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Mit dem Atomausstieg ernst machenAtomanlagen im Münsterland und Emsland sofort stilllegen!1998 wurde die rot-grüne Bundesregierung unter anderem gewählt, weil sie einen Atomausstieg für Deutschland versprach. Davon ist heute im Münsterland und im Emsland weniger denn je zu sehen. Der so genannte Atomkompromiss zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft dient einzig und allein dem Zweck, den Betrieb der bestehenden Atomanlagen langfristig zu sichern. Einige Beispiele aus der Region verdeutlichen dies:
Ein neuer Gleisanschluss sichert die reibungslose Belieferung der Uranfabrik. Beinahe wöchentlich rollen Atomtransporte von und nach Gronau, die Betreiber rechnen in Zukunft mit durchschnittlich 13 Lkw pro Tag. Ferner ist der Bau eines Atommüllagers für 60 000 t Uranoxid geplant. Von einem Ende des Atomzeitalters ist in Gronau keine Spur. Triftige Gründe sprechen gegen den Betrieb des Gronauer Atomkomplexes: Die UAA Gronau gefährdet die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Eigentum. Mit dem Betrieb und dem Ausbau der Gronauer Atomfabrik wird der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken im In- und Ausland ermöglicht und die dringend notwendige Energiewende behindert. Es gibt kein sicheres Endlager für den anfallenden Atommüll. Störfälle, Flugzeugabstürze, Sabotage und Transportunfälle stellen ein enormes Risiko für Bevölkerung und Umwelt im deutsch-niederländischem Grenzgebiet dar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass abgereichertes Uran, das in Gronau als Abfall anfällt, zu einem späteren Zeitpunkt zum Bau von Uranmunition verwandt wird. Die Urananreicherung ist zudem die Schlüsseltechnologie für den Erhalt atomwaffenfähigen Materials und macht deutlich, dass eine Trennung von angeblich "ziviler" und "militärischer" Nutzung der Atomenergie nicht möglich ist. Urananreicherung ermöglicht immer auch die Weiterverbreitung von Atomwaffen.
Durch die vom Zwischenlager ausgehende Gamma- und Neutronenstrahlung wird die Strahlenbelastung inder Umgebung des Zwischenlagers erhöht. Das Behälterkonzept entspricht nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Lagerbehälterbilden die einzige Sicherheitsbarriere, das heißt es existiert keine Doppelbarriere im sonst in der Kerntechnik üblichen Sinn. Weder Transport- noch Langzeitsicherheit der Behälter sind gewährleistet. Bei einem schweren durch äußere Einflüsse verursachten Unfall kann die Dichtigkeit der Behälter nichtgarantiert werden. Alle Sicherheitstests sind nur mit Behältermodellen durchgeführt worden, die in wesentlichen Eigenschaften nicht den tatsächlich verwendeten Behältern entsprechen. Die Kapazität des Zwischenlagers reicht nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz aus, um die Brennelemente aus 50 Betriebsjahren des AKW-Lingen aufzunehmen. Auch wenn das AKW Lingen noch 20 Jahre weiterstrahlen und Atommüll produzieren wird, ist die Lagerhalle eindeutig überdimensioniert. Es ist zu befürchten,daß auch Atommüll aus anderen Atomkraftwerken in Lingen eingelagert wird.
Durch die rot-grüne Strategie der dezentralen Zwischenlagerung, d.h. den Atommüll direkt an dem Atomkraftwerk zu lagern, wo er anfällt, ist der Atomstandort Ahaus eigentlich überflüssig. Doch Atomkonzerne und Bundesregierung halten daran fest, in Ahaus Atommüll aus den Forschungsreaktoren Garching bei München und aus Rossendorf bei Dresden einzulagern. Mit dem im Frühjahr 2004 geplanten Abtransport von 18 Castorbehältern aus Rossendorf wollen sich die dortigen Betreiber in Ahaus auf die kostengünstigste Weise ihres Mülls entledigen. Zwar steht in Rossendorf ein baugleiches Lager und hat selbst Bundesumweltminister Trittin den Transport nach Ahaus als überflüssig bezeichnet, doch haben auch in diesem Fall die finanziellen Interessen der Betreiber Vorrang vor dem Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung.
Zwar haben die Betreiber mittlerweile den Bau einer zweiten Lagerhalle mit dreifacher Lagerkapazität aufgegeben. Solange aber das Ahauser Atommüllager betrieben wird, bietet es Platz für neu zu produzierenden Atommüll. Solange das Ahauser Atommüllager betrieben wird, wird den Genehmigungsbehörden und der Öffentlichkeit wird eine "Entsorgung" vorgegaukelt. Was nach der Zwischenlagerung mit dem Atommüll geschehen soll, ist jedoch nicht bekannt, weil es weltweit kein sicheres Endlager gibt. Die Lagerhalle in Ahaus wird damit de facto bereits zu einem Endlager, ist dafür allerdings untauglich: Sie bietet z.B. gegen Flugzeugabstürze keinerlei Schutz. Die Betreiber geben selbst zu, im Zusammenhang mit dem 11. September Nachrüstungsbedarf zu haben.
Rund 125 Castoren wurden 2002 aus deutschen AKWs in die Plutoniumfabriken La Hague und Sellafield gebracht, wo sich die Menge des Atommülls weiter vervielfacht und Mensch und Umwelt radioaktiv belastet. Eine "schadlose Verwertung" des Atommülls, wie sie das deutsche Atomgesetz fordert, gewährleistet diese Verschieberei durch halb Europa jedenfalls nicht, wie AtomkraftgegnerInnen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien immer wieder gemeinsam deutlich gemacht haben. Gegen Unfälle bei den Transporten gibt es kaum Schutzmöglichkeiten. Feuerwehr und Rettungsdienste der betroffenen Städte und Gemeinden an den Transportstrecken im Münsterland sind nicht über die Transporttermine informiert. Allein die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland garantieren Information und Aufklärung der Bevölkerung. Auch abseits der Atomanlagen zeigt sich hier die völlige Verantwortungslosigkeit der bundesdeutschen Atompolitik.
In Hamm steht der stillgelegte Thorium-Hochtemperatur-Reaktor (THTR). Einst Vorzeigeobjekt des "Wirtschaftsstandortes NRW" soll die Ruine 2009 abgerissen werden. Wie das geschehen soll, ist noch unklar. Doch die Betreiberfirma, eine Tochter der RWE, wird weiterhin steuerlich begünstigt. Und die gescheiterte Technologie wird im niederrheinischen Forschungszentrum Jülich weiter als Verkaufsschlager gehandelt. Konkret soll in Südafrika ein Atomkraftwerk mit Hilfe aus NRW gebaut werden. mehr Infos: BI Umweltschutz Hamm, THTR-Archiv
Sofortiger Atomausstieg ist machbar und nötigSo stellen wir uns den Atomausstieg nicht vor. Wir wollen nicht, dass neue Atomanlagen in unserer Region oder anderswo mit deutscher Hilfe gebaut werden. Die Gefahren der Atomenergie sind zu groß, als dass wir bis 2020 oder noch länger auf einen angeblichen Ausstieg warten können. Das Risiko eines neuen Super-GAUs sowie eines CASTOR-Unfalls ist real und nicht hinnehmbar.
Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland und Emsland fordern deshalb:
>aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.
Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), 02. Januar 2005
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Arbeitskreis Umwelt Gronau u.a., Demonstrationsaufruf, 09. Oktober 2004
Arbeitskreis Umwelt Gronau, Pressemitteilung, 06. September 2004
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DDP-Agenturmeldung, 21. Juni 2004
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Pressemitteilung, 24. Mai 2004
Westfälische Nachrichten, 14. Januar 2004
Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2004
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 08. Januar 2004
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AKU Gronau, BBU, 11. Juli 2003
Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2003
AKU Gronau, BBU, 10. Juli 2003
Die Tageszeitung, 07. Juli 2003
Junge Welt, 07. Juli 2003
Robin Wood, 07. Juli 2003
AKU Gronau, BBU, DNR und Robin Wood, 04. Juli 2003
AKU Gronau, Robin Wood, BBU, 26. März 2003
Münsterland Zeitung, 28. Januar 2003
Junge Welt, 28. Januar 2003
Die Tageszeitung, 28. Januar 2003
Robin Wood, 27. Januar 2003
redaktion@uwg-ahaus.de, Januar 2003 Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
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