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Als Betriebsratsvorsitzender in einem mittelständischen Holzwerk ist für mich ganz entscheidend, wo ich mich für die Belange der ArbeitnehmerInnen und sozial Schwachen einsetzen kann, ohne meine eigene Meinung unterdrücken zu müssen. Das geht für mich am besten in der UWG.
Die Gewerkschaft ist für mich der einzig kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Rechte der Kolleginnen und Kollegen geht. Umsetzen muß ich meine Gedanken und Ideen aber vor Ort, im Betrieb und in der Gemeinde. Hier sind unabhängige Entscheidungen dann der richtige Weg.
Mehr über unabhängige Entscheidungen und Wege lesen Sie in diesem blickpunkt.
Viel Spaß beim Lesen
Gerhard Zelle
und die blickpunkt.-Redaktion
P.S.: Den nächsten blickpunkt. erhalten Sie in den kommenden Wochen von Ihrer/Ihrem UWG-Wahlkreis-Kandidatin oder -Kandidaten.
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![]() Carsten Höfer sucht die peruanische Pockenspinne.
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Ahaus. Ein neuer Castor-Transport ist zwar noch nicht terminiert,
bei der gegenwärtigen Politik der Bundesregierung ist allerdings schon bald damit zu
rechnen, laufen doch Ende des Jahres die ersten Lagerbecken an den Atomkraftwerken über.
Auf "Verstopfung" setzen auch die Anti-Atom-Initiativen, die bundesweit wieder
die Kampagne "X-tausendmal quer" organisieren. So soll der erste Castor nach
Aufhebung des Transportstopps bereits direkt am Atomkraftwerk blockiert werden, um Druck
für das sofortige Abschalten zu machen. Zeit auch für einen neuen Termin für Cultur contra Castor. Eine weitere Ausgabe der Veranstaltungsreihe startet am 28. August 1999. Ab 20 Uhr gibt es in der Ahauser Stadthalle dann ein kabarettistisches Feuerwerk mit den "Kleinen Mäxen", den "Bullemännern" sowie Carsten Höfer. "Die Kleinen Mäxe" gehören schon fast zum festen Repertoire bei "Cultur contra Castor" und werden die Highlights aus ihrem aktuellen Programm "Missing Links" präsentieren, einer brandaktuellen wie doppeldeutigen Satireattacke. So kommen sie zu der Erkenntnis, daß die Hoffnung eben schon lange nicht mehr grün sei: "Red Bull Schröder frisiert die Ökos wie ein altes Sofa", meinen die Mäxe nicht ohne Schadenfreude. Jetzt sei "Krötenschlucken auf toskanische Art" angesagt. Bekannt aus Funk und Fernsehen sind "Die Bullemänner", alias Upmann & Weißenberg, denen es immer wieder in besonderer Weise gelingt, die lokalen Verhältnisse in ihr Programm und auf die Schippe zu nehmen. Als Brandmeister und Nebenerwerbslandwirt "Heinrich Stertkötter" und Lebensmittelverkäufer "August Laukemper" aus Suchtrup widmen sie sich dem Bild vom Münsterland über den Schweinemaststall und den Weihnachtsbasar der Landjugend bis zu dem obersten Kulturgut des Westfalen: dem Schützenfest - "westfälisches Ethnokabarett", wie es die Bullemänner nennen. Carsten Höfer ist der Meister intelligenter "Splatter Comedy", die mit ausufernd martialischen Szenarien geheime Wege in die tiefsten Alpträume des Publikums findet und dort ein Katastrophendomino ganz besonderer Art auslöst. Er gastiert in Ahaus mit seinem aktuellen Programm "Der allererste Gratulant": Nicht nur, daß die peruanische Pockenspinne die Existenz ihrer zehn noch verbliebenen Artgenossen feiert. Auch ein grünes CDU-Reflektorbärchen verdiene Anerkennung. Wer seine Lachmuskeln wieder einmal ausgiebig trainieren möchte, darf bei diesem Festival kabarettistischer Hochgenüsse nicht fehlen. Karten sind ab sofort in der Westfalen-Tankstelle Busche, sowie im Second-Hand-Shop "Die Spielecke" erhältlich. Der Preis beträgt im Vorverkauf 15 DM, an der Abendkasse 18 DM. Auch schriftliche Kartenbestellungen sind möglich: Bitte einen Verrechnungsscheck an die UWG Ahaus, Dieter Homann, Schmalenstrothstraße 23 in 48683 Ahaus (Tel. 02561/971899) senden. Veranstalter sind wieder die Unabhängige Wählergruppe Ahaus, die UWGjugend sowie die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus". Der Reinerlös der Veranstaltung ist für die Unterstützung des Widerstands gegen weitere Castor-Transporte vorgesehen. |
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| Sonntagsspaziergang
diesmal mit eXtra Kinderprogramm vom Westmünsterland-Bündnis Sonntag, 15. August, 14 Uhr, Rathausplatz, Ahaus |
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| Cultur contra Castor Kabarett-Festival mit den Kleinen Mäxen, den Bullemännern und Carsten Höfer Samstag, 28. August, 20 Uhr Stadthalle, Ahaus |
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"Papa macht das schon..."
Timo Kersting, 4 Jahre, Sohn des Bürgermeisterkandidaten Hubert Kersting
"Wenn das Huhn morgens wild über die Tenne rennt,
hat es den Sonntagsspaziergang noch nicht verpennt.
Rennt der Hahn schon mal raus aus dem Garten,
will er nicht auf das Huhn länger warten.
Die Redaktion sammelt weiterhin Ihre neuen Bauernregeln. Sammeln Sie mit!
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randnotizen.
Preisrätsel, mecklenburgische Partnergemeinde, Fuistingstraße
Das richtige Lösungswort zu unserem letzten Preisrätsel lautete "Hubert Kersting" und das dürfte auch das richtige Lösungswort für die nächste Kommunalwahl am 12. September 1999 sein, um einen Politik- und Generationswechsel einzuleiten. Den ersten Preis, zwei limitierte und handsignierte Kunstdrucke von Peter T. Schulz, hat hierbei Marita R. Brinkmann-Theile aus Ahaus gewonnen. Über ein Mega- und Mini-Überraschungspaket "Cultur contra Castor" konnten sich Christian Gel-lenbeck und Konrad Leers, beide Ahaus, freuen. Handsignierte CDs erhielten Petra Wischnofski, Monika Kottbus, Irene Esseling, Christiane Rave, Anke Erning, Franz Weiß, Michael Herbers, Frank Nonnast, Johannes Harking und Margret Isfording, Maria Schlattmann, Sven Tembaak und Ralf We-sterfeld. Fanpakete von J.B.O und der WDR-Lindenstraße bekamen Nicole Kerkering, Jan Kersting und Marianne Lammers aus Ahaus sowie Offermann & Naber aus Lüdinghausen. Die blickpunkt.-Redaktion gratuliert allen Gewinnern und wünscht viel Erfolg fürs nächste Preisrätsel auf Seite 4.
Große Ereignissse werfen ihre Schatten voraus. In der Raesfelder Partnergemeinde Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) setzte sich bei den Kommunalwahlen jetzt die UWG-Kandidatin Vollbrecht gegenüber dem CDU-Amtsinhaber Thime durch. Am 12. September 1999 wählt Ahaus dann UWG und Hubert Kersting... fehlt nur noch eine mecklenburgische Partnergemeinde.
Auf Antrag der Fraktion der Unabhängigen Wählergruppe Ahaus hat sich der Rat der Stadt Ahaus in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit der Verkehrssituation auf der Fuistingstraße in Höhe des Alexander-Hegius-Gymnasiums befasst. Nach Ansicht der UWG sei dieser Ort eine besondere Verkehrsgefahrenstelle, die dringend durch straßenbauliche Regelungen in der Art eines Fußgängerüberweges oder ähnliches entschärft werden müsse. Der Rat hat einstimmig befürwortet, dieses Anliegen der UWG in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses zu beraten und für Abhilfe zu sorgen.
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Wahlen ändern nichts...
...wenn man nicht dran teilnimmt.

"Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten!" Nach diesem Motto scheinen viele Bürgerinnen und Bürger auch in Ahaus bei der Europawahl im Juni 1999 verfahren zu haben und haben ihr Kreuz nicht an der richtigen, aber auch nicht an der falschen Stelle gemacht, sondern ihre Stimme verweigert. So sank die Wahlbeteiligung auf ein historisches Tief. Mag sein, daß viele Wähler mit dem Europaparlament noch nicht viel anzufangen wissen, mag sein, daß viele Bürger nach den Bundestagswahlen ihrer Politik- oder Parteiverdrossenheit Ausdruck verleihen wollten.
Am 12. September 1999 sind nun Kommunalwahlen und da geht es um die Zukunft von Ahaus und des Kreises Borken, da geht es um den Kinderspielplatz in der Nachbarschaft, um die Verkehrsberuhigung vor dem Haus, um neue Bau- und Industriegebiete, um Mitbestimmungsmöglichkeiten aller Bürger und last but not least um den 1. Bürger der Stadt: den Bürgermeister. Nach dem Ende der kommunalen Doppelspitze wird der hauptamliche Bürgermeister nun Chef im Rathaus und Vorsitzender des Stadtrates und direkt gewählt. Weiteres Novum: In NRW dürfen erstmals auch 16- und 17jährige sowie EU-Bürger mitabstimmen.
Insgesamt hat jede Wählerin und jeder Wähler somit vier Stimmen: eine für den Stadtrat-Abgeordneten im jeweiligen Wahlbezirk, welche gleichzeitig ausschlaggebend für die Sitzverteilung der einzelnen Listen, eine für den Bürgermeister, eine für den Kreistagsabgeordneten im jeweiligen Wahlbezirk sowie eine Stimme für den ebenfalls erstmals direkt gewählten hauptamtlichen Landrat.
Doch damit nicht genug: Überraschend hat das Landesverfassungsgericht NRW nach einer Klage der PDS im Juli die 5%-Hürde gekippt, so daß theoretisch für einen Sitz im 42köpfigen Stadtrat ein 42stel der Stimmen im ganzen Stadtgebiet genügt und die Sitzverteilung insgesamt gerechter wird. Prof. Wichard Woyke, Politologe an der Uni Münster, prognostiziert für den 12. September: "Freie Wählergruppen werden stärker werden."
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"Keine Frage: Papa ist der Beste!"
Juliane Kersting, 10 Jahre, Tochter des Bürgermeisterkandidaten Hubert Kersting
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Initiative "Ein W@ndbild für
Ahaus" plant Projekt mit UNESCO-Schirmherrschaft
Farbfieber will Logo ergreifen
![]() Wandgemälde von Klaus Klinger an der Rochusstraße in Düsseldorf von 1987
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Ahaus. Noch
ist erst der Keller ausgeschachtet, doch schon jetzt wird für die Wände des neuen
Jugend- und Kulturcafés Logo geplant. Denn am liebsten dort, auf den Mauern der neuen
Konzerthalle, möchte die Initiative "Ein W@ndbild für Ahaus" ihr Ziel
realisieren. Als ein Beitrag zur lokalen Agenda 21 will die Gruppe hier ein riesiges
Gemälde entstehen lassen. In einem mehrwöchigen Mitmach-Projekt unter der
Schirmherrschaft der UNESCO planen der Düsseldorfer Maler Klaus Klinger von der Gruppe
Farbfieber sowie der australische Aboriginal-Künstler Gordon Hookey, die Ziele der Agenda
21 zu veranschaulichen. Dieses Abschlußdokument des Welt-Umweltgipfels von Rio de Janeiro
forderte 1992 die 170 Unterzeichnerstaaten auf, den Gedanken der nachhaltigen,
ressourcenschonenden Entwicklung in alle Politikfelder zu integrieren und eine faire
technische und finanzielle Zusammenarbeit der Industrie- und Entwicklungsländer zu
intensivieren. Im Hinblick auf das 21. Jahrhundert sollen auch die Kommunen eigene
Aktionspläne zur Umsetzung einer lokalen Agenda 21 aufstellen und durchführen. Was in Ahaus so noch nicht in Angriff genommen worden ist, könnte nun durch das Wandbild zumindest vorgestellt und angestoßen werden. Der Farbfieber-Künstler Klaus Klinger hat weltweit bisher etwa 60 dieser Wandbilder geschaffen und möchte in Ahaus mit Gordon Hookey von den australischen Mirrar-Aborigines deren kulturelles Erbe vorstellen und auf ihre ökologischen Probleme hinweisen. Im von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützten Reservat der Mirrar-Aborigines um Jabiluka wird seit mehreren Jahren Uranerz abgebaut. Bereits bei der Förderung dieses Grundstoffes nuklearer Brennelemente entstehen große radioaktive Abraumhalden, die die Flüsse des Reservates verseuchen und somit die Lebensgrundlage der Mirrar-Aborigines zerstören. Jabiluka und das Mirrar-Reservat sind so bereits zum Brennpunkt einer australischen Anti-Atomkraft-Bewegung geworden, obwohl Australien gar keine AKWs betreibt, weltweit jedoch einer der wichtigsten Exporteure von Uranerz ist - auch und besonders für Deutschland. Geht es nach der Initiative "Ein W@ndbild für Ahaus", könnten die Ahauser bereits im Herbst die erste Farbe anrühren und sich über das Leben der australischen Aborigines informieren. Als Partner- oder auch Bumerang-Projekt wollen Klinger und Hookey auch in Sydney ein ähnliches Wandbild entstehen lassen. Noch fehlt der Ahauser Initiative allerdings eine definitive Zusage für eine Wand sowie Mittel von rund 30.000 DM, die nun mit Unterstützung von Stiftungen und dem Bundesumweltministerium aufgebracht werden sollen. |
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blickpunkt. In dieser Ausgabe des blickpunkt. stellt die UWG den Bezirksausschuß als demokratische Alternative zu den Ortsvorstehern vor. Mit welcher Begründung setzen Sie und Ihre Fraktion sich als erste und einzige Fraktion des bestehenden und kommenden Ahauser Stadt-rates entschieden ein für die Einrichtung von Bezirksausschüssen?
Jürgen Goerke Der Bezirksausschuß, der von der UWG schon in der konstituierenden Sitzung des Rates vor 5 Jahren beantragt, aber von der CDU abgelehnt wurde, kann nach §39.2 der Gemeindeordnung als Ersatz für den Ortsvorsteher vom Rat der Stadt eingerichtet werden. Der Bezirksausschuß stellt im Grunde genommen ein Ortsparlament dar, in dem die Belange eines Ortsteiles bürgernah von den direkt Betroffenen diskutiert und entschieden werden können.
blickpunkt. Wie setzt sich ein derartiges Ortsparlament zusammen?
Jürgen Goerke Die Berufung der Mitglieder des Bezirksausschusses richtet sich natürlich nach dem bei der Wahl erzielten Stimmenverhältnis. Der Wählerwille wird also keineswegs umgangen. Ein Ratsmitglied wird von diesem Ausschuß zum Vorsitzenden gewählt, so daß der bisherige Ortsvorsteher nun die Funktion eines Bezirksausschußvorsitzenden innehat. Ein entscheidender Vorteil dieses Ausschusses besteht jedoch darin, daß ihm mehr sachkundige Bürger als Ratsmitglieder angehören dürfen. Damit werden alle Entscheidungen auf eine demokratischere Ebene gehoben als es bisher der Fall war. Denn nun sind Organisationen wie Heimat- oder Seniorenvereine, Verbände, die im Ortsteil tätig sind, die Jugend, die Schule, die Landwirtschaft und last not least die Kirche an politischen Maßnahmen ausschlaggebend beteiligt, da ihren Vertretern nach §39.2 im Bezirksausschuß "...Aufgaben zur Entscheidung übertragen werden, die sich ohne Beeinträchtigung ... innerhalb eines Gemeindebezirkes erledigen lassen."
blickpunkt. Würden Sie den Unterschied zu bisherigen Entscheidungsabläufen konkretisieren?
Jürgen Goerke Es ergeben sich natürlich für jeden Ortsteil ganz spezifische Fragestellungen. Für Alstätte könnte ich das Vorhaben nennen, den Ortskern inklusive Dorfplatz gestalten zu wollen. Sollte dem Musikverein dort die Möglichkeit eingeräumt werden, eine Musikhalle (Odeon) für publikumswirksame Aufführungen zu errichten? Sollte es Ruhezonen mit Bänken, Strauchwerk und Schachspielen für Senioren geben? Sollte für die Jugend eine Skaterbahn eingeplant werden? Könnte ein Brunnen den Platz zum attraktiven Treffpunkt von Jung und Alt machen? Oder sollte vielleicht eine möglichst große Fläche für Großveranstaltungen wie Kirmes und Schützenfest sowie Parkgelegenheit freigehalten werden?
Solche Fragen sollten letztlich von den Interessensvertretern der örtlichen Gremien ausdiskutiert und entschieden werden, aber nicht von möglicherweise ortsunkundigen Ratsdamen und -herren.
blickpunkt. Erfüllten denn die bisherigen Bürgerversammlungen diese Anforderungen nicht zufriedenstellend?
Jürgen Goerke Bürgerversammlungen sind mehr als Werbe- und Propagandaveranstaltungen anzusehen, denn als Bürgerbeteiligung. Verwaltung und CDU-Mehrheitsfraktion sind nur bestrebt, sich gegenseitig die Bälle zuzuwerfen. Vieles geschieht nach dem Motto "Schaut mal her! Klügere als uns findet ihr nirgends! Niemand hat bessere Ideen als wir!" und nicht nach dem von der UWG angestrebten Ziel "Bürgerwille hat Vorfahrt! Gemeinsame Arbeit führt zu besseren Ergebnissen als einsame Alleingänge".
Wie anders würde es aussehen, wenn ein Bezirksausschuß in seiner Vielfalt und Unabhängigkeit, einzig darum bemüht, das Beste für seinen Ortsteil zu erreichen, im Vorfeld das Für und Wider bestimmter Pläne von allen Seiten beleuchten könnte. Mit fachlicher Kompetenz, Engagement und Verantwortlichkeit für seinen Heimatort werden wir bedeutend mehr Erfolge erzielen als mit der bisherigen, teils überheblichen Besserwisserei und Selbstherrlichkeit, deren Mißerfolge sich dann zeigen, wenn es für ein Umdenken zu spät ist. Ich denke hier auch an die Entscheidung, die über die Köpfe der Ahauser Bürger getroffen wurde, nämlich das unselige Zwischenlager, mit Castortransporten und Polizeiknüppeleien nach Ahaus zu holen.
blickpunkt. Herr Goerke, wir bedanken uns für dieses Interview!
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"Bevor am Mittag die Demo beginnt,
verläßt das Huhn seine Stange geschwind."
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"Mein Alter wird der Neue!"
Jan Kersting, 13 Jahre, Sohn des Bürgermeisterkandidaten Hubert Kersting
(Genosse Aufsichtsratsmitglied läßt grüßen...)
"Es ist das sozialdemokratische Dilemma, sich die Hände schmutzig zu machen,
weil man meint, etwas bewirken zu können."
Michael Müller, umweltpolitischer Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion,
zu Filz und Korruption zwischen SPD und Energiekonzernen
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Gronau/Heek. Die Wählergemeinschaften im Kreis Borken haben sich auf die Kommunalwahlen, bei denen neben den Stadträten und Bürgermeistern auch der Kreistag neu gewählt wird, gut vorbereitet: Die UWG in der Kreisstadt Borken hat eine neue Mannschaft aufgestellt, und mit der erstmaligen Kandidatur einer UWG in Gronau und Heek sind die letzten weissen Flecken auf der Kreiskarte verschwunden: Die UWG ist nun kreisweit vertreten.
Dies ist nicht zuletzt das Verdienst des Vorsitzenden der Kreis-UWG, Manfred Lück aus Ahaus. In neun Städten und Gemeinden stellt die UWG Bürgermeisterkandidaten, darunter in Gescher, Raesfeld und Rhede jeweils eine Frau. Besonders bemerkenswert ist auch, daß die Reserveliste in Heek neun Frauen und vier Männer umfaßt. Dies sei beispielgebend auch für andere politische Parteien, so Manfred Lück.
Mit Rechtsanwalt Werner Thesing wurde von der Kreis-UWG zudem ein erstklassiger Kandidat für die Wahl des ersten hauptamtlichen Landrats benannt, der auch schon seit acht Jahren der Fraktionsvorsitzende der UWG im Kreistag ist. Neben seinen menschlichen Qualitäten weist Thesing auch fachlich in besonderer Weise die notwendige Erfahrung und Innovationsbereitschaft auf.
Als Direktkandidaten in den Ahauser Wahlbezirken treten Manfred Lück, Hermann Dües und Gerhard Zelle für die Wahl zum Kreistag an; jede Wählerstimme für diese Kreistagskandidaten sorge dafür, so Lück, daß die Interessen der Ahauser Bürger im zukünftigen Kreistag gut vertreten werden.

Mit Heek und Gronau sind die weißen Flecken im Kreis Borken jetzt verschwunden.
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VW? VEW? SPD? Wer hat eigentlich die Bundestagswahl im letzten September gewonnen? Ob am Koalitionstisch oder in den Ministerien: Die Stromkonzerne scheinen als dritte Partei mit an der Bundesregierung beteiligt zu sein. Lautes Aufheulen ertönt vor jeder Runde der mittlerweile abgebrochenen EnergieNonsensgespräche: nicht vom Not-Aus-Schalter irgendeines morschen Meilers, sondern aus den Chefetagen von VEW, RWE und Co. Deren energiepolitische Kompetenz hat ihre Restlaufzeit schon lange überschritten und das unbeirrbare Festklammern an der uneffizienten, dafür aber umso lukrativeren Atomkraft kennt man nicht nur aus dem Ahauser Rathaus. Deutschlands wohl dreisteste Branche, die Atomindustrie, hatte Vorgänger - im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Was heute der Bundeskanzler, war damals der französische König und der Ökonom und Satiriker Frédéric Bastiat dokumentierte damals den verzweifelten Hilferuf:
"Petition der Hersteller von Kerzen, Talglichtern, Lampen, Leuchtern, Straßenlaternen, Lichtputzscheren und Löschhütchen, sowie der Fabrikanten von Talg, Öl, Harz, Alkohol und allem was mit Beleuchtung zu tun hat.
Sehr geehrte Herren,
Sie machen sich viele Gedanken über das Schicksal der Hersteller. Sie möchten sie vor jeder ausländischen Konkurrenz befreien, mit einem Wort, Sie wollen den heimischen Markt allein für heimische Arbeit reservieren... Wir müssen aber die unerträgliche Konkurrenz einer ausländischen Rivalin hinnehmen, die, wie es den Anschein hat, bei der Produktion von Licht von Bedingungen profitiert, die unsere bei weitem übersteigen und so unseren heimischen Markt mit Licht zu absurd herabgesetzten Preisen geradezu überschwemmt; sobald sie auftaucht hat es mit unserem Geschäft ein Ende, alle Verbraucher wenden sich ihr zu und auf einmal stagniert eine ganze,weit verzweigt Branche der heimischen Industrie.Diese Rivalin, die niemand anders ist als die Sonne, führt einen so erbitterten Kampf gegen uns, daß man meinen möcht, unsere englischen Feinde hätten sie uns geschickt... zumal sie jener hochmütigen Insel eine Rücksicht entgegenbringt, auf die sie uns gegenüber vollkommen verzichtet. Wir fordern höflichst die Einführung eines Gesetzes, das den Verschluß aller Fenster, Dachluken, Lichtöffnungen, Fensterläden, Vorhänge, Oberlichter und Rouleaus gebietet, mit einem Wort aller Öffnungen, Löcher, Spalten und Risse, duch die das Sonnenlicht in unsere Häuser einzudringen pflegt und damit den schönen Industrien zum Nachteil gereicht, mit denen wir, ohne uns schmeicheln zu wollen, dieses Land ausgestattet haben, welches sich heute nicht undankbar zeigen wird, uns in diesem ungleichen Kampf im Stich zu lassen...".
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"Sind die Konsensgespäche gescheitert, hat das Kraftwerk seine Laufzeit erweitert."
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