99
Einstimmig für Nachtrag
Aus dem Rat der Stadt Ahaus
von Stefan Grothues
Ahaus. Einstimmig und ohne weitere Beratung ist der Rat am Dienstagabend
der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses gefolgt und hat den Nachtragshaushalt 1999
der Stadt Ahaus gebilligt. Nach rund vier Millionen Mark überplanmäßigen Mehreinnahmen
aus der Gewerbesteuer und einigen anderen Verschiebungen ist der Gesamthaushalt um 7,2
Millionen auf 139,3 Millionen Mark angewachsen.

Bebauungsplan Flörbach
Den Planentwurf für den Bebauungsplan Flörbach hat der Rat in seiner
jüngsten Sitzung einstimmig gebilligt. Der Planentwurf soll nun im Rathaus zur Einsicht
für Jedermann ausgelegt werden. Der Entwurf sieht eine Wohnbebauung zwischen dem
östlichen Ortsrand von Wessum und dem Flörbach vor. Im Bereich der Hochspannungsleitung
sind Grünflächen und ein Regenrückhaltebecken vorgesehen.

Telekom schließt T-Punkt
Die Deutsche Telekom will ihre Serviceniederlassung T-Punkt an der
Bahnhofstraße aus wirtschaftlichen Gründen Ende Januar 2000 schließen. Dies hat die
Telekom gegenüber der Stadt Ahaus bestätigt. Noch vor wenigen Wochen hatte ein
Telekom-Sprecher auf Anfrage der Münsterland Zeitung gesagt, entsprechende Pläne lägen
nicht vor. Einen Antrag der SPD-Fraktion, der Rat der Stadt Ahaus solle sich für den
Erhalt des T-Punktes einsetzen, lehnte die CDU-Mehrheit "aus prinzipiellen
Erwägungen" ab. "Es kann nicht Aufgabe des Rates sein, sich in den freien
Wettbewerb einzumischen", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Felix Büter. Es
gehe keine Serviceleistung verloren, die die Ahauser nicht auch anderswo in Anspruch
nehmen könnten. Demgegenüber verwies der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dönnebrink
auf die täglich rund 130 Besucher im T-Punkt. Zum Wohle der Bürger, so meinten auch Ulf
Kemper (UWG) und Hermann-Josef Haveloh (Wählergemeinschaft Wüllen), solle die Stadt für
den Erhalt des T-Punktes eintreten.

Anträge in die Ausschüsse
In die jeweiligen Fachausschüsse hat der Rat einstimmig drei Anträge von
SPD und UWG verwiesen. Die SPD hatte eine Querungshilfe für die Ortseinfahrt Wessum
beantragt, die UWG die Einrichtung eines Anruf-Sammel-Taxis und eine Untersuchung zur
Situation der behinderten Menschen in Ahaus.

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