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"Gerhard, wir kommen!"


Auf nach Berlin!

20 Jahre nach ihrem berühmten Treck nach Hannover ruft die Bäuerliche Notgemeinschaft und die BI Lüchow-Dannenberg e.V. zu einer Stunkparade nach Berlin auf. Vorbei am Brandenburger Tor zum Reichstag, dem Sitz der abgewirtschafteten rot-grünen Regierung, wollen Landwirte aus Lüchow -Dannenberg dem angeblichen Atomkaftgegner und jetzigen Bundeskanzler Gerhard Schröder ihre Referenz erweisen - am 13. November vorbei am Brandenburger Tor zur Gedächtniskirche.

Ein Jahr rot-grüne Politik hat den Verbleib in der Atomenergie besser zementiert als die Atompolitik zu Kohl/Merkel Zeiten - das ist die drohende Bilanz:

kein Moratorium für das Endlager Gorleben

Einwilligung in die unmittelbar drohende Inbetriebnahme von Schacht Konrad zur Endlagerung von schwach- und mittelradio-aktiven Müll

kein Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung

Inbetriebnahme der Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben

Aufhebung des Transportestopps von Castorbehältern

Bau von Zwischenlagern an den AKW-Standorten, um deren Dauerbetrieb zu sichern

keine Novellierung des Atomgesetzes.

Und dafür hatten wir sie gewählt:

Sofortausstieg aus der Atomenergie

Beendigung der "Erkundungsarbeiten" im Salzstock Gorleben

Keine Inbetriebnahme von Schacht Konrad als Endlager

Keine Inbetriebnahme der PKA in Gorleben

Sofortige Beendigung der Wiederaufarbeitung deutschen Atommülls in La Hague und Sellafield

Keine Wiederaufnahme von Castortransporten

Keine weitere Produktion von Atommüll

Stillegung aller Atomanlagen in der Bundesrepublik und anderswo

 


Gorleben ist überall

Der Trog ist derselbe geblieben, nur die Ferkel haben gewechselt.

Unsere mit dem Regierungswechsel verbundenen Hoffnungen und Erwartungen haben sich in Wut und Entschlossenheit umgewandelt: Wir werden den Ausstieg aus der Atomenergie weiterhin selber in die Hand oder auf den Frontlader nehmen müssen. Uns reichts. Jetzt wird es Zeit, der neuen Bundeshauptstadt und dem Wirtschaftsfreund Schröder einen demonstrativen Besuch abzustatten.

Mit den Stunkwagen vom letzten Castortransport nach Gorleben wird die bäuerliche Notgemeinschaft in Berlin einziehen.

Und so ist der Ablauf geplant:

Freitag, 12. November, 08.00 Uhr Verabschiedung der Trecker auf dem Gildehaus Platz in Lüchow und Abfahrt über B5 nach Berlin

Samstag, 13. November: Stunkparade vom ErnstReuter-Platz, vorbei an der Gedächtniskirche, Über die Tauentzlen-, Bülow-, Potsdamer- und Ebertstraße zum Brandenburger Tor.

12.00 Uhr: Begrüßung der nicht motorisierten Atomkraftgegner am Berliner Wahrzeichen und anschließende gemeinsame Parade zum Kundgebungsplatz

14.00 Uhr: Kundgebung auf dem Alexanderplatz mit einigen Reden und vielen künstlerischen Inhalten


Bus aus Ahaus:

Abfahrt am 13.11. um 04.30 Uhr ab Busbahnhof Ahaus
Teilnahme an der Demo und Freizeit bis ca. 22. Uhr
Ankunft in Ahaus gegen 06 Uhr am Sonntag Morgen
Karten: 40 DM, ermäßigt 20 DM, es gibt Familienermäßigungen
Anmeldungen im BI-Büro oder in der Spielecke


...the show must go on.

Unter diesem Motto werden viele KünstlerInnen, denen die Ausstiegspolitik Schröders genau so stinkt wie unsere Gülle, dabei mitmachen. Und natürlich bitten wir alle Antiatomkraftgegner und -gruppen, uns auf unserem Weg zu begleiten und unseren Widerstand phantasievoll und ausdrucksstark in Szene zu setzen.

Schröder und Trittin, die ja nicht zuletzt mit den Stimmen der Umweltschutz- und Antiatombewegung - unseren Stimmen - an die Regierungsmacht gekommen sind, haben eine historische Aufgabe. Es geht es um unser Recht und das der zukünftigen Generationen auf Gesundheit und eine intakte Umwelt. Wir Bäuerinnen und Bauern aus dem Wendland möchten auch weiterhin gesunde Nahrungsmittel produzieren, keine verstrahlten, denn: Acker kann man nicht evakuieren!

Aktuelles zu dieser Aktion finden Sie auch unter: http://www.stunkparade.de

weitere Informationen zur Demo: BI-Büro Lüchow-Dannenberg: 05841-4684


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