
 Oliver
Schnell
26 Jahre
Fahrlehrer aller Klassen
Politischer Schwerpunkt: Verkehrspolitik
Wahlbezirk 17 - Ottenstein, Räckers
Liebe Bürgerinnen und Bürger in Ottenstein!
Seit mehreren Jahren kämpft die UWG für den Bezirksausschuß, in dem
wir, Leute aus Vereinen und Verbänden, Kirche und Schule, Landwirtschaft, Jugend und
Ratsmitgliedern aktiv an der Planung von Bauland, Förderung von Solartechnik, Ansiedlung
neuer Industriebetriebe, Verkehrsplanung etc. mitreden könnten.
Warum könnten?
Durch die CDU-Mehrheit wurde der Antrag auf einen Bezirksausschuß
abgelehnt. Diese Entmündigung muß aufhören.
Ich werde mich für die Belange der Bürger in Ottenstein einsetzen. Ich
denke dabei insbesondere an die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder: An den
Ortseingängen am Friedhof und an der Lüntener Straße befinden sich Haltestellen, an
denen ein- und aussteigende Kinder stark gefährdet sind, an der Kettelerstraße und
Textilstraße, wo keine Zebrastreifen den Schulweg sicherer machen. Unerläßlich halte
ich auch eine Beteiligung der Bürger bei der Planung von Bauland wie z. B.
Melchisengooren.
Ihr Oliver Schnell

Interview Sommer '99
blickpunkt. Herr Schnell, was bewegte Sie, der UWG beizutreten
und in Ottenstein für die UWG für den Stadtrat zu kandidieren?
Oliver Schnell: Die UWG hat sich in den vergangenen Jahren in
besonderer Weise für Ahaus und die Ortsteile eingesetzt. Die UWG kann sich als Ahauser
Gruppe fernab von Parteiinteressen für den Bürgerwillen engagieren und so kandidiere ich
für die UWG, um mich in Zukunft für die Belange der Bürger in Ottenstein einsetzen.
blickpunkt. An welche Belange denken Sie hierbei?
Oliver Schnell: Wie mir in vielen Gesprächen mit Ottensteiner
Bürgern bestätigt wurde, wird an den Ortseingängen, wie zum Beispiel am Friedhof und an
der Lüntener Straße, immer noch viel zu schnell eingefahren. An beiden Stellen befinden
sich Haltestellen, an denen ein- und aussteigende Kinder stark gefährdet sind.
Auch haben die Kinder immer noch Schwierigkeiten, ihren Schulweg sicher zu
gehen, weil an der Kettelerstraße und Textilstraße keine Zebrastreifen vorhanden sind.
Die Verkehrspolitik ist sicher einer meiner Schwerpunkte in der
politischen Arbeit, wobei mir die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer besonders
am Herzen liegt.
blickpunkt. In den letzten Jahren hat sich Ottenstein, sicher mit
Unterstützung der UWG, ganz schön "gemausert". Wo sehen Sie dennoch
Schwachpunkte?
Oliver Schnell: Nun, erst einmal kann ich Ihrer Auffassung, daß
die Entwicklung von Ottenstein in den letzten Jahren durchaus viele positive Anteile
hatte, gern bestätigen. Doch wenn nun die Ottensteiner CDU versucht, diese Entwicklung
als ihren Erfolg zu verbuchen, so möchte ich doch darauf hinweisen, dass diesbezügliche
Beschlüsse im Ahauser Rat mit Unterstützung der Ahauser UWG getroffen worden sind.
Dennoch: Als Schwachpunkt sehe ich die mangelnde bzw. nicht vorhandene
Beleuchtung entlang des Ölbaches oder im Freizeitgelände an der Ringstraße. Hier wäre
aus meiner Sicht und aus umwelttechnischen Gesichtspunkten eine Solarbeleuchtungsanlage
mit Bewegungsmelder angebracht.
blickpunkt. Vertrauen Sie darauf, daß der Stadtrat in Ahaus
schon die richtigen Entscheidungen, auch für Ottenstein, trifft oder wie planen Sie in
Zukunft die Beteiligung der BürgerInnen?
Oliver Schnell: Ich halte es nicht für den richtigen Weg, daß
die Ottensteiner Bürgerinnen und Bürger nur wenig oder gar nicht beteiligt werden, wenn
es um die Fragen wie die Planung von Bauland (wie z. B. Melchisengoren), die Planung von
Gewerbegebieten und die Verkehrsplanung oder die Förderung alternativer Energien
(Solartechnik, ...) geht.
blickpunkt. Welchen Weg würden Sie beschreiten?
Oliver Schnell: Das Schicksal von Ottenstein darf nicht in der
Hand des Ortsvorstehers liegen: stattdessen sind Vereine und Verbände, Kirchen und
Landwirtschaft, Jugendliche und Ratsmitglieder aufgefordert, an der Entwicklung von
Ottenstein mitzuwirken und von ihrem Mitspracherecht Gebrauch zu machen.
Ich halte daher die Bildung eines Bezirksausschusses, in dem Ottensteiner
Bürger die Zukunft von Ottenstein gestalten und mitbestimmen, für unerläßlich. Die CDU
hat bisher die Gründung eines solchen Bezirksausschusses abgelehnt.
Mit dieser Entmündigung muß nun Schluß sein: Ottensteiner BürgerInnen
sollen sich endlich wieder für Ottensteiner Belange und Bedürfnisse engagieren!
blickpunkt. Herr Schnell, wir bedanken uns für dieses
interessante Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Kommunalwahl!
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