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WDR, 01. September 2004

Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Das Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt heute über die Betriebsgenehmigung des Atommüll-Zwischenlagers in Ahaus. Ein Landwirt und der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" klagen gegen das Bundesamt für Strahlenschutz. Die Kläger zweifeln die Sicherheit der Castor-Behälter an.

Der Hof des Landwirts Herman Lenting liegt direkt neben dem Atommüll-Zwischenlager Ahaus. Seit 20 Jahren klagt der Landwirt gemeinsam mit Hartmut Liebermann, Vorsitzender der Initiative "Kein Atommüll in Ahaus", gegen das Bundesamt für Strahlenschutz. Hätten die Kläger Erfolg, könnte das eine Stilllegung des Zwischenlagers zur Folge haben.

Mit ihrer Klage stellen sie in Frage, ob die erteilte Betriebsgenehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz für das Zwischenlager Ahaus überhaupt rechtsgültig ist. Nach Meinung der Kläger reichen die Sicherheitsvorkehrungen nicht aus, um die Anwohner zu schützen. Im Mittelpunkt der Klage steht die Sicherheit der Castor-Behälter. Denn die sollen, laut Bundesamt für Strahlenschutz, auch Zwischenfälle wie Flugzeugabstürze unbeschadet überstehen und so für die Sicherheit der Anwohner garantieren.

Skandal um Castor-Behälter

Im Jahr 1998 gab es einen Skandal um die angeblich "bombensicheren" Behälter. Schwachstellen waren damals Korrosionen an den Dichtungen durch äußere Einflüsse. Die zulässigen Strahlenwerte wurden um das Fünffache überschritten und die Castoren daraufhin technisch überholt. Sollte das Gericht in Münster heute entscheiden, dass die Castor-Behälter zum Zeitpunkt der Betriebsgenehmigung nicht sicher genug waren, müsste Ahaus stillgelegt werden. Denn die Sicherheit hat bei einer Genehmigung höchste Priorität.

Zurzeit ist noch unklar, ob die endgültige Entscheidung heute (02.09.04) fällt oder auf einen späteren Zeitpunkt vertagt wird. Die umstrittene Einlagerung der Castor-Behälter aus Sachsen ist nicht Bestandteil dieses Verfahrens.


Münsterland-Zeitung, 03. September 2004

Gericht: Bundesamt arbeitete korrekt

Münster. Zwei Ahauser Gegner des Brennelemente-Zwischenlagers (BZA) sind am Donnerstag mit ihrer Klage gegen das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter (BfS) gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen meint, dass die Behörde 1997 alle Sicherheitsfragen umfassend geprüft hat, bevor sie die Einlagerung von Atommüll-Behältern in das BZA genehmigte. Die Kläger vertraten die Meinung, dass bei der Sicherheit der Behälter und bei der Lagerung Mängel bestehen.

Ermittlungsdefizite hat das Gericht nicht feststellen können, sagte der Vorsitzende Richter Heinz-Michael Tuschen in seiner Urteilsbegründung. Bei der Auswahl der Sachverständigen, auf die sich das Bundesamt gestützt habe, seien keine Fehler festzustellen gewesen, ihre Qualität sei mit Sicherheit zu bejahen. Das zu Grunde liegende Material sei ausreichend, nachvollziehbar und überzeugend gewesen.

Das Bundesamt sieht sich nach den Worten seines Sprechers Dirk Daiber durch das Urteil bestätigt. Auch der Sprecher des BZA, Michael Ziegler, erklärte: Das Genehmigungsverfahren ist technisch und rechtlich nach den Schutzzielen des Atomgesetzes geführt worden. Hartmut Liebermann, der mit seiner Klage gescheitert ist, sah das anders: Es gibt genug Anlässe zur Neubewertung, meinte er am Donnerstagabend. Etwa die Probleme mit rostenden Behältern oder den 11. September. Ob die Kläger noch gegen die Nichtzulassung der Revision vorgehen, ließ Liebermann am Donnerstag offen.

Der Streit über den anstehenden Castor-Transport aus dem sächsischen Rossendorf nach Ahaus bleibt von dem Urteil unberührt. Es war nicht Gegenstand der Klage.


Elbe-Jeetzel-Zeitung, 10. September 2004

OVG: Ausreichende Sicherheitsmaßstäbe

Klage gegen Änderungsgenehmigung für Zwischenlager Ahaus abgewiesen - Relevant auch für Gorleben

Ahaus/Gorleben. -gel- In einer Änderungsgenehmigung für das atomare Zwischenlager in Ahaus habe das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten. Mit diesem Urteil hat jetzt das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster einen jahrelangen juristischen Streit beendet.

Ein Urteil, das auch mit Blick auf das Zwischenlager Gorleben von Relevanz ist. Denn es ging konkret um die Einlagerung von Castoren des Typs V19 und V52, beladen mit Brennelementen. Drei Castoren des Typs V19 stehen auch im Zwischenlager Gorleben - angeliefert 1997 aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim. Beladen werden diese Castoren unter Wasser. Das hatte in der Vergangenheit zu Diskussionen über Feuchtigkeit im Dicht-ring der Castoren geführt. Zwei Anwohner hatten vor dem OVG Münster nun Mängel bei der Sicherheit der Behälter und bei ihrer Lagerung angeführt. Sie wollten gegen die Aufbewahrungs- und auch spätere Änderungsgenehmigungen vorgehen. Eine ähnliche Änderungsgenehmigung gilt auch für das Lager Gorleben, teilt deren Sprecher Jürgen Auer mit. OVG-Richter Tuschen führte in seinem Urteil aus, dass die an der Genehmigung beteiligten Behörden ausreichende Sicherheitsmaßstäbe angelegt und sehr wohl mit »Risikobewusstsein» gehandelt hätten. Eine Revision gegen dieses Urteil wurde nicht zugelassen. Jürgen Auer von der Zwischenlager-Betreiberin BLG in Gorleben schildert, dass weder nach neuem noch nach altem Beladeverfahren ein Sicherheitsrisiko an den Castoren bestanden habe.

Die Klageseite betonte trotz der Niederlage vor Gericht die positiven Folgen des jahrelangen Rechtsstreites. So hätte es spezielle Sicherheitsprüfungen und Kontrollen ohne die Klage nicht gegeben, meinte die Anwältin der Kläger.


Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.

Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005
Mahner in der Stadt

>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1.

>aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.

Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
"Ruhe in der Innenstadt"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
NRW-Landesregierung hat kein politisches Mandat mehr für Castoren

Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Castor: Transporttermin noch im Nebel

Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
600 Kilometer für Protest

Die Tageszeitung, 28. April 2005
Anti-Atom spaltet die Bewegung

Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Circus contra Castor am Zwischenlager

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Atomkraftgegner demonstrieren direkt vor Zwischenlager Ahaus

Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
BI meldet Proteste an

Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Stört Castor Kirchenchöre?

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Am 4. Juni soll zweiter Castor-Transport nach Ahaus rollen

Die Tageszeitung, 10. März 2005
Störfall in Ahauser Atomlager

Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Grüne im Schnellwaschgang

Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
Rollen Castoren durch Heek?

WDR, 20. Februar 2005
Atomkraftgegner machen mobil

Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
"Enttäuschte Freundschaft"

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Atomtransporte von Dresden nach Ahaus direkt nach Landtagswahl

Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
1000 Kerzen

Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Konkrete Schritte mit keiner Silbe erwähnt

Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Castor-Stopp - Atommüll bleibt vorerst in Rossendorf

Die Tageszeitung, 09. November 2004
Der Tod ist kein Hindernis

Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
Castor: Appell an die Politik

WDR, 21. Oktober 2004
Castor-Transporte oder die Frage nach dem Schnee

Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Wortgefechte um Castoren

Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Grünes Licht für den Castor

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
CASTOR-Proteste vor Ahauser Amtsgericht

Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Sachsen hält an Castor-Transporten in diesem Jahr fest

Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
Proteste gegen Castortransporte

ahaus-online.de, 11. September 2004
Homann und BI-Mitglieder trafen Bärbel Höhn

WDR, 01. September 2004
Kein Atommüll nach Ahaus? Kläger bezweifeln Sicherheit des Zwischenlagers

Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
Castoren kommen nicht vor dem Herbst

BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
Atommüll - Entscheidungen in Kürze vor Gerichten

WDR, 06. August 2004
Castor-Schlappe für NRW-Regierung

Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Trotz Klage: NRW-Castor rollte per LKW

Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
Höhn: Ich bin zuversichtlich

DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Streit um Castoren - Bundesverwaltungsgericht weist NRW-Klage nach Braunschweig zurück

Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
Neue Halterungen für Castoren

WDR, 08. Juni 2004
Neue Runde im Castor-Streit

Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Castoren rollen erst später

Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
NRW will Klage gegen Castor

Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Castor spaltet Rat

Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Atomtransport genehmigt

Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Landtag debattiert heute über Castortransport

Die Tageszeitung, 18. März 2004
Ahaus und Gronau müssen endlich stillgelegt werden

Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Protest schlägt Zelte auf

Westline, 10. März 2004
Betreibergesellschaft übt Kritik

Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Kabinett will Castortransport verhindern

Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Atom spaltet Höhn und Trittin

Münsterland Zeitung, 04. März 2004
kfd gegen Castortransporte

Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Pax Christi gegen Castortransporte

Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Castor-Proteste an den Autobahnen

Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sachsen soll Castoren behalten

Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Castor rollt noch nicht, aber die Protest-Welle

Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Minister: Transport unnötig

Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
Minister: Castor-Transport im Frühjahr möglich

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
CASTOR-Transport nach Ahaus aus Angst vor Protesten vorverlegt

BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
Offener Brief an die NRW-Landesregierung

BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Bald Genehmigung für CASTOREN? - Wir stellen uns quer!

Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Spontane Demo am Zwischenlager

Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Ahaus wird grüner Super-GAU

Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Breiten Protest gegen Castor angekündigt

Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Im Münsterland wächst der Widerstand

Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Können und wollen nicht tatenlos zusehen

Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Protest am frühen Morgen

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Atommüllager Ahaus blockiert

Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Castortransport nach Ahaus im Jahr 2004?

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Rossendorf: 34 Jahre Reaktorbetrieb ohne Entsorgungskonzept


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