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AP-Agenturmeldung, 17. Oktober 2000

Zunächst keine Atomtransporte nach Frankreich

Widerspruch von Greenpeace und Anwohnern hat aufschiebende Wirkung

Philippsburg/Hamburg (AP) Die geplanten Atomtransporte aus Deutschland zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich sind vorerst gestoppt. Dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter liegt ein Widerspruch gegen die Transportgenehmigung von Greenpeace und betroffenen Anwohnern vor. Bis darüber entschieden sei, dürfe kein Atommüll befördert werden, hieß es am Dienstag. Eine Sprecherin des Energiekonzerns E.ON sagte der Tageszeitung» (Mittwochausgabe), man rechne mit einer raschen Entscheidung. Erste Atomtransporte aus Stade sollen dem Blatt zufolge bereits Mitte November erfolgen.

Laut BfS legten bereits vergangenen Donnerstag acht Anwohner entlang der Bahnstrecke zwischen Philippsburg und der französischen Grenze Widerspruch gegen die genehmigten Transporte ein. Der Widerspruch betreffe auch die geplanten Fahrten von Biblis und Stade. Er habe aufschiebende Wirkung und werde zurzeit geprüft. Noch sei unklar, wann eine Entscheidung falle.

Nach Angaben der Behörde in Salzgitter haben die Betreiber der drei Atomanlagen den Sofortvollzug der Transporte beantragt. Auch darüber sei noch nicht entschieden. Die «Tageszeitung» schrieb demgegenüber, die ersten Transporte aus dem Kernkraftwerk Stade nach La Hague in Frankreich würden am 13., 20. und 27. November stattfinden. Stade hat insgesamt fünf Atomtransporte beantragt. Die Beförderung abgebrannter Brennelemente war im Mai 1998 von der damaligen Bundesregierung gestoppt worden, weil der Strahlengrenzwert an der Außenhaut von mehreren Atommüllbehältern erheblich überschritten war.


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