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WDR, 21. Oktober 2004
Castor-Transporte oder die Frage nach dem SchneeNach juristischen Niederlagen argumentiert NRW mit dem Wettervon Yvonne DierkesIm Streit um den Castor-Transport von Sachsen nach NRW fallen mitunter ungewohnt deutliche Wort. Aus den Ministerien ist mal von Rechtsbruch, Unverschämtheit oder Quatsch die Rede. Nachdem der Transport juristisch nicht mehr zu verhindern ist, steht nun ein Streit über den Schneefall auf Deutschlands Autobahnen bevor. Seit Dienstag (19.10.04) steht fest: Das Land NRW kann den Transport von abgebrannten Brennelementen aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Rossendorf in das Zwischenlager Ahaus nicht verhindern. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat den Widerspruch der Düsseldorfer Landesregierung gegen die Genehmigung des Transports zurückgewiesen. Die 18 Castor-Behälter mit ihren insgesamt knapp 1.000 Brennelementen werden also ihren Weg von Sachsen nach Nordrhein-Westfalen antreten. Die Frage ist nur: wann? Denn das Land NRW gibt sich zwar juristisch geschlagen, in die Beurteilung der Straßenverhältnisse will sich das Innenministerium jedoch nicht reinreden lassen. Auf der Suche nach einem GleisanschlussDie Sache ist die: NRW wäre es am liebsten, wenn die Sachsen ihren Atommüll gleich im eigenen Land behielten. Schließlich, so das Argument, gäbe es in Rossendorf eine Halle, die sich ebenso gut für eine Zwischenlagerung der Brennelemente eignen würde. Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht das allerdings anders. Eine längerfristige Zwischenlagerung des radioaktiven Materials sei dort weder möglich noch zulässig, heißt es. Schließlich besitze die Halle keine entsprechende Genehmigung. Und eine solche nachträglich zu beantragen, diese Option hält Irina Düvel, Pressesprecherin des sächsischen Umweltministeriums, schlicht für "Quatsch". Der Atommüll wird also kommen. Und entgegen dem Drängen von NRW werden die Castor-Behälter auch nicht auf der Schiene, sondern über die Straße transportiert. Denn für Sachsen und das Bundesamt für Strahlenschutz ist die Sache klar: Weil Rossendorf keinen Bahnanschluss besitze und auch kein geeigneter Umladebahnhof in der Nähe liege, bliebe nichts anderes übrig, als die Castoren per Lkw nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Eine Einstellung, für die man in Düsseldorf kein Verständnis hat. Tenor: Irgendwo in Sachsen müsse doch ein Stück Gleis zu finden sein, über das man die Castoren auf den Weg bringen könne. Schließlich produziere jeder Transport Kosten in Millionenhöhe und müsse von einem Großaufgebot der Polizei geschützt werden. Weitere Stoßdämpfer für den Lkw-TransportImmerhin: Die Düsseldorfer haben erreicht, dass man sich in Sachsen zusätzliche Stoßdämpfer anschafft. Die sind nötig, um die Castor-Behälter auf Lkws zu transportieren. Zu Beginn gab es nur ein einziges Paar - bei 18 Castor-Behältern hätte das 18 einzelne Transporte bedeutet. Inzwischen sind fünf weitere Paare bestellt, die nach Angaben von Irina Düvel Mitte November geliefert werden sollen. Statt 18 wären dann nur noch drei Transporte nötig. Bis dahin, so argumentiert Ulrich Rungwerth, Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums, sei es für die Transporte aber eh zu spät. Denn zum einen müssten im November bereits rund 1.500 Polizisten aus NRW einen Castortransport aus dem französische La Hague nach Gorleben absichern. Die Kapazitäten der Polizei seien damit ausgereizt. Zum anderen erlaube die späte Jahreszeit keine Transporte mehr. Glatte und verschneite Straßen? Viel zu unsicher, heißt es. Ganz nebenbei wäre damit freilich die im März erteilte Genehmigung für den Transport nach Ahaus hinfällig. Sie ist bis zum 31. Dezember befristet. Die Frage nach dem Schnee auf deutschen AutobahnenAngesichts der Verweigerungshaltung in NRW spricht Sachsens Umweltminister Steffen Flath inzwischen von "Rechtsbruch". Was man in Düsseldorf wiederum als eine "Unverschämtheit" bezeichnet. Es sei schließlich völlig legitim, in einem Rechtsstaat alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Wenn das zu einer solchen Verzögerung führe, sei das nicht die Schuld des Ministeriums. Ungelegen kommt sie den Düsseldorfern freilich auch nicht. Nach monatelangem juristischen Tauziehen steht also nun der Streit über die Witterungsverhältnisse auf Deutschlands Straßen auf dem Programm. Für NRW sind diese besonders in den ostdeutschen Ländern in den Wintermonaten für einen Castor-Transport völlig indiskutabel. Irina Düvel vom Sächsischen Umweltministerium schüttelt dazu allerdings nur den Kopf. "Auf Deutschlands Autobahnen liegt nicht so viel Schnee", sagt sie. Für den 10. November hat Düsseldorf zu einem Koordinierungsgespräch eingeladen. In die Beurteilung der Straßenverhältnisse, heißt es aber schon jetzt, werde man sich nicht reinreden lassen.
Jetzt Gespräche zur TransportabwicklungAhaus - Die Vorbereitungen für die Castortransporte von Rossendorf nach Ahaus nehmen konkretere Gestalt an. Nachdem das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gestern den Widerspruch NRWs gegen die Transportgenehmigung abgelehnt hat, lud das Düsseldorfer Innenministerium für den 10. November zu Koordinierungsgesprächen über die Abwicklung der Transporte. Von der Möglichkeit einer Klage gegen die "nicht nachvollziehbare Entscheidung" aus Salzgitter will Innenminister Behrens wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg nicht Gebrauch machen. Das Ministerium gehe davon aus, die sächsische Seite bei Koordinierungsgesprächen davon überzeugen zu können, dass in diesem Jahr nicht mehr transportiert werden kann, sagte der Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums, Ludger Harmeier. Die Argumente Nordrhein-Westfalens, etwa die mangelnde Sicherheit wegen winterlicher Straßenverhältnisse, erkennt Sachsen jedoch nicht an. "In der Regel fließt der Verkehr auf deutschen Autobahnen", sagte die Sprecherin des sächsischen Umweltministeriums.
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Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
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