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Manfred Laumann

Manfred Laumann

52 Jahre, verheiratet, 3 Kinder
Operator
Politischer Schwerpunkt: Stadtentwicklung, Atompolitik
Wahlbezirk 18 - Ottenstein, Abbing
laumann@uwg-ahaus.de

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Ottenstein!

Als Ihr Kandidat der UWG Ahaus für die Kommunalwahl am 12. September möchte ich mich und meine politischen Ziele Ihnen kurz vorstellen.

Schon seit zwanzig Jahren engagiere ich mich für die Ziele der internationen katholischen Friedensbewegung Pax Christi, wobei die Versöhnung mit unseren Nachbarländern nach 1947 einen wichtigen Akzent dieser Arbeit darstellt Außerdem habe ich zusammen mit anderen den Ausschuß für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ins Leben gerufen, der noch heute in der Pfarrgemeinde St. Marien in Ahaus tätig ist.

Da ich der Meinung bin, dass wir eine hohe Verantwortung unseren Kindern und Enkelkindern gegenüber tragen, bin ich für eine atomfreie Zukunft in Ahaus und anderswo und setze mich deshalb entschieden gegen die weitere Lagerung von Atommüll im Ammelner Lager ein. Eine derart gefährliche und risikoreiche Technologie dürfen wir nicht weiter betreiben, das wurde mir nach der Katastrophe von Tschernobyl zur Gewissheit.

Als Mitglied des Ausschusses für Planen und Bauen habe ich mich bereits in der Vergangenheit für eine Stadtentwicklung eingesetzt, die Ahaus zu einer attraktiven Stadt mit Lebensqualität entwickelt und den dörflichen Charakter der Ortsteile stärkt und erhält.

Ihr Manfred Laumann

 


Interview Sommer '99

blickpunkt. Herr Laumann, wir möchten Sie bitten, sich den Wählerinnen und Wählern in Ottenstein einmal kurz vorzustellen!

Manfred Laumann: Gerne! Ich bin 1947 in Ahaus geboren und wohne mit meiner Frau und drei Kindern in dem Haus, das mein Großvater Anfang dieses Jahrhunderts erbaute, an der Wessumer Straße. Unsere beiden ältesten Kinder haben das Haus bereits verlassen, um ihr Studium aufzunehmen.

blickpunkt. Und beruflich ...?

Manfred Laumann: Seit 26 Jahren bin ich beschäftigt als Operator im Rechenzentrum der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe in Münster.

blickpunkt. Auf welche Weise haben Sie sich bisher politisch engagiert?

Manfred Laumann: Von 1989 bis 1994 arbeitete ich aktiv im Ausschuß für Planen und Bauen der Stadt Ahaus mit und habe dabei den Schwerpunkt darauf gelegt, eine Stadtentwicklung zu fördern, die behutsam, aber zukunftsweisend vorgeht und den Ortsteilen ihren eigenständigen, dörflichen Charakter bewahrt.

blickpunkt. In Ahaus sind Sie insbesondere auch durch Ihr Engagement für Pax Christi bekannt?

Manfred Laumann: Ja, für die Ziele der internationalen katholischen Friedensbewegung engagiere ich mich schon seit zwanzig Jahren. Einen wichtigen Akzent dieser Arbeit stellte die Versöhnung mit unseren Nachbarländern seit 1947 dar. In diesem Zusammenhang war es für mich von besonderer Bedeutung, als ich vor etwa vier Jahren in das "4. Mai-Komitee" unserer niederländischen Partnergemeinde Haaksbergen berufen wurde, das an jedem 4. Mai das Totengedenken vorbereitet und durchführt.

blickpunkt. Sie haben sich aber auch darüberhinaus in der kirchlichen Arbeit engagiert?

Manfred Laumann: Zusammen mit Anderen habe ich den Ausschuß für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ins Leben gerufen, der noch heute in der Pfarrgemeinde St. Marien in Ahaus tätig ist. Die hohe Akzeptanz innerhalb der Pfarrgemeinde in Bezug auf das bekannte 8-Punkte-Papier des Pfarrgemeinderates zur Atomproblematik ist ohne diese Arbeit sicher nicht vorstellbar.

blickpunkt. Wie stehen Sie persönlich zur Atompolitik?

Manfred Laumann: Da ich der Meinung bin, dass wir eine hohe Verantwortung unseren Kindern und Enkelkindern gegenüber haben, bin ich für eine atomfreie Zukunft in Ahaus und anderswo und setze mich deshalb entschieden gegen die weitere Lagerung von Atommüll im Ammelner Lager ein. Eine Technik, die soviele Gefahren in sich birgt, dürfen wir nicht weiter betreiben, das wurde mir nach der Katastrophe von Tschernobyl zur Gewissheit.

blickpunkt. Wieso kandidieren Sie in Ottenstein?

Manfred Laumann: Auf den ersten Blick scheint die Welt in Ottenstein zwar in Ordnung zu sein. Viele Entscheidungen, die hierzu beigetragen haben, sind im Ahauser Rat mit Unterstützung der UWG getroffen worden. Ich möchte mich insbesondere aber für mehr Mitspracherechte der Ottensteiner Bürgerinnen und Bürger aus den Vereinen und Verbänden, aus Kirche, Schule und der Landwirtschaft einsetzen. Daher setze ich mich für den Bezirksausschuß ein, damit die Ottensteiner selbst aktiv an der Planung von Bauland, Förderung von Alternativenergien, Gestaltung der Jugendarbeit, Ansiedlung neuer Industriebetriebe usw. mitreden können.

blickpunkt. Wo sehen Sie besondere Schwerpunkte Ihrer Arbeit in Ottenstein?

Manfred Laumann: Ein besonderes Augenmerk in Ottenstein verdient die Verkehrsplanung: Hier gibt es in Ottenstein immer noch einige Gefahrenstellen, insbesondere für Kindergarten- und Schulkinder. Dort gilt es, umgehend dafür zu sorgen, dass diese durch entsprechende Maßnahmen entschärft werden.

blickpunkt. Sie kandidieren für die UWG, die in Ottenstein nicht gerade ihre Hochburg hat?

Manfred Laumann: Für mich ist die UWG eine Alternative zu den politischen Parteien. Sie ist modern, nicht verkrustet und mit niemandem verfilzt. Ich bin davon überzeugt, dass auch Ottenstein nach 50 Jahren CDU-Mehrheit im Ahauser Rat von einem Wechsel profitieren wird.

blickpunkt. Herr Laumann, wir bedanken uns für dieses interessante Gespräch und wünschen Ihnen bei der Kommunalwahl viel Erfolg!

 

 

 

 

update
08.11.2009

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