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99. |
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Münsterland Zeitung - Ahauser Zeitung, 10. Dezember '99 Konfliktberatung: Rat wartet Entwicklung abSKF-Angebot in Ahaus von allen Fraktionen gelobtvon Stefan GrothuesAhaus. Das Angebot der Schwangerschaftskonfliktberatung in Ahaus muss nach Ansicht des Rates erhalten bleiben. Die Mehrheit des Rates sieht allerdings im Moment keine kommunalpolitischen Handlungsmöglichkeiten. Die UWG-Fraktion hatte das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung gebracht. Annette Lange-Röttger (UWG) hob die "gute und qualifizierte" Beratung hervor, die der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) in Ahaus leiste. Das Angebot müsse ratsuchenden Frauen in Ahaus auch dann noch offenstehen, wenn die katholische Kirche das gesetzliche Beratungssystem verlasse und keine Beratungsscheine mehr ausstelle. Die UWG beantragte, die Stadt solle mit dem SKF Möglichkeiten entwickeln, um das Beratungsangebot in Ahaus zu erhalten. Der UWG-Fraktionsvorsitzende Dieter Homann und Ulf Kemper drängten zur Eile: Man müsse schon jetzt handeln und dem SKF gegenüber Gesprächsbereitschaft signalisieren. Was die Bedeutung der Schwangerschaftskonfliktberatung angehe, stimme er Annette Lange-Röttger uneingeschränkt zu, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Felix Büter. Da das Bistum Münster aber noch nicht aus der Konfliktberatung ausgestiegen sei "sind wir als Rat im Moment nicht am Zuge, so wichtig die Frage auch ist." Sollte sich die Kirche ganz aus der gesetzlichen Konfliktberatung zurückziehen, dann sei zunächst der Gesetzgeber gefordert, die entstehende Lücke zu schließen. Matthias Terstriep (CDU) wies darauf hin, daß das Bistum Münster auf Anfrage signalisiert habe, daß die Stadt zurzeit nichts unternehmen solle, da sich das Bistum noch um eine Lösung der Beratungsfrage bemühe. Mathilde Fischer, SPD-Ratsfrau und zugleich im SKF-Vorstand aktiv, plädierte ebenfalls dafür, die Stadt solle die weitere Entwicklung erst einmal abwarten: "Wir können im Moment nicht allzuviel tun." Ein voreiliges Handeln würde auch nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden "dem SKF bei der Suche nach Lösungen das Wasser abgraben". Er verwies darauf, daß SKF-Konfliktberatung in Ahaus bis Ende des Jahres 2000 gesichert sei.
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