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Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
Castor: Appell an die PolitikAhaus - Mit zwei offenen Briefen an die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben die Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland ihrem Protest gegen die bevorstehenden Castor-Transporte von Rossendorf nach Ahaus Ausdruck verliehen. Gestern stellten sie die Inhalte der Schreiben in einer Pressekonferenz in Ahaus vor. "Wir wollen mit diesen Briefen den Konflikt wieder auf die Kernproblematik und auf inhaltliche Fragen zurückführen", erläutert Matthias Eickhoff vom Bündnis "Widerstand gegen Atomanlagen Münster" (WIGA). Es gehe nicht darum, Kosten von Polizeieinsätzen aufzurechnen, sondern um die Gefahrenpotenziale der Transporte und die langfristige Sicherheit von Einlagerungen. Denn: "Das Zwischenlager Ahaus ist nicht sicher", ergänzt Felix Ruwe, Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", besonders mit Blick auf die modernere Halle in Rossendorf. Zudem gelten die Transportbehälter vom Typ MTR-2 als die unsichersten "Problemkinder" der Castor-Serie, und die Brennelemente aus Rossendorf seien durch ihre lange Einlagerungszeit dort "äußerst empfindlich" geworden " zu empfindlich für die Erschütterungen, die ein Schienentransport verursachen würde. Daher der Straßentransport, gegen den die NRW-Landesregierung zunächst heftig protestiert habe.
"Einknicken"Ihre jetzige "neue Linie", keine weitere Klage gegen die Transportgenehmigung anzustrengen und stattdessen die beteiligten Länder zu einem "Koordinierungsgespräch" am 10. November einzuladen, werten die Transportgegner als "Einknicken". In dem Brief an Ministerpräsident Peer Steinbrück wird der NRW-Landeschef daher aufgefordert, gegen die Genehmigungen zu klagen, einen endgültigen Einlagerungsstopp für Ahaus zu verhängen und das geplante Koordinierungsgespräch abzusagen. Und: "Wir fordern Sie auf, nach Ahaus zu kommen und der Bevölkerung Ihre weitere politische Linie in Sachen Atomausstieg zu erklären", heißt es weiter. Den Anti-Atom-Initiativen gehe es um ein langfristiges Konzept, wie der Atomausstieg in NRW erreicht werden kann. "Dazu muss die Landesregierung endlich inhaltlich Stellung beziehen. Ansonsten werden wir nicht zögern, diese Fragen in den Landtagswahlkampf 2005 zu tragen", so Eickhoff.
"Besonnenheit"Das Schreiben an Sachsens Regierungschef hat einen ähnlichen Tenor: In ihm wird an Georg Milbradt appelliert, aus den genannten Gründen die "unsinnigen, gefährlichen und teuren Atomtransporte sofort abzusagen". Das wäre "ein Zeichen der Stärke und Besonnenheit" im Gegensatz zu dem derzeit betriebenen "unsachlichen Politikstil", den die Atomkraftgegner derzeit vor allem Sachsens Umweltminister Steffen Flath vorwerfen. Dieser hatte jüngst in einem Interview den Eindruck erweckt, Sachsen habe mit dem Land NRW einen Vertrag über die Einlagerung in Ahaus geschlossen. Das weist die BI scharf zurück: Bei der Anmietung von Stellplätzen im BZA handele es sich lediglich um eine Vereinbarung mit einer privaten Betreibergesellschaft, stellte Ruwe klar.
BI: Widerstand weiter verstärkenInsgesamt wollen die Anti-Atom-Initiativen ihren Widerstand weiter auch überregional entlang der möglichen Castor-Transportstrecke verstärken " Kundgebungen sind demnächst in Osnabrück und Bad Oeynhausen geplant " und freuen sich über die "wachsende Unterstützung" durch Initiativen auch außerhalb des Münsterlands. Das gelte ebenso für den Widerstand vor Ort in Ahaus. Der BI zugetragene Meldungen deuten angeblich auf eine mögliche Durchführung der Transporte ab 4. November hin. Für den Fall, dass die Castoren aus Sachsen anrollen, seien drei Transporte erforderlich, da die wenigen vorhandenen Transportgestelle für die Behälter jeweils wieder nach Rossendorf zurückgebracht werden müssten. "Damit bieten sich uns fünf Möglichkeiten", stellt Felix Ruwe von der Ahauser BI vielfältige Widerstandsaktionen in Aussicht. Vehement verwahren sich die Atomkraftgegner gegen die jüngsten "Kriminalisierungsversuche" durch die Polizei sowie das pauschale Einordnen in eine "linksextremistische Ecke". Die Initiativen erwägen, sich in dieser Angelegenheit mit einer Petition an den Landtag zu wenden.mel
Verstrahlte Post für LandeschefsDie münsterländischen Atomgegner wenden sich per Post an die Regierungen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Grund ist der geplante Atommüll-Transport ins Zwischenlager Ahaus. NRW Landesregierung spielt auf Zeitvon Holger PaulerAHAUS taz Die Münsterländer Anti-Atom-Initiativen wenden sich im Kampf gegen geplante Atommülltransporte vom sächsischen Rossendorf nach Ahaus an die zuständigen Landesregierungen. In offenen Briefen werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) und sein sächsischer Kollege Georg Milbradt (CDU) aufgefordert, sich gegen die geplanten Transporte auszusprechen. "Wir erwarten von der NRW-Landesregierung, dass sie die für den 10. November angesetzten Koordinierungsgespräche mit der sächsischen Staatsregierung absagt und sich entschieden gegen den Mülltourismus ausspricht", sagt Matthias Eickhoff von der Initiative "Widerstand gegen Atomanlagen". Die Regierung sei gegenüber Sachsen "eingeknickt". Ursache für den Streit ist eine Entscheidung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) aus der letzten Woche. Das BfS hatte einen Widerspruch der NRW-Landesregierung gegen die Transporte aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf nach Ahaus abgewiesen. NRW-Innenminister Fritz Behrens (SPD) hatte die Entscheidung des Bundesamtes als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet. 18 Castor-Behälter mit 951 Brennstäben sollen in das Brennelemente-Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. Ein genauer Termin für den Castortransport steht allerdings noch nicht fest. Die Initiativen beklagen sich vor allem über die schlechte Informationspolitik sowie die nicht nachvollziehbare Argumentation der Landesregierung. "Es kann für die Menschen im Münsterland nicht darum gehen, die Kosten des Polizeischutzes hochzurechnen, sondern um sichere Entsorgung", sagt Eickhoff. Er forderte dazu auf, gegen die Einlagerungs- und Transportgenehmigung zu klagen. "Für Ahaus muss ein Einlagerungsstopp ausgesprochen werden." Die Bürgerinitiativen wandten sich außerdem an Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) mit der Bitte, dafür zu sorgen, dass das Bundesamt die Genehmigung zurückzieht. Auch innerhalb der Düsseldorfer Koalition ist das Thema weiterhin unbeliebt. Die Sozialdemokraten beschweren sich über das "formaljuristische und bürokratische" Umgehen des Bundesumweltministeriums mit seinen nordrhein-westfälischen Partnern. Das grüne Landesumweltministerium verweist regelmäßig auf die Federführung des NRW-Innenministeriums. "Wenn die Transporte kommen, werden wir sie in jedem Fall blockieren", sagt Eickhoff. Dabei werde man dafür sorgen, dass es nicht nur bei der Ankunft des Atommülls Probleme gibt. "Auch den Rücktransport der leeren Behälter werden wir erschweren", so Eickhoff. Ob die Castorbehälter über die Schiene, oder wie von der sächsischen Staatsregierung gewünscht per LKW transportierte werden, ist dabei immer noch unsicher. Im letzteren Fall verweist Innenminister Fritz Behrens wegen der prekären Straßenverhältnisse schon einmal auf einen Termin frühestens im Frühjahr 2005 - am besten nach der Landtagswahl am 22. Mai.
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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