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Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Widerstand gegen Atomanlagen (WIGA) Münster, Münsteraner Bündnis "Stoppt Atomtransporte!", Menschen gegen Atomanlagen (MEGA) Waltrop, Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
11. Oktober: CASTOR-Proteste vor Ahauser AmtsgerichtSkandalöser Prozess gegen Münsteraner Atomkraftgegner
Am Montag, 11. Oktober, findet um 12 Uhr vor dem Ahauser Amtsgericht ein Prozess gegen den Münsteraner Atomkraftgegner Peter Rogausch statt. Die Staatsanwaltschaft Münster wirft ihm Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vor. Bereits im Frühjahr war dem Atomkraftgegner ein Strafbefehl über 120 Tagessätze zugestellt worden. Gegen diesen Strafbefehl hatte Herr Rogausch Widerspruch eingelegt. Deshalb wird das Verfahren nun vor dem Ahauser Amtsgericht verhandelt. Der Atomkraftgegner soll laut Staatsanwaltschaft im Dezember 2003 bei der Blockade des Zwischenlagers Ahaus eine Nötigung begangen haben. Damals hatte die Polizei 16 Menschen vor dem Atommülllager festgenommen. 15 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingestellt. Nur das Verfahren gegen Herrn Rogausch wurde wegen einer "Straftat" fortgesetzt. Hier wird der Grundsatz der Gleichbehandlung gründlich missachtet. Im Januar 2004 soll der Angeklagte in der Ahauser Fußgängerzone gegen einen Polizeibeamten Widerstand geleistet haben. Damals hatten mehrere Atomkraftgegner Flugblätter in der Fußgängerzone verteilt. Der Angeklagte wollte bei der Polizei eine spontane Versammlung anmelden. Als "Belohnung" erhielt er dafür die saftige Strafanzeige. Dieses Vorgehen der Ahauser Polizei scheint Methode zu haben. Auch im Juli 2004 wurde der Anmelder einer Spontandemonstration festgenommen, am Hals verletzt und dann wegen Widerstand gegen Polizeibeamte angezeigt. Wir halten es für einen Skandal, dass die Polizei die Demonstrationsrechte versucht zu unterhöhlen und mit juristischen und körperlichen Attacken versucht, Atomkraftgegner zu kriminalisieren und einzuschüchtern. In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, in welchem Ausmaß die Polizei beim letzten Castor-Transport nach Ahaus 1998 die Demonstrationsrechte verletzt hat. Damals waren mehrere Hundert Menschen rechtswidrig festgenommen und zum Teil schwer verletzt worden. Anscheinend hat die Ahauser Polizei aus ihrem damaligen Fehlverhalten nichts gelernt. Wir werten den jetzigen Prozess und das beantragte Strafmaß als politischen Skandal. Das Strafmaß würde eine Vorstrafe für den Angeklagten bedeuten. Ein derartiges Strafmaß hat es in Ahaus in Bezug auf Anti-Atom-Proteste noch nicht gegeben. Offensichtlich wollen die Staatsanwaltschaft und die Ahauser Polizei im Vorfeld der Dresden-Ahaus-Castor-Transporte ein Exempel statuieren, indem gezielt einem bekannten Castor-Gegner mit fadenscheinigen Begründungen der Prozess gemacht wird. Hier handelt es sich klar um einen politischen Prozess. Wir solidarisieren uns mit Herrn Rogausch und werden ihn bei seinem Prozess unterstützen. Gleichzeitig kündigen wir an, dass der Widerstand gegen weitere Atomtransporte nach Ahaus und Gronau ungemindert weitergehen wird. Wir rufen für den 17. Oktober zum nächsten Sonntagsspaziergang am Atomlager in Ahaus auf.
Atomkraftgegner vor Ahauser Amtsgericht verurteiltVerteidigung geht nach unverhältnismäßigem Urteil in BerufungMit völligem Unverständnis reagieren die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen auf das harte Urteil des Ahauser Amtsgerichts vom gestrigen Montag gegen den Münsteraner Atomkraftgegner Peter Rogausch. Er wurde wegen "Nötigung" und "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 120 Tagessätze beantragt, die Verteidigung Freispruch. Der Angeklagte kündigte umgehend Berufung vor dem Landgericht an. Bei den Vorwürfen ging es um eine Blockade des atomaren Zwischenlagers Ahaus im Dezember 2003 und um eine Flugblattverteilaktion in der Ahauser Innenstadt im Januar 2004. Bei beiden Aktionen ging es um Proteste gegen die geplanten Castor-Transporte von Dresden nach Ahaus. Im Dezember 2003 wurden von der Polizei 16 Personen festgenommen, doch nur bei Herrn Rogausch wurde ein Prozess eröffnet. In dem gestrigen Verfahren konnte keiner der geladenen Zeugen dem Angeklagten eine besondere oder gar verwerfliche Handlung vorwerfen. Mehrere Zeugen konnten sich nicht einmal daran erinnern, den Angeklagten bei der Blockade überhaupt gesehen zu haben. Vor allem der Sicherheitsbeauftragte des Zwischenlagers verwickelte sich in zahlreiche Widersprüche. Das Gericht weigerte sich zudem, die Motivation des Angeklagten in Betracht zu ziehen. Bei Nötigung ist jedoch lautet gängiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auch die Motivation der Demonstranten ein wichtiger Faktor. Das Gericht untersagte dem Angeklagten hierzu jedoch jede Ausführung. Auch bei dem zweiten Verfahrensteil gab es große Widersprüche in den Polizeiaussagen, sodass viele Fragen und eine tatsächliche Tatbeteiligung des Angeklagten völlig ungeklärt blieben. Es wurde vielmehr deutlich, dass der Angeklagte aus rein willkürlichen Gründen auf der Anklagebank landete. Es zeigte sich jedoch, dass die Staatsanwaltschaft die widersprüchlichen Zeugenaussagen völlig ignorierte und auf einer harten Bestrafung bestand. Auch das Gericht würdigte die Beweisaufnahme völlig unzureichend und sehr einseitig. Dieses Verfahren war im Prinzip eine reine Farce, weil der Angeklagte offensichtlich für alle beteiligten Demonstranten exemplarisch verurteilt wurde, ohne dass die Anschuldigungen auf einer tatsächlichen Grundlage beruhten. Deshalb wird Herr Rogausch in Berufung gehen. Wir sind mit Herrn Rogausch voll solidarisch und werden ihn in seinem weiteren Verfahren weiter voll unterstützen. Gleichzeitig kündigen wir an, weiterhin durch gezielte demonstrative Aktionen gegen Atomtransporte und Atomanlagen im Münsterland zu protestieren. Dadurch lassen wir uns auch durch Kriminalisierungsversuche gegen Einzelne nicht abschrecken.
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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